Panorama

Genaue Untersuchung steht ausUmweltamt gibt bei "Polonium"-Fläschchen leichte Entwarnung

06.04.2026, 14:43 Uhr
Einsatzkraefte-der-Feuerwehr-sind-unteranderem-mit-einem-GW-Messtechnik-Einsatzfahrzeug-in-einem-Wohngebiet-Zwei-Maenner-finden-bei-der-Ostereiersuche-im-Garten-ein-Flaeschchen-mit-der-Beschriftung-Polonium-Ob-der-potenziell-lebensgefaehrliche-radioaktive-Stoff-in-dem-Flaeschchen-ist-bleibt-zunaechst-unklar
Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit 138 Einsatzkräften und 41 Fahrzeugen vor Ort. (Foto: picture alliance/dpa/-)

Bei der Ostereiersuche finden zwei Männer nordwestlich von Stuttgart ein verdächtiges Fläschchen. Auf dem Etikett steht "Polonium 210" - ein Strahlengift. Die Untersuchungen laufen noch, das Umweltbundesamt gibt aber eine erste Einschätzung.

Nach dem Fund eines Fläschchens mit der Aufschrift "Polonium 210" in Vaihingen an der Enz und einem Großeinsatz von Spezialisten gibt das baden-württembergische Umweltministerium vorsichtig eine erste Entwarnung. "Die erste Einschätzung von unseren Fachleuten ist, dass es sich bei dem Fund nicht um Polonium 210 handelt", sagte eine Sprecherin. "Sicher ist das aber noch nicht", betonte sie. 

Der Fund werde nun in die Landesanstalt für Umwelt (LUBW) nach Karlsruhe gebracht und soll am Dienstag genauer untersucht werden. Zwei Männer hatten bei der Ostereiersuche in Vaihingen an der Enz nordwestlich von Stuttgart in einem Garten ein verdächtiges Fläschchen mit einem entsprechenden Etikett. Die Männer seien unverletzt, sagte Kreisbrandmeister Andy Dorroch. 

Speziell zum Strahlenschutz geschulte Einsatzkräfte hatten die Flasche am Ostersonntag vorläufig geprüft. Zunächst konnte keines der Messgeräte eine radioaktive Strahlung feststellen. Dennoch schätzten Feuerwehrleute das Fläschchen und den Inhalt aufgrund des Aussehens und Gewichts als echt ein. Das Umweltministerium transportierte die Flasche ab.

"Für die Bürgerinnen und Bürger ist es beruhigend zu wissen, dass im Fall der Fälle verlässliche Abläufe für größtmögliche Sicherheit sorgen", sagte Oberbürgermeister Uwe Skrzypek-Muth. "Natürlich würden wir aber sehr viel lieber mit den Sonnenseiten unseres schönen Städtchens in die Schlagzeilen kommen, als mit einem äußerst seltenen Strahlenschutzeinsatz, der sich hoffentlich als Fehlalarm herausstellen wird."

Polonium 210 ist ein potenziell tödliches Strahlengift. Laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ist der Stoff vor allem dann gefährlich, wenn er eingeatmet oder aufgrund offener Wunden über die Haut aufgenommen wird. Der Kritiker von Kremlchef Wladimir Putin und frühere Geheimdienstoffizier Alexander Litwinenko starb 2006 in London nach einem Anschlag mit Polonium 210.

Quelle: ntv.de, hny/bho/dpa

Baden-WürttembergFeuerwehr