Panorama

"Schneise der Verwüstung" Wirbelsturm beschädigt Häuser nahe Kiel

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Beschädigtes Gebäude in Schwentinental bei Kiel.

(Foto: dpa)

Auch der hohe Norden Deutschlands wird vom Herbst-Sturmtief erfasst. Bei Kiel sorgt ein Wirbelsturm für zahlreiche Schäden an Gebäuden. Laut Feuerwehr hinterlässt er eine 100 Meter breite Schneise der Verwüstung. Verletzt wird dabei jedoch niemand. Offen ist noch, ob es sich um einen Tornado handelte.

Ein Wirbelsturm hat schwere Schäden in der Stadt Schwentinental bei Kiel angerichtet. Feuerwehr-Einsatzleiter Kai Lässig berichtete, er habe den Rüssel des Wirbelsturms selbst gesehen. Der Sturm habe im Ort eine "Schneise der Verwüstung" auf etwa 100 Metern Breite hinterlassen. Ob der Deutsche Wetterdienst (DWD) den Sturm als Tornado einstuft, werde geprüft, wenn Meldungen dazu eingegangen seien, sagte ein Sprecher.

Mehrere Häuser seien schwer beschädigt worden, berichtete Lässig weiter. Bäume seien umgestürzt und hätten Autos unter sich begraben. Verletzte gab es nach seinen Angaben nicht. Der Sturm sei gegen 7.30 Uhr aus Richtung Kiel durch den Ort gezogen. Er habe unter anderem Gartenhäuser, Wintergärten und Gewächshäuser zerstört.

Bereits Ende September hatte ein Tornado in Kiel sieben Menschen verletzt, vier davon schwer. Im Netz waren später zahlreiche Videos der Windhose aufgetaucht. Laut dem ntv-Meteorologen Björn Alexander sind Tornados auch in Deutschland nichts Ungewöhnliches - allerdings seien sie in der Regel weniger stark und weniger häufig als in den USA. Nichtsdestotrotz gebe es auch in Deutschland Jahre, die mehr als 400 Tornados beziehungsweise Tornado-Verdachtsfälle gebracht hätten.

Der aktuelle Herbststurm sorgte auch an anderen Orten in Schleswig-Holstein für umstürzende Bäume. Nach Angaben des DWD gehörte Schleswig-Holstein am Morgen allerdings zu den Bundesländern mit den geringsten Windgeschwindigkeiten in Deutschland. Die stärkste Böe wurde in Travemünde mit 89 Kilometern pro Stunde gemessen.

Quelle: ntv.de, kst/dpa

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