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Glas mit Fausthieben zerstörtÜberwachungsvideos des Louvre-Diebstahls veröffentlicht

19.01.2026, 13:53 Uhr
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Die "Parure de la Reine Marie-Amelie et de la Reine Hortense" (Schmuckstücke der Königin Marie-Amelie und der Königin Hortense) waren Teil der Beute beim Louvre-Diebstahl. (Foto: picture alliance/dpa/AFP)

Neue Überwachungsvideos zeigen den genauen Ablauf des Kronjuwelen-Diebstahls im Louvre: In weniger als vier Minuten schlagen die Täter Vitrinen ein, Museumsaufseher zögern - die Beute im Wert von 88 Millionen Euro ist bis heute verschwunden.

Rund drei Monate nach dem spektakulären Kronjuwelen-Diebstahl im Pariser Louvre-Museum haben französische Medien erstmals Aufnahmen von Überwachungskameras veröffentlicht. In den von den Sendern TF1 und France Télévision gezeigten Videos ist gut zu erkennen, wie zwei Männer im Apollosaal des Louvre zu den Schmuckvitrinen stürmen und dort das Glas mit Trennschleifern und Fausthieben einschlagen, bevor sie in aller Eile Schmuckstücke zusammenraffen.

Zu sehen sind auch vier Aufseher, die die Szene aus wenigen Metern Entfernung beobachten. Einer von ihnen ergreift einen für Absperrungen vorgesehenen Metallständer und macht ein paar Schritte auf die Täter zu, zieht sich dann aber unentschlossen wieder zurück.

Einer der Täter trägt eine neongelbe Warnweste und eine Sturmhaube, der andere einen Motorradhelm. Als die beiden sich die Taschen vollgestopft haben, laufen sie zurück zum Balkon, über den sie mithilfe eines Lastenaufzugs in das Museum eingedrungen waren. Dabei lässt einer der beiden mehrere Schmuckstücke fallen, die er schnell vom Boden aufhebt. Die ganze Szene wirkt eher dilettantisch als eine Tat von Profis.

Beute wird weiter vermisst

Der Einbruch dauerte nach Angaben der Ermittler weniger als vier Minuten. Die alarmierten Sicherheitskräfte kamen etwa eine halbe Minute zu spät, um die Diebe zu stoppen.

Die beiden Täter und zwei Komplizen befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft, von der Beute fehlt weiterhin jede Spur. Befragungen der Festgenommen hätten keine neuen Erkenntnisse gebracht, sagte die Pariser Staatsanwältin Laure Beccuau zuletzt am Freitag. Unklar ist demnach weiterhin, ob die Diebe Auftraggeber hatten.

Bei dem Einbruch am 19. Oktober hatten die Diebe Kronjuwelen im materiellen Wert von etwa 88 Millionen Euro und unschätzbarem historischen Wert gestohlen. Bei ihrer Flucht hatten die Diebe eine Krone verloren. Acht weitere Schmuckstücke bleiben verschwunden, darunter eine mit Smaragden und Diamanten besetzte Kette, die Napoleon Bonaparte seiner zweiten Ehefrau Marie-Louise geschenkt hatte.

Experten gehen davon aus, dass Hehler die Edelsteine herausgebrochen und das Gold eingeschmolzen haben. Laut Medienberichten waren in den gestohlenen Diademen, Ohrringen und Ketten insgesamt rund 8500 Diamanten und 200 Perlen verarbeitet.

Quelle: ntv.de, dsc/AFP

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