Panorama

Eine Million Infizierte in USA Trump drängt Gouverneure zu Öffnung

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Die Wirtschaftsdaten sollen Präsident Trump große Sorgen bereiten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Als erstes Land der Welt verzeichnen die USA mehr als eine Millionen Corona-Fälle. Auch bei den Todesfällen liegen die Vereinigten Staaten mit großem Abstand vorn. Präsident Donald Trump wünscht sich trotzdem, dass die Gouverneure die ersten Beschränkungen bald wieder aufheben.

In den USA hat die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen die Marke von einer Million überschritten. Nach Angaben der "New York Times" wurden bis einschließlich Montag 1.002.459 Fälle registriert. Das sind knapp 15.000 mehr als am Vortag und knapp fünfmal so viele wie in Spanien, dem Land mit den zweitmeisten nachgewiesen Fällen.

Die USA sind mit großem Abstand auch das Land mit den Todesfällen weltweit. Nach Berechnungen der "New York Times" starben in den Vereinigten Staaten bereits 52.188 Menschen infolge einer Infektion mit dem Coronavirus. Italien hat als am zweitschlimmsten betroffenes Land etwa die Hälfte gemeldet. Mit einer Sterblichkeitsrate von 5,2 Prozent bewegen sich die USA aber auf einem deutlichen besseren Niveau als Spanien und Italien.

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Obwohl die Zahl der Infektionen und Toten nur langsam zurückgeht, fordert US-Präsident Donald Trump weiter, die öffentlichen Beschränkungen allmählich zu lockern. In einem Telefonat mit den Gouverneuren, die diese Lockerungen auf den Weg bringen müssten, rief er laut CNN auf, "ernsthaft" über eine Öffnung der Schulen nachzudenken. "Einige von euch sollten über Schulöffnungen nachdenken. Das wollen viele Menschen. (...) Kleine Kinder haben sich sehr gut in dieser Katastrophe angestellt", sagte er nach Angaben des Nachrichtensenders, der sich auf eine Aufnahme der Telefonkonferenz beruft.

Allerdings haben sich viele Gouverneure bereits gegen Schulöffnungen ausgesprochen. In einer CNN-Erfassung empfehlen demnach 43 Staaten und die Verantwortlichen der autonomen Bundeshauptstadt Washington D.C., die Schulen im ablaufenden Schuljahr nicht mehr zu öffnen.

Durch die strengen Ausgeh- und Kontaktverbote liegt auch die US-Wirtschaft derzeit am Boden. Innerhalb eines Monats verloren fast 27 Millionen Menschen ihren Job. Es wird gemutmaßt, dass Trump deshalb um seine Wiederwahl im November fürchtet.

Quelle: ntv.de, chr