Panorama

Studie zu Corona-Impfstoff So wirkt die erste Biontech-Dosis

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Einem Projekt der Universität Oxford zufolge belegt Israel den weltweiten Spitzenplatz bei den Impfungen pro Kopf.

(Foto: dpa)

Der Pfizer-Biontech-Impfstoff wird in zwei Dosen verabreicht. Studienergebnisse aus Israel zeigen nun, welchen Schutz die erste Dosis bietet, und dass sich selbst geimpfte Personen noch anstecken können.

Eine Studie im Auftrag der israelischen Krankenkasse Clalit hat die Auswirkungen der ersten Dosis des Impfstoffs von Biontech und Pfizer untersucht. Dabei ergab sich 14 Tage nach Erhalt des Mittels ein Rückgang der Coronavirus-Infektionen um 33 Prozent bei den Probanden. Verglichen wurden 200.000 erstgeimpfte Personen mit der gleichen Zahl an ungeimpften Personen in Israel im Alter über 60 Jahre. Zwischen dem fünften und zwölften Tag verzeichneten beide Gruppen die gleiche Zahl an Neuinfektionen.

"Es handelt sich um vorläufige, aber ermutigende Ergebnisse", sagte der Medizinprofessor Ran Balicer der Zeitung "Jediot Acharonot". Balicer unterstrich, dass die zweite Dosis notwendig sei, da die Ergebnisse darauf hindeuten, dass eine Dosis keinen vollen Schutz vor einer Infektion gewährleiste - "nicht einmal siebzehn Tage nach Erhalt der Impfung". Der Pfizer-Biontech-Impfstoff wird in zwei Dosen im Abstand von drei Wochen verabreicht. Seine 94-prozentige Wirksamkeit setzt erst zwei Wochen nach dem zweiten Schuss ein.

Die erste Welle war schneller vorbei, die zweite Welle erfasste Israel früher als andere Länder. Bei der Impfkampagne ist der kleine Mittelmeerstaat ganz vorne dabei. Einem Projekt der Universität Oxford zufolge belegt er den weltweiten Spitzenplatz bei den Impfungen pro Kopf.

Israel impft im Akkord

Die Möglichkeit, Pfizer Echtzeitdaten über den durch den Impfstoff gebotenen Schutz zur Verfügung zu stellen, ist einer der Hauptgründe, warum das Unternehmen Israel so viele Millionen Dosen zur Verfügung gestellt hat. Dort wurden bereits 1,9 Millionen Menschen geimpft.

*Datenschutz

Zeitgleich vermelden die Behörden jedoch so viele Neuinfektionen wie nie zuvor - obwohl in dem Land seit knapp einer Woche ein harter Lockdown mit strikten Restriktionen gilt. Die Krankenhäuser sind nahe der Belastungsgrenze. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 9025 Fälle verzeichnet. Erstmals seit Beginn der Pandemie wurden damit an zwei Tagen in Folge mehr als 9000 Neuinfektionen registriert, der Rekord mit fast 9700 stammte vom Montag. Etwas mehr als sieben Prozent der gemachten Tests fielen positiv aus. Zum Vergleich: Die deutschen Gesundheitsämter meldeten zuletzt 19.600 Infektionen. Deutschland hat etwa neunmal mehr Einwohner als Israel.

Quelle: ntv.de, mba/dpa