Panorama

Langjährige Direktorin gehtWiener Hofreitschule sucht neuen Chef

07.10.2018, 07:25 Uhr
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Dereinst holten die Habsburger nur die besten Lipizzaner-Hengste nach Wien. (Foto: picture alliance / dpa)

Die Hofreitschule in Wien gehört zu den Touristenattraktionen in der österreichischen Hauptstadt. Die Geschichte der Stallungen nahe der Hofburg reicht mehrere Jahrhunderte zurück. Nun steht in der traditionsreichen Einrichtung ein Führungswechsel an.

Die Spanische Hofreitschule in Wien verliert zum Ende des Jahres ihre langjährige Generaldirektorin. Wie die Hofreitschule und das Tourismusministerium mitteilten, wird Elisabeth Gürtler die Geschäftsführung auf eigenen Wunsch hin verlassen. Einen Nachfolger gibt es bisher noch nicht.

Gürtler führte die Traditionseinrichtung in der österreichischen Hauptstadt seit Dezember 2007. Davor war sie lange Chefin des Hotels Sacher. Lange Zeit organisierte sie zudem den Wiener Opernball. Erst im vergangenen Jahr hatte sie ihren Vertrag bei der Hofreitschule um fünf Jahre verlängert. "Elisabeth Gürtler hat die Hofreitschule in ihrer Amtszeit maßgeblich geprägt, stetig weiterentwickelt und sie in vielerlei Hinsicht auf neue Beine gestellt", sagte die zuständige Ministerin Elisabeth Köstinger.

Das Spektakel rund um die Pferde gehört zu den Touristen-Attraktionen in Österreich. Jedes Jahr besuchen mehr als 300.000 Menschen die meist ausverkauften Vorstellungen in Wien, das Gestüt in Piber oder das Trainingszentrum im niederösterreichischen Heldenberg. Die Hofreitschule gehört zum immateriellen Kulturerbe der Unesco.

Die Geschichte der Spanischen Hofreitschule geht zurück bis ins Jahr 1565. In den Stallungen wurden die "Leibpferde der Habsburger" untergebracht, wie die Einrichtung selbst angibt. Ursprünglich stammten die Tiere aus Spanien. Im Hofgestüt der Habsburgmonarchie begann unter Erzherzog Karl II. Ende des 16. Jahrhunderts mit importierten Pferden die Zucht einer neuen Rasse. Deren Name - Lipizzaner - geht zurück auf die Lage des Hofgestüts im heute in Slowenien liegenden Dorf Lipicanec (Lipica). Die besten Hengste der Zucht wurden dann für den Wiener Hof ausgewählt.

Quelle: jwu/dpa

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