Anzeige gegen CDU-PolitikerSensburg soll Ex-Freundin gewürgt haben

Patrick Sensburg sitzt für die CDU im Bundestag. Nun soll er bei einem Streit seine Ex-Freundin körperlich massiv bedrängt haben. Der Politiker spricht von einer "Rangelei". Geschlagen habe er sie aber nicht. Eine Anzeige wurde inzwischen zurückgezogen.
Der Vorsitzende des NSA-Untersuchungsausschusses im Bundestag, Patrick Sensburg, ist wegen häuslicher Gewalt angezeigt worden. Der CDU-Politiker bestätigte einen entsprechenden Bericht gegenüber der "Bild am Sonntag". Demnach sei er mit seiner Ex-Freundin in eine "Riesenauseinandersetzung" geraten. Dabei habe er die Frau an den Armen gepackt, um sie aus der Wohnung zu werfen. "Sie hat sich gewehrt. Ich habe sie aus der Wohnung geschmissen", sagte er der Zeitung. Er habe das Gespräch beenden wollen, "weil es keinen Sinn machte."
Die Frau gibt dagegen laut der Zeitung an, Sensburg habe sie außerdem geschlagen, gewürgt, an die Wand und auf den Boden geworfen. Der CDU-Politiker bestreitet das. In der "Bild am Sonntag" bekräftigt er: "Ich habe sie bei der Rangelei weder geschlagen noch gewürgt". Unmittelbar nach der Auseinandersetzung soll sich die junge Frau einer ärztlichen Untersuchung unterzogen haben. Anschließend erstattete sie Strafanzeige bei der Berliner Polizei wegen Körperverletzung im Rahmen häuslicher Gewalt.
Von der Strafanzeige erfahren habe er erst durch die Anfrage der Zeitung, erzählt Sensburg. Daraufhin habe er sofort seine Ex-Freundin angerufen und ein "zweistündiges Gespräch" mit ihr geführt. Sie sei noch sehr gekränkt über den Vorfall: "Darüber, dass ich sie einfach rausgeschmissen habe und dann auch noch so rabiat." Inzwischen soll die Frau ihre Anzeige allerdings zurückgezogen haben. "Weil sie mir nicht schaden möchte", sagte Sensburg.
Der CDU-Politiker aus Nordrhein-Westfalen ist seit 2009 Mitglied des Bundestages, seit April 2014 leitet er zudem den NSA-Untersuchungsausschuss.