Panorama

Mehrere Verletzte Tornado wütet in Luxemburg

In Luxemburg werden mehrere Menschen durch einen Tornado verletzt. Zahlreiche Häuser werden bei Windgeschwindigkeiten von 130 Stundenkilometern beschädigt. Auch in Teilen Deutschlands wüten heftige Unwetter.

In Luxemburg sind durch einen Tornado 19 Menschen verletzt worden. Beim Durchzug des Tornados im Südwesten habe ein Mensch schwere Verletzungen davongetragen, teilte die Regierung am Freitagabend mit. Filmaufnahmen zeigten, wie Dächer und Schornsteine umgerissen wurden. Auch zahlreiche Bäume stürzten um. Luxemburgs Arbeitsminister Dan Kersch spricht von einem "Katastrophenszenario". Der Schaden sei enorm, könne aber noch nicht beziffert werden.

Nach Angaben des Wetterdienstes wurden Windgeschwindigkeiten von knapp 130 Stundenkilometern gemessen. Besonders betroffen waren die Gemeinden Bascharage und Pétange. Bei dem Unwetter wurden Straßen überschwemmt, Behinderungen gab es auch im Bahnverkehr.

Ein Sprecher der Luxemburger Polizei berichtete von einer "Schneise der Verwüstung", die sich etwa fünf bis sieben Kilometer weit zog. Mehrere Gebäude seien unbewohnbar und Notunterkünfte eingerichtet worden. In den Orten Petingen und Kaerjeng wurden nach Behördenangaben insgesamt rund 160 Häuser abgedeckt oder anderweitig beschädigt. Mehr als 1000 Notrufe gingen innerhalb weniger Minuten bei Polizei und Feuerwehr ein, die zu zahlreichen Einsätzen ausrückte.

Von den zahlreichen Verletzten sind zwei noch im Krankenhaus, heißt es. Eine Person davon sei mit Knochenbrüchen schwer verletzt worden. Eine andere befinde sich in einem kritischen Zustand, weil sie einen Schock und Herzinfarkt erlitten habe, sagte ein Sprecher der Einsatz- und Rettungszentrale in Luxemburg. Da eine Stromleitung beschädigt wurde, wurde der Zugverkehr zwischen Petingen und Luxemburg in beide Richtungen eingestellt.

Heftige Unwetter auch in Deutschland

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Auch auf deutscher Seite - im benachbarten Saarland, in Rheinland-Pfalz sowie Baden-Württemberg - gab es schwere Unwetter. In Rheinland-Pfalz waren besonders die Städte Neuwied und Koblenz betroffen. Hier wurden Gullydeckel aufgeschwemmt und Straßen überflutet, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Koblenz sagte. In Bayern wurde das Konzertgelände des Taubertal-Festivals geräumt. Die Musikfans wurden aufgefordert, in ihren Fahrzeugen oder im Stadtgebiet von Rothenburg Schutz zu suchen, wie die Polizei mitteilte. Rund 400 der 15.000 Tagesbesucher fanden zeitweise Schutz in einer Mehrzweckhalle. Mehrere Menschen wurden durch umherfliegende Gegenstände leicht verletzt.

In Baden-Württemberg verzögerte sich der Anstoß des DFB-Pokalspiels zwischen den Fußballclubs SV Sandhausen und Borussia Mönchengladbach wegen eines Gewitters. Bei heftigem Regen war zwischenzeitlich auch das Flutlicht im Hardtwald-Stadion des Zweitligisten Sandhausen ausgegangen. Die Zuschauer auf den unteren Rängen wurden gebeten, sich in Sicherheit zu bringen.

Quelle: n-tv.de, sgu/AFP/dpa

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