Panorama

Hygienemängel in US-Klinik Sechs Kinder sterben nach Virusausbruch

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Vor allem für kleine Kinder mit Vorerkrankungen kann der Adenovirus gefährlich werden.

(Foto: imago/ZUMA Press)

In einer Pflegeeinrichtung in den USA sterben sechs Kinder durch den Adenovirus, zwölf weitere erkranken schwer. Laut Behörden könnten Hygienemängel bei der Handwäsche dafür verantwortlich sein.

Das Gesundheitsministerium von New Jersey untersucht einen Virusausbruch im Wanaque Nursing Home & Rehabilitation Centre, einem Pflegeheim, in dem sich vor allem Senioren und Kinder befinden. Bislang sind sechs Kleinkinder an einer Infektion mit dem Adenovirus gestorben, zwölf weitere sind schwer erkrankt.

Adenoviren sind eine Erregergruppe, die eine Vielzahl von Erkrankungen auslöst, unter anderem befallen sie Schleimhäute der Atemwege, des Magen-Darm-Trakts sowie Augenbindehaut und Hornhaut. Sie sind hoch ansteckend, extrem widerstandsfähig und verursachen verschiedene Krankheiten, darunter einfache Erkältungen und Bronchitis, aber auch Lungen- und Augenentzündungen. Kleine Kinder sind besonders anfällig, vor allem wenn sie - wie in diesem Fall - unter Vorerkrankungen leiden.

Hochansteckende Viren

Übertragen wird der Adenovirus von Mensch zu Mensch durch Händeschütteln, Anhusten und -niesen, aber auch durch das Berühren verunreinigter Gegenstände und Oberflächen wie Türgriffe und Armaturen. Und der Virus verbreitet sich sehr schnell, da die meisten Haushaltsdesinfektionsmittel ihm nichts anhaben können.

Tatsächlich fanden Ermittler in der Klinik leichte Handwaschmängel vor. Das Gesundheitsministerium hat die Einrichtung jetzt angewiesen, bis zum Ende des Ausbruchs keine neuen Patienten aufzunehmen.

Quelle: ntv.de, nan

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