Panorama

Drei Personen nicht mehr vor OrtTeam der privaten Walretter zerbricht

21.04.2026, 09:50 Uhr
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Der mehrfach in der Ostsee gestrandete Wal sorgt weiter für Chaos. Die Retter-Initiative fällt jetzt Stück für Stück auseinander. Eine Ärztin und die Pressesprecherin räumen das Feld, eine andere Tierärztin fällt gesundheitsbedingt aus.

Mehrere Teammitglieder haben die private Initiative zur Rettung des Wals vor Poel verlassen oder fallen vorerst aus. Christiane Freifrau von Gregory, die als Pressesprecherin des Teams aufgetreten ist, tritt zurück. Sie mache den Weg frei, da eine konstruktive und professionelle Zusammenarbeit unter den derzeitigen Rahmenbedingungen "für uns" nicht mehr möglich sei.

"Unser Ziel war stets die professionelle und ruhige Umsetzung des Konzepts, das Mensch und Tier schützt. Die aktuellen Entwicklungen und die Dynamiken vor Ort entsprechen jedoch nicht mehr den Grundwerten und Standards, für die ich persönlich und wir als Team stehen", hieß es in einer schriftlichen Mitteilung von Gregorys. Weiter teilte sie mit: "Um die Integrität unserer bisherigen Arbeit zu wahren und die weitere Rettung des Tieres nicht durch interne Differenzen zu belasten, ist ein klarer Schnitt zum jetzigen Zeitpunkt unumgänglich."

Der Rückzug der Sprecherin ist nicht der einzige, den die private Initiative verkraften muss. So ist deren leitende Tierärztin, Janine Bahr-van Gemmert, am gestrigen Montag mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden, wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus sagte.

Auch eine weitere Tierärztin fällt demnach aus. "Ich habe natürlich auch mit großer Sorge zur Kenntnis genommen, dass die aus Hawaii eingeflogene Tierärztin abgereist ist", sagte Backhaus nun am Morgen. Zuvor hatten Medien berichtet, dass Jenna Wallace wegen Differenzen im Team abgereist sei.

Mediamarkt-Mitgründer und Mitfinanzierer der Aktion Walter Gunz sprach von einer enormen Belastung für das ganze Team. Er selbst habe seit acht Tagen nur drei bis vier Stunden pro Nacht geschlafen und sei auch angeschlagen. "Wir sind alle am Ende." Aufgeben wolle die Initiative aber nicht. Es gehe auf jeden Fall weiter.

Quelle: ntv.de, mpa/dpa

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