Panorama

Anderthalb Jahre nach Mordanschlag Soko Mannichl arbeitet weiter

Im Dezember 2008 wird der damalige Passauer Polizeichef Mannichl vor seinem Haus niedergestochen. Noch immer fehlt vom Täter jede Spur, doch die Ermittler geben ncht auf.

Der Mordanschlag auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl machte Schlagzeilen im In- und Ausland. Gut anderthalb Jahre nach der Tat fehlt den Ermittlern immer noch eine heiße Spur. Doch sie geben nicht auf. Die Sonderkommission untersuche weiter Details, sagte Passaus Leitender Oberstaatsanwalt Helmut Walch der dpa. "Es taucht hier und da immer wieder einmal ein neuer Hinweis auf, dem man dann nachgeht." Dabei würden auch Personen aus anderen europäischen Staaten überprüft.

"Es ist unsere Aufgabe, so lange Ermittlungsansätze da sind, auch zu ermitteln", meinte Walch. Konkrete Pläne für eine Auflösung der Sonderkommission des bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) gebe es daher noch nicht. "Aber es ist klar: Je älter die Geschichte ist, desto weniger Hinweise kommen und desto schwieriger wird es, so einen Fall noch aufzuklären."

Am 13. Dezember 2008 war der damalige Passauer Polizeidirektor an der Tür seines Wohnhauses niedergestochen und schwer verletzt worden. Hinter der Tat wurde von Anfang an der Racheakt eines Neonazis vermutet, weil Mannichl früher mit seinen Beamten mehrfach gegen Aufmärsche von Rechtsextremisten vorgegangen war. Da es kaum Beweise für die These eines Neonazi-Täters gibt, wurden zeitweise auch die Angehörigen Mannichls verdächtigt. Mannichl wurde später in leitender Funktion ins neue Straubinger Polizeipräsidium versetzt.

Quelle: n-tv.de, dpa

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