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Odyssee durch Londoner Banken Ururenkelin von Queen Victoria sucht Juwelen

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India Hicks ist nach ihrer Modelkarriere inzwischen Unternehmerin.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Für den Familienschmuck der meisten Menschen reicht ein Kästchen in der Wohnzimmerkommode. Doch bei den Nachkommen der britischen Queen Victoria ist ein Banksafe schon sicherer. Aber bei welcher Bank war das noch?

Eine britische Aristokratenfamilie hat ihren Familienschmuck nach einer aufwendigen Suche wiedergefunden. India Hicks stammt aus einer Familie mit einem beeindruckenden Stammbaum. Das frühere britische Model ist die Tochter von Lady Pamela Mountbatten und David Nightingale Hicks und damit eine Nachfahrin von Queen Victoria.

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In der illustren Familiengeschichte sammelte sich auch einiges an Schmuck an, über dessen Verbleib Hicks ein wenig im Unklaren war. Die inzwischen 90-jährige Lady Pamela hatte zwar immer wieder betont, der Schmuck sei sicher in einem Banksafe verstaut. Leider war ihr nur mittlerweile entfallen, im Safe welcher Bank.

Der britischen "Daily Mail" erzählte India Hicks nun, wie sie sich gemeinsam mit ihrer Mutter auf die Suche machte. Die erste Anlaufstelle war eine Bank, in der Lady Pamela seit mehr als 60 Jahren Kundin ist. Der Schmuckkoffer wurde ausführlich beschrieben und gesucht, während Mutter und Tochter mit Cappuccino bewirtet wurden. In den Schließfächern dieser Bank fand sich tatsächlich ein Koffer der Familie, er enthielt jedoch lediglich eine eigenartige Kopfbedeckung und nicht die Juwelen.

Die Besuche in zwei weiteren Banken blieben erfolglos. Nach einer angemessenen Teepause, in der Lady Pamela noch einmal in ihren Erinnerungen kramte, wurde ein weiteres Geldhaus für einen Besuch in den Blick genommen. Schon als die alte Dame mit ihrem Rollstuhl über eine Drehtür in die Bank kam, beteuerte sie, hier einen Safe zu haben.

Seit der Anmietung des Schließfachs hatte sich bei der Bank allerdings einiges getan. Auch das Personal hatte sich verändert. Ein junger Mitarbeiter fragte nach Daten fürs Online-Banking und erntete lediglich Kopfschütteln. Ohne diese Daten war jedoch ein Zugriff auf das System nicht möglich und damit auch nicht die Antwort auf die Frage nach dem Juwelenkoffer.

Nach längeren Verhandlungen arbeiteten sich die Frauen schließlich bis zu Filialleiterin vor, die sich von einem winzigen Messingsschlüssel, der Beschreibung des Koffers und dem Pass der Ururenkelin von Queen Victoria überzeugen ließ, nach dem Schmuck zu suchen. Einige Stunden später waren die Juwelen gefunden. Der Messingschlüssel versagte jedoch nach all den Jahrzehnten, ein Haushandwerker musste die Kiste aufbrechen. In ihr befand sich der gesammelte Familienschmuck, unter anderem aus der Zeit, als Hicks Großmutter Vizekönigin von Indien war.

Quelle: n-tv.de, sba

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