Panorama

Blutbad in Schule Tote und Verletzte nach Amoklauf in Brasilien

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Bewaffnete Sicherheitskräfte vor der Schule.

(Foto: REUTERS)

Schreckliche Tragödie im brasilianischen Bundesstaat São Paulo: Zwei bewaffnete Jugendliche stürmen eine Schule und schießen wild um sich. Mehrere Schüler und Mitarbeiter sterben im Kugelhagel.

Bei einem Amoklauf in einer Schule in Brasilien sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Zwei vermummte Angreifer stürmten eine Schule in der Stadt Suzano im Bundesstaat São Paulo und eröffneten das Feuer, wie die örtlichen Sicherheitsbehörden mitteilten. Sechs Schüler und zwei Mitarbeiterinnen wurden getötet. Bei den Tätern handelte es sich nach Polizeiangaben um einen 25-Jährigen und einen 17-Jährigen. Sie nahmen sich nach dem Angriff selbst das Leben. Das Motiv für die Tat ist noch unklar.

Die Schüler machten gegen 09.30 Uhr (Ortszeit) eine Frühstückspause, als die Täter in das Gebäude eindrangen. "Wir haben gerade das Essen serviert, als sie anfingen zu schießen. Wir haben die Kinder in die Küche geholt, abgeschlossen und ihnen gesagt, sie sollen sich auf den Boden legen", erzählte die Kantinenmitarbeiterin Silmara Cristina Silva de Moraes dem Nachrichtenportal G1. "Es war schrecklich - es gab viele Schüsse und viel Panik." 

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Laut Medienberichten wurden nach dem Angriff 23 Menschen ins Krankenhaus gebracht. Einige waren verletzt, andere hatten einen Schock erlitten. Die Polizei sperrte das Gelände rund um die Schule Professor Raul Brasil ab. Ein Hubschrauber kreiste über dem Gebäude. "Das war die traurigste Szene, die ich in meinem ganzen Leben gesehen habe. Ich bin sehr traurig, dass sich so etwas in São Paulo, in Brasilien, ereignet hat", sagte der Gouverneur von São Paulo, João Doria, nach einem Besuch des Tatorts. "Ich bin konsterniert, geschockt." Der Gouverneur ordnete eine dreitägige Trauerzeit in dem Bundesstaat an.

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Polizisten sichern nach dem Amoklauf den Tatort.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Täter waren offenbar mit einem Revolver und einem Messer bewaffnet. In dem Schulgebäude entdeckte die Polizei einen Bogen und Pfeile sowie Flaschen, die an Molotow-Cocktails erinnerten, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete. Zudem fanden die Beamten einen Koffer mit Kabeln. Ein Bombenentschärfungskommando wurde an den Tatort gerufen. Vor dem Amoklauf in der Schule hatten die Täter bereits in der Nähe in einer Autowäscherei auf einen Mann gefeuert. Das Opfer wurde für eine Notoperation in ein Krankenhaus gebracht und befand sich in einem kritischen Zustand.

Brasilien ist eines der am stärksten von Gewalt betroffenen Länder der Welt. Über 60 000 Menschen werden dort jedes Jahr getötet. Zuletzt hatte der neue Präsident Jair Bolsonaro das Waffenrecht gelockert, um den Kauf von Schusswaffen zu erleichtern.

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Quelle: n-tv.de, jpe/dpa