Panorama

Ein halber Meter Neuschnee Thüringen versinkt knietief im Weiß

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Verkehr im Winterschlaf: Die Autos in Jena sind nicht mehr zu sehen.

(Foto: imago images/Roman Möbius)

Das sind Werte wie in den Alpen: Fast ganz Thüringen und Teile von Sachsen-Anhalt melden einen halben Meter Neuschnee. In den Straßen verschwinden die Autos unter weißen Hüllen. Schleswig-Holstein steht der weiße Segen noch bevor. Meteorologen sagen: Das ist ein Knüller.

Heftige Schneefälle haben Thüringen fast landesweit knietief im Schnee versinken lassen. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, fielen im Freistaat bis zum Mittag vielerorts zwischen 20 und 30 Zentimeter Neuschnee. Auf der Thüringer Seite des Unstruttales seien Spitzenwerte von 40 bis 50 Zentimetern Schnee gemessen worden. Diese Mengen bis ins Tiefland hinein seien schon beachtlich, sagte DWD-Meteorologe Florian Engelmann. Verantwortlich für die ungewöhnlichen Schneemassen sei das Zusammentreffen einer Kaltluftzone aus dem Osten mit wärmerer Luft aus Süden gewesen. "Das hat ganz viel Schnee produziert", sagte Engelmann. In den nächsten Tagen bleibe es winterlich und sehr frostig. Tagsüber stiegen die Temperaturen kaum über minus sieben Grad, nachts seien zweistellige Werte unter Null zu erwarten.

Kräftige Schneefälle sorgten auch im Süden Sachsen-Anhalts für ungewöhnliche Schneemengen. Der Spitzenwert sei am Montag mit 48 Zentimetern an der Messstation Braunsroda im Burgenlandkreis gemeldet worden, sagte DWD-Meteorologe Engelmann. Auch den Süden und die Mitte Niedersachsens verwandelte der massive Wintereinbruch in eine weiße Winterlandschaft mit einer bis zu 50 Zentimeter dicken Schneedecke. Örtlich könnten sich die Schneemassen durch Verwehungen noch höher türmen, erläuterte Manno Peters, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst, in Hamburg.

Niedersachsen: 37 Zentimeter im Flachland

Im Flachland kam ebenfalls jede Menge Schnee zusammen: Der Flughafen Münster/Osnabrück meldete 22 Zentimeter Schnee. Die Station in Alfeld an der Leine verzeichnete ebenfalls so viel. In Bramsche (Kreis Osnabrück) fielen 37 Zentimeter Schnee. "Das ist schon ein ziemlicher Knüller", sagte Peters. Denn sonst zähle der Südwesten eigentlich eher zu den wärmeren Gegenden Niedersachsens. Bad Münder am Deister registrierte ebenso wie Bad Harzburg mehr als 30 Zentimeter.

In Teilen Schleswig-Holsteins stehen Schneemassen von bis zu einem halben Meter ab der Nacht zu Dienstag ins Haus. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor starkem Schneefall bis zu 45 Zentimetern und Schneeverwehungen vor allem in Ostholstein und angrenzenden Kreisen. Die Temperaturen sollen tagsüber leicht im Frostbereich liegen und können nachts auf minus sechs und im Herzogtum Lauenburg bis minus zehn Grad sinken. Bis Donnerstag ist der Vorhersage zufolge mit weiteren Schneeschauern zu rechnen, die Temperaturen sinken weiter.

Quelle: ntv.de, mau/dpa

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