Panorama

Unglück in Connecticut Weltkriegsbomber stürzt ab

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Das Flugzeug gehörte einer Stiftung.

(Foto: dpa)

Schwarzer Rauch steigt über dem Flughafen Bradley auf: Im US-Bundesstaat Connecticut stürzt ein historischer viermotoriger Bomber ab. An Bord sollen sich 13 Menschen befunden haben. Lokale Medien berichten von mehreren Toten.

In den USA ist ein restaurierter Weltkriegsbomber beim Landeanflug auf auf den Regionalflughafen Bradley im im Bundesstaat Connecticut verunglückt. In dem historischen Militärflieger vom Typ Boeing B-17 "Flying Fortress" sollen sich zum Unglückszeitpunkt drei Besatzungsmitglieder und zehn Passagiere befunden haben, wie die Polizei mitteilte.

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Hier zu sehen: Ein anderer Bomber vom Typ Boeing B-17.

(Foto: dpa)

Die Lokalzeitung "Hartford Courant" sprach von mindestens fünf Toten und neun Schwerverletzten. Unter den Verletzten sei auch ein Mitarbeiter des Flughafens Bradley. Das viermotorige Propellerflugzeug krachte offenbar in einen Hangar. Bilder vom Unglücksort zeigten das Wrack der B-17 und aufsteigenden Rauch, die Feuerwehr war mit zahlreichen Fahrzeugen und Rettungskräften im Einsatz.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA erklärte, der Flughafen sei wegen des Unglücks vorübergehend für An- und Abflüge geschlossen. Wenige Stunden später konnte eine Landebahn wieder freigegeben werden. Gouverneur Ned Lamont sprach den Angehörigen der Verletzten sein Mitgefühl aus und versprach eine gründliche Untersuchung des Vorfalls.

Ein achtköpfiges Team der Flugsicherheitsbehörde NTSB wurde entsandt, um den Vorfall zu untersuchen und Hinweise zur Absturzursache zu ermitteln. Senator Richard Blumenthal erklärte, es müsse nun auch geprüft werden, ob für die 17 übrigen in den USA zugelassenen Flugzeuge des gleichen Typs Konsequenzen gezogen werden müssten.

Dem Flughafen zufolge gehörte die Maschine vom Typ B-17, bekannt als "Fliegende Festung", der Collings-Stiftung, die sich unter anderem um die Geschichte der Luftfahrt bemüht und mehrere historische Flugzeuge betreibt. Die Internetseite der Stiftung war am Abend des Unglücks zeitweise nicht erreichbar. Einer archivierte Version der Seite zufolge war die in Connecticut abgestürzte B-17 im Jahr 1945 fertiggestellt worden. Die Maschine kam damit zu spät, um im Zweiten Weltkrieg noch Kampfeinsätze zu fliegen.

1952 wurde das verunglückte Flugzeug vom US-Militär im Rahmen von Nukleartests drei Atombombenexplosion ausgesetzt. Jahre später wurde das Flugzeug als Teil einer Schrottladung verkauft. Rund 20 Jahre diente die B-17 dann als Feuerwehrflugzeug, bevor sie 1986 von der Collings-Stiftung erworben und wieder als flugfähiger Weltkriegsbomber restauriert wurde.

Quelle: n-tv.de, hul/dpa

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