Panorama

Nur eine Impfung nötig Spahn mit Astrazeneca geimpft

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"Alle bei uns zugelassenen Impfstoffe wirken sehr gut und sind sicher", betonte Spahn.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Skepsis gegenüber dem Vakzin von Astrazeneca nimmt allmählich ab. Die Ärzte verzeichnen inzwischen eine deutliche Nachfrage. Auch Gesundheitsminister Spahn hat sich jetzt damit impfen lassen. Dabei hätte er die Möglichkeit gehabt, sich auch für einen anderen Impfstoff zu entscheiden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich am heutigen Freitag von seinem Hausarzt im münsterländischen Legden gegen Corona impfen lassen. Der 40-Jährige erhielt den Impfstoff der Firma Astrazeneca. Er habe sich nach einem Gespräch mit dem Arzt bewusst dafür entschieden, erklärte er nach Angaben eines Sprechers.

Für den kompletten Schutz brauche Spahn nur eine Impfung, da er bereits eine Corona-Erkrankung durchgemacht habe, sagte der Sprecher weiter. "Nach diesen langen Monaten der Pandemie fühlt es sich gut an, geimpft und damit geschützt zu sein. Alle bei uns zugelassenen Impfstoffe wirken sehr gut und sind sicher", betonte Spahn. "Ich kann nur jedem empfehlen, der ein Impfangebot bekommt, sich auch impfen zu lassen."

Der Weg raus aus der Pandemie führe nur über mehr Impfungen und geringere Inzidenzen. Nach Angaben seines Ministeriums hätte Spahn auch in Berlin die Möglichkeit gehabt, sich als Mitglied der Bundesregierung in der Prioritätsgruppe 3 mit anderen Impfstoffen impfen zu lassen. Der Astrazeneca-Impfstoff kann seit dem 6. Mai unabhängig von Prioritätsgruppen verimpft werden.

Nach vorübergehender Skepsis ist die Nachfrage nach Corona-Schutzimpfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin in Deutschland derweil deutlich gestiegen. "Wir verzeichnen eine deutliche Nachfrage der Ärzte", sagte ein Sprecher des Deutschen Apothekenverbandes. Auch die kassenärztliche Vereinigung in Baden-Württemberg registriert einen Anstieg des Interesses der Arztpraxen.

Astrazeneca in Deutschland zunehmend gefragt

Nach Angaben eines Sprechers sind dafür vor allem zwei Gründe verantwortlich. Zum einen liege dies an der generellen Aufhebung der Impfpriorisierung in Baden-Württemberg, weshalb sich auch jüngere Menschen in den Praxen impfen lassen könnten. Deshalb entfällt die Sorge vieler Ärzte, am Abend Impfdosen übrig zu behalten oder nach älteren Patienten suchen zu müssen. Zum anderen hatten die Gesundheitsminister von Bund und Länder entschieden, dass eine Zweitimpfung bei Astrazeneca nun schon nach vier Wochen möglich sein soll, obwohl diese die Impfwirkung gegenüber den bislang empfohlenen zwölf Wochen verschlechtert.

Viele Jüngere nutzten nun die Chance, sich innerhalb von vier Wochen eine Vollimpfung zu besorgen, weil ihnen dies mehr Freiheiten im Alltag und beim Reisen gebe, hieß es in Bund-Länder-Kreisen. Das Bundesgesundheitsministerium bestätigt den Trend: "Wir haben Mitteilungen aus der Ärzteschaft, dass dieses Angebot auch von jüngeren Menschen tatsächlich sehr dankbar angenommen wird", sagte ein Sprecher in Berlin.

Quelle: ntv.de, jki/dpa

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