Panorama

Ist ein Ende in Sicht? USA zählen mehr als 100.000 Corona-Tote

US-Präsident Trump nimmt die Coronavirus-Pandemie lange nicht ernst. Dann hofft er, dass die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 unterhalb der Marke von 100.000 bleibt. Diese Hoffnung wurde nun jäh zerstört.

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA mehr als 100.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus ums Leben gekommen. Das ging aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Laut Zählung der "New York Times" starben mindestens 100.046 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19.

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Die Zahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie in den USA lag nach Angaben der Universität bei rund 1,7 Millionen. Weltweit sind demnach mehr als 5,6 Millionen Fälle registriert worden - bei mehr als 350.000 Toten. Erst am Montag vergangener Woche war in den USA die Zahl von 90.000 Toten überschritten worden.

Noch vor einigen Wochen war das Institut IHME der Universität Washington in Seattle davon ausgegangen, dass sich die Opferzahl in den USA im Hochsommer bei etwa 90.000 stabilisieren würde. Mittlerweile gehen die IHME-Wissenschaftler davon aus, dass die Zahl der Toten in den USA bis Anfang August auf rund 132.000 ansteigen könnte. Das IHME-Modell wird immer wieder aktualisiert - auch, weil die US-Bundesstaaten Eindämmungsmaßnahmen inzwischen lockern.

Trump und die Prognosen

Das Weiße Haus hat das IHME-Modell mehrfach für seine eigenen Prognosen herangezogen. Trump selber hatte zu Monatsbeginn gesagt, er hoffe, dass die Zahl der Toten in den USA unter 100.000 bleiben würde. Mitte April hatte Trump erklärt, seine Regierung rechne mit 60.000 bis 65.000 Toten infolge der Coronavirus-Epidemie in den USA.

Wissenschaftler des Imperial College in London, deren Prognosen Trump in der Krise wiederholt zitiert hat, warnten am vergangenen Donnerstag, das Virus sei in den meisten US-Bundesstaaten noch nicht unter Kontrolle. Sollte die Mobilität von Menschen in den USA ohne weitere Kontrollmaßnahmen wieder zunehmen, sei mit einem bedeutenden Wiederaufflammen der Epidemie zu rechnen. Schätzungen zufolge könnte sich die Zahl der Toten dann binnen zwei Monaten mehr als verdoppeln.

Quelle: ntv.de, bad/dpa