Iran-Krieg im Liveticker+++ 00:01 US-Vertreter: USA und Iran haben Rahmenabkommen unterzeichnet +++
US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peschkian haben eine eine Absichtserklärung zum Kriegsende unterzeichnet. Das teilt ein Vertreter der US-Regierung mit. Zuvor hatte das US-Portals "Axios" berichtet, dass Trump während seines Dinners mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron im Schloss Versailles eine gedruckte Ausfertigung der Vereinbarung persönlich unterschrieben habe.
+++ 22:57 Keine Händeschüttel-Bilder: Iran will Abkommen digital unterzeichnen lassen +++
Teheran prüft, ob das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran von den Präsidenten beider Länder digital unterzeichnet werden könnte. Dies könne "in mancher Hinsicht eine bessere Option sein", sagt Außenamtssprecher Ismail Baghai dem Staatssender Irib. Das für Freitag geplante Treffen der beiden Seiten in der Schweiz soll laut Baghai dennoch wie vorgesehen stattfinden. "Alle möglichen Aspekte werden in diesem Zusammenhang überprüft, und wir streben eine Sitzung ohne überflüssige Nebensächlichkeiten an", fügte er hinzu. Beobachtern zufolge will der Iran in der Schweiz ein Händeschütteln mit den US-Vertretern und Bilder von der Zeremonie unbedingt vermeiden.
+++ 21:44 Ehemaliger US-Diplomat: Iran-Deal ist "strategisches Fiasko von epischen Ausmaßen" +++
Ein ranghoher ehemaliger Mitarbeiter des US-Außenministeriums hat das Rahmenabkommen seines Landes mit dem Iran als "strategisches Fiasko von epischen Ausmaßen" bezeichnet. Die Vereinbarung, die am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden soll, bedeute "den Bruch mit einer nahezu fünfzigjährigen, von beiden Parteien getragenen US-Politik gegenüber dem Iran", sagte Joel Rubin dem TV-Sender i24news. Rubin war während der Amtszeit des damaligen US-Präsidenten Barack Obama Mitarbeiter des Außenministeriums. Das Rahmenabkommen bedeute ein Ende der "Idee, dass der Iran ein negativer Akteur in der Region ist". Rubin warnte vor einem Szenario, in dem Teheran nun "Hunderte Milliarden Dollar ohne jegliche Einschränkungen übergeben werden" könnten. Man hoffe offenbar auf "irgendeine Art von besserer Einigung in den kommenden 60 Tagen, nachdem der Iran bereits bezahlt worden ist, und die Vorteile und Zugeständnisse des Abkommens schon bekommen hat", ohne sich zu einer ernsthaften Gegenleistung zu verpflichten, sagte Rubin.
+++ 21:05 US-Iran-Deal: "Pakistan hat sagenhaft gut vermittelt" +++
Angesprochen auf das Abkommen zwischen dem Iran und den USA lobt Klemens Fischer zunächst Pakistan als Vermittler des Deals. Der Politologe betont jedoch angesichts der Ergebnisse auch die Sinnlosigkeit des US-Kriegseinsatzes. Schließlich bestand zuvor bereits eine ähnliche Vereinbarung.
+++ 20:43 Statt Vance? Abkommen könnte laut Teheran von Trump und Peseschkian unterzeichnet werden +++
Der Iran prüft nach eigenen Angaben die Möglichkeit, dass das Rahmenabkommen mit den USA von US-Präsident Donald Trump und dem iranischen Staatschef Massud Peseschkian unterzeichnet wird. Bisher hätten sich Teherans Pläne für den am Freitag in der Schweiz vorgesehenen Termin nicht geändert, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei. Es gebe jedoch Überlegungen, dass das Abkommen "durch die Präsidenten beider Länder erfolgen soll". Dieser Vorschlag werde derzeit geprüft. Der Iran hatte zuvor erklärt, dass die USA bei der Zeremonie von Vize-Präsident JD Vance und der Iran durch Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf vertreten sein wird.
