Panorama

Die närrische Zeit hat begonnenTebartz-van Elst inspiriert Jecken

11.11.2013, 20:55 Uhr
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Dieser "Bischof" zeigt stolz was er hat - eine funkelnde Kette. (Foto: picture alliance / dpa)

In der Affäre um den Limburger Bischofssitz hat die Kirche viel Vertrauen verloren. Doch beim Karneval ist bekanntlich alles anders und der gescholtene Kardinal dient vielen wieder als Vorbild - zumindest modisch.

Stimmungsaufheller in der dunklen Jahreszeit: In den rheinischen Karnevalshochburgen hat am Montag um 11 Uhr 11 wieder die närrische Zeit begonnen. Nach einer neunmonatigen Durststrecke feierten die Jecken unter wolkenlosem Himmel.

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Auch bei dieser "Kopfbedeckung" ist die Inspirationsquelle offensichtlich. (Foto: picture alliance / dpa)

Auffallend viele Karnevalisten gingen diesmal in Soutane und spielten damit auf die Affäre um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst an. Ein Mann aus Limburg, der sich in Köln unter die Narren mischte, trug zum Beispiel einen 1000-Mark-Schein mit dem Porträt von Tebartz-van Elst auf der Stirn.

Auch der Düsseldorfer Hoppeditz zog in seiner ersten Rede nach dem Wiedererwachen den Limburger Bischof durch den Kakao - natürlich mit einem Seitenhieb gegen Köln: "Wer hat den Protz engagiert? Der Kölner Kardinal!" Limburg gehört zur Kirchenprovinz Köln, und Kardinal Joachim Meisner galt lange als großer Förderer des angeschlagenen Bischofs.

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Der Düsseldorfer "Hoppeditz" witzelte nach seinem Erwachen über Köln - und Tebartz. (Foto: picture alliance / dpa)

Angesichts des guten Wetters war das Jeckenvolk diesmal besonders zahlreich auf den Beinen. In Düsseldorf wurden vor dem Rathaus mehrere tausend Karnevalisten Zeuge von Hoppeditz' Erwachen. In Köln musste der Heumarkt mit dem Dreigestirn und der zentralen Bühne schon frühzeitig abgeriegelt werden.

In Mainz wurde wie immer an diesem Tag das Närrische Grundgesetz verkündet. Aber auch fern des Rheins schunkelten sich die Narren warm, zum Beispiel in Bayern. Da heißt die Sache Fasching.

Quelle: ntv.de, dpa