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Neues zur Affäre Blumenkübel Twitter-Spaß nervt Altenheim

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Die Einträge auf der Internetseite.

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Auf der Suche nach neuen Späßen hat die Netzgemeinde einen zerstörten Blumenkübel vor einem Altenheim im Münsterland entdeckt. Twitter-Leser nahmen sich dieses ungeheuerlichen Vorgangs an und rufen damit Spender aus ganz Deutschland auf den Plan. Das Altenheim bekommt jetzt immer neue Blumenkübel geschickt und die Heimleitung ist schon reichlich genervt.

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Das Corpus Delicti vor dem Antoniusstift.

(Foto: picture alliance / dpa)

Nach dem Riesenwirbel in der Twitter-Welt um einen zerstörten Blumenkübel werden am Tatort im Münsterland immer mehr Blumentöpfe abgeliefert. "Ich mag schon keine Blumenkübel mehr sehen", klagte Ewald Winnemöller, der Leiter des betroffenen Altenheims in Neuenkirchen. Dort hatten Unbekannte vor gut einer Woche einen Topf mit einem Buchsbaum zerbrochen. Die Nachricht rief Spender aus ganz Deutschland auf den Plan. "Fünf Kübel haben wir nun schon", erzählte Winnemöller. Menschen von Norddeutschland bis Bayern hätten neue Gefäße geschickt.

Auslöser der Affäre Blumenkübel war ein Bericht mit Foto im Lokalteil der "Münsterschen Zeitung" über einen umgekippten, zerbrochenen Blumenkübel vor dem Altenheim gewesen. ("Fassungslos waren die Bewohner des Antoniusstift, als sie am Dienstagmorgen vor die Tür sahen.") Die Netzgemeinde, stets auf der Suche nach neuen Späßen, hatte sich daraufhin mit Verve auf die Blumenkübel-Geschichte gestürzt. Binnen weniger Stunden wurde der kaputte Kübel auf Twitter zum Star und erhielt sogar eine eigene Facebook-Fanseite.

Hype könnte weitere Übeltäter abschrecken

Besser als das Original werden die neuen Kübel allerdings nicht behütet. "Das war die Zerstörungswut einiger Jugendlicher", mutmaßt Winnemöller. Das Altenheim hofft, dass der Internet-Hype weitere Übeltäter abschreckt. Trotz eines "Bekennervideos" auf der Internetplattform YouTube fehlt von den Tätern jede Spur. "Wir gehen nicht davon aus, dass es sich dabei um die wahren Täter handelt", sagte ein Sprecher der zuständigen Kreispolizei in Steinfurt. "Wir ermitteln weiter."

Quelle: n-tv.de, dpa

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