+++ 19:58 US-Beamter bestätigt Berichte über Inhalt von Rahmenabkommen weitgehend +++
Vor der offiziellen Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran an diesem Freitag hat ein hochrangiger US-Regierungsbeamter den vorab von Medien verbreiteten Wortlaut des Dokuments weitgehend bestätigt. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Weißen Haus erfuhr, zielt das Abkommen auf die "sofortige und dauerhafte Beendigung der militärischen Operationen an allen Fronten, einschließlich im Libanon", ab. Nach der Unterzeichnung des Abkommens soll es keine weiteren militärischen Einsätze mehr gegeneinander geben. Beide Kriegsparteien verpflichten sich zudem laut Text, "die Souveränität und territoriale Integrität des jeweils anderen Staates zu achten und jedwede Einmischung in die inneren Angelegenheiten des anderen Staates zu unterlassen." Zudem verpflichteten sie sich, "Verhandlungen aufzunehmen mit dem Ziel, das endgültige Abkommen innerhalb von maximal 60 Tagen zu erzielen". Diese Frist könne allerdings im gegenseitigen Einvernehmen verlängert werden. Die gegen den Iran gerichtete US-Seeblockade soll demnach innerhalb von 30 Tagen "vollständig" aufgehoben und das US-Militär in der Region abgezogen werden. Der US-Beamte betonte, dass die US-Streitkräfte dort auf das Vorkriegsniveau reduziert werden sollen. Handelsschiffe sollen ferner 60 Tage lang in der Lage sein, die Straße von Hormus sicher und gebührenfrei befahren zu können.
+++ 19:28 Trump betont gutes Verhältnis zu "untergeordnetem Partner" Netanjahu +++
US-Präsident Donald Trump beteuert trotz des Streits über die israelischen Angriffe im Libanon, ein sehr gutes Verhältnis zum israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu zu haben. "Bibi Netanjahu ist ein guter Mann, er ist nur manchmal etwas übereifrig", sagt Trump. "Wir haben eine unglaubliche Partnerschaft, er ist ein unglaublicher Regierungschef." Es gebe lediglich einen "kleinen Streit" über die israelischen Angriffe im Libanon, sagt Trump. Israel könne bei seinem Vorgehen gegen die von Teheran unterstützte Hisbollah-Miliz etwas zurückhaltender sein. Trump bezeichnet Netanjahu aber auch als "sehr untergeordneten Partner", die USA seien der leitende Partner. Das harte Vorgehen Israels im Libanon gefährdet die Bemühungen Trumps, den Krieg gegen den Iran zu beenden.
+++ 18:43 Merz: "Israel darf nicht zum Konflikttreiber werden" - keine Sorge über Sabotage durch Netanjahu +++
Kanzler Friedrich Merz äußert sich besorgt über eine mögliche weitere Eskalation des Konflikts zwischen Israel und dem Libanon - und ruft zur Mäßigung auf. "Wir haben Verständnis für das Sicherheitsinteresse Israels. Aber das darf nicht so weit gehen, dass ein ganzer Staat in der Nachbarschaft destabilisiert wird", sagt der CDU-Chef zum Abschluss des G7-Gipfels im französischen Évian der ARD. Auf die Frage, ob er die Sorge habe, dass der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ein Interesse daran habe, dass das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran nicht zustande komme, sagt Merz: "Die Sorge habe ich nicht." Der Kanzler fügte jedoch hinzu: "Israel darf nicht zum Konflikttreiber werden, sondern muss eine aktive Rolle einnehmen, den Konflikt jetzt zu beenden." Optimistisch äußert sich Merz über die Erfolgsaussichten der Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump, die für den weltweiten Öl- und Gashandel und damit die Energieversorgung wichtige Straße von Hormus werde demnächst wieder frei befahrbar sein. Nach dem, was man wisse und was die US-Regierung sage, werde die Meerenge "im Verlauf der nächsten Tage wieder vollständig geöffnet, auch ohne Gebühren".
+++ 17:55 Trumps Deal ist ein "1:0 für das iranische Regime" +++
Die USA und der Iran wollen am Freitag ein Abkommen unterzeichnen, das den Krieg beenden soll. Die Lage für die Weltwirtschaft wird sich damit vermutlich verbessern - die der Menschen im Iran jedoch nicht, wie Journalist Bamdad Esmaili erklärt.
+++ 17:15 Drohne explodiert neben Panzer: Fünf israelische Soldaten bei Hisbollah-Angriff im Libanon verletzt +++
Laut einem Bericht der israelischen Zeitung "Times of Israel" sind bei Explosionen im Südlibanon fünf israelische Soldaten verletzt worden, einer von ihnen schwer. Die Explosionen seien von Drohnen der Hisbollah ausgelöst worden, von denen eine neben einem israelischen Panzer eingeschlagen sei, hieß es. Demnach explodierte eine zweite Drohne wenig später an einem Fahrzeug, mit dem vier verwundete Soldaten abtransportiert wurden. Dabei sei ein weiterer Soldat verletzt worden. Trotz eines Rahmenabkommens der USA und des Irans über ein Kriegsende an allen Fronten läuft der Krieg im Libanon weiter. Dabei wurden bei einem israelischen Luftangriff im Raum der Stadt Nabatäa am Dienstag mindestens vier Menschen getötet, wie die Staatsagentur NNA berichtete. Einige örtliche Medien berichteten von mindestens sechs Todesopfern. Israels rechtsextremer Polizeiminister Ittamar Ben-Gvir hatte Anfang der Woche gesagt, dass Israel trotz des Abkommens nicht damit aufhören dürfe, Häuser im Süden des Libanon zu zerstören.
+++ 16:35 Trump weist US-Beteiligung an geplantem Milliardenfonds für Iran zurück +++
US-Präsident Donald Trump erteilt einer finanziellen Beteiligung der USA an dem geplanten milliardenschweren Fonds für den Wiederaufbau des Iran eine Absage. "Wir investieren nicht, wir stellen nicht einmal zehn Cent bereit", sagt Trump am Rande des G7-Gipfels in Frankreich. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person hatte der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, dass im Rahmen eines geplanten Abkommens zwischen den USA und dem Iran ein privater Investitionsfonds von 300 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau des Landes vorgesehen sei. Mehr als die Hälfte dieser Summe sei zugesagt, hieß es. Der Fonds solle beiden Seiten einen wirtschaftlichen Anreiz bieten, ein endgültiges Abkommen zu schließen. Der geplante "Fonds für Wiederaufbau und Entwicklung" ist dem Insider zufolge ein rein privates Investitionsinstrument ohne staatliche Gelder oder Zuschüsse. Unternehmen aus den USA, Südkorea, Japan, Singapur, Malaysia, den Golfstaaten, Südamerika und Afrika haben demnach Zusagen gemacht.
+++ 15:40 Wadephul sieht weiter "Unklarheit" bei USA-Iran-Vereinbarung - noch kein Mandat +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul hält eine Entscheidung über eine Beteiligung der Bundeswehr an der Sicherung der Straße von Hormus wegen anhaltender Unklarheit über die Voraussetzungen für verfrüht. Bedingung für ein entsprechendes Bundeswehrmandat sei, dass die Bundesregierung über den Inhalt der Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Kriegs unterrichtet werde. Dies bedeute, "dass ich nicht nur aus Pressemitteilungen, sondern ganz offiziell die 14 Punkte von den USA und Iran kennen möchte", sagt Wadephul. "Ich möchte wissen, was der Inhalt ist - und Deutschland muss wissen, ob eine derartige Mission dort in diesem Seegebiet möglich ist", so der Bundesaußenminister. "Das heißt, dass die Anrainerstaaten dazu ihr Einverständnis geben. Dazu gibt es bisher mindestens Unklarheit, von iranischer Seite sogar ablehnende Worte."
+++ 14:45 Feuer gelegt: Israelische Siedler greifen Moscheen im Westjordanland an +++
Israelische Siedler haben im Westjordanland laut palästinensischen Angaben zwei Moscheen angegriffen und teilweise in Brand gesetzt. Der Bürgermeister des Dorfes Dschildschilija, Osama Abdullah, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Siedler hätten in der Nacht Feuer im Waschraum der Moschee gelegt, das Gotteshaus selbst beschädigt und feindliche Slogans auf die Wände geschmiert. Der palästinensische Zivilschutz konnte den Brand nach eigenen Angaben mit Hilfe von Dorfbewohnern löschen. AFP-Journalisten sahen vor Ort Brandspuren und Spuren von Vandalismus. Außerdem waren auf Hebräisch Worte wie "Rache", "Die Nacht der Moscheen" und "Grüße von der Hügeljugend" auf die Wände geschrieben worden. Die Hügeljugend ist eine Bewegung extremistischer jüdischer Siedler. Weniger als zehn Kilometer von Dschildschilija entfernt wurde in der Ortschaft Al-Masraa al-Nubani nach örtlichen Angaben ebenfalls ein Brandanschlag auf eine Moschee verübt. Siedler hätten einen Molotow-Cocktail auf die Moschee geworfen, die Flammen hätten aber nur einen Teil des Gebäudes getroffen, sagte Bürgermeister Saad Dagher der AFP.
+++ 13:57 Trump warnt Mullahs: USA werfen wieder Bomben, wenn sie sich nicht benehmen +++
Zwei Tage vor einer geplanten Unterzeichnung des Iran-Rahmenabkommens droht US-Präsident Donald Trump dem Land erneut. "Wenn sie sich nicht benehmen, werden wir direkt wieder damit beginnen, Bomben mitten auf ihre Köpfe zu werfen", sagt Trump am Rande des G7-Gipfels am Genfersee. Trump hatte in den vergangenen Wochen ähnlich gedroht. In der Schweiz soll am Freitag das bereits digital unterschriebene Abkommen bei einem direkten Treffen der Parteien bei einer Zeremonie unterzeichnet werden. Es wird bislang nicht damit gerechnet, dass Trump dabei sein wird, er will seinen Vize JD Vance schicken.
+++ 13:24 Mandat für Bundeswehreinsatz in Straße von Hormus wohl vor der Sommerpause +++
Kanzler Friedrich Merz geht davon aus, dass der Bundestag unmittelbar vor der parlamentarischen Sommerpause im Juli über das für einen möglichen Bundeswehreinsatz in der Straße von Hormus nötige Mandat entscheiden wird. Die Bundesregierung sei bereit, eine Feuerpause oder einen Waffenstillstand abzusichern und bereite einen entsprechenden Mandatstext vor, betont der CDU-Chef am Rande des G7-Gipfels der führenden demokratischen Wirtschaftsmächte in Evian. Ein Einsatz stehe aber "unter dem Vorzeichen einer ganzen Reihe von Voraussetzungen, die noch nicht erfüllt sind", fügt Merz hinzu. "Deswegen gibt es da auch keine unmittelbare Eile."
+++ 12:51 "Wohl gefährlichste Mission in Geschichte der Bundeswehr" +++
Am Freitag soll ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran unterzeichnet werden. Damit soll auch die Straße von Hormus wieder geöffnet werden. An der Sicherung der Meerenge könnte die Bundeswehr beteiligt sein. Militärexperte Ralph Thiele betont die Gefahren der Mission.
+++ 12:15 Rutte: Öffnung der Straße von Hormus ist "gewaltiger Fortschritt" +++
Nato-Generalsekretär Mark Rutte begrüßt das Abkommen zur Beendigung des Irankriegs zwischen Washington und Teheran. "Die Wiederherstellung der freien Durchfahrt durch die Straße von Hormus wird ein gewaltiger Fortschritt sein", sagt Rutte bei einer Pressekonferenz in Brüssel. Viele Verbündete stünden bereit, Unterstützung zu leisten. "Das Vorgehen der USA, um die Gefahr eines nuklear bewaffneten Iran abzuwenden und seine Fähigkeiten im Bereich ballistischer Raketen zu verringern, stärkt unser aller Sicherheit", betont Rutte. Das von US-Präsident Donald Trump ausgehandelte Abkommen habe die Möglichkeit geschaffen, "sicherzustellen, dass der Iran niemals in den Besitz einer Nuklearwaffe gelangt".
+++ 11:39 IEA: Ölvorräte in OECD-Ländern wegen Iran-Kriegs auf niedrigstem Stand seit 1990 +++
Der Iran-Krieg hat sich erheblich auf die Ölvorräte vor allem der Industriestaaten ausgewirkt. "Trotz des deutlichen Rückgangs der Ölnachfrage (...) schrumpfen die Vorräte weiterhin in Rekordtempo", teilt die IEA in ihrem Monatsbericht mit. Demnach fielen die Ölreserven in den Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im Mai auf den niedrigsten Stand seit 1990. Die erfassten weltweiten Lagerbestände sanken laut IEA infolge des Iran-Krieges bis zum 12. Juni um 252 Millionen Barrel. Allein in den OECD-Staaten wurden 163 Millionen Barrel entnommen. Die Regierungen dieser Länder zapften demnach ihre Bestände an, um die Blockade der Rohöllieferungen aus der Golfregion während des Krieges auszugleichen.
+++ 11:06 G7-Staaten pochen auf kostenlose und freie Fahrt durch Straße von Hormus +++
Die G7-Staaten pochen auf eine kostenlose und freie Durchfahrt der Schiffe durch die Straße von Hormus. "Wir bekräftigen, dass das Recht auf uneingeschränkten und gebührenfreien Transitverkehr das Fundament des internationalen Handels bildet", heißt es in einer auf dem Gipfel der sieben größten westlichen Industriestaaten am Mittwoch im französischen Evian veröffentlichten Erklärung. Die Gebührenfreiheit scheint ein noch offener Punkt in der Rahmenvereinbarung zwischen den USA und dem Iran zu sein, die am Freitag offiziell unterzeichnet werden soll.
+++ 10:34 Reiche: Ende des Iran-Krieges könnte Inflation dämpfen +++
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche rechnet nach der Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA für ein Kriegsende mit einer spürbaren Entlastung für die deutsche Wirtschaft. Die bereits fallenden Energiepreise würden die Verbraucherpreise senken und damit die Inflation dämpfen, sagt Reiche. Die hohe Teuerung sei der Faktor gewesen, "der uns ein mögliches Wirtschaftswachstum sehr schwer gemacht hätte". Die Ministerin äußert sich zuversichtlich, dass sich die Lieferketten schnell wieder entspannen würden. Dies gelte nicht nur für Öl und Gas, sondern auch für Chemieprodukte und Aluminium.
+++ 10:05 Nachrichtenseite veröffentlicht Text des Rahmenabkommens +++
Der von Saudi-Arabien finanzierte Nachrichtenkanal Al-Arabija hat nach eigenen Angaben den Text des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran erhalten, das am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden soll. Al-Arabija veröffentlicht die 14 Punkte des Dokuments am Dienstagabend. Auch der Finanzdienst Bloomberg publiziert einen gleichlautenden Text. Von offiziellen Seiten liegt dazu bisher keine Bestätigung vor.
+++ 09:34 "Reporter ohne Grenzen" verurteilt israelische Attacke auf Reporter +++
"Reporter ohne Grenzen" verurteilt die gezielte Attacke des israelischen Militärs auf den Journalisten Motassem Saqf al-Hayt, der für das Quds News Network arbeitet. In einem Beitrag auf X erklärt die Menschenrechtsorganisation, der Journalist habe aus Deir Abu Mashaal in der Nähe von Ramallah berichtet, als er am Fuß verletzt und mit einem Krankenwagen abtransportiert wurde. Laut dem Sender Al-Dschasira, der sich auf lokale Medien beruft, berichtete er gerade über eine Razzia der Armee in der Gegend, als er von einer Tränengasgranate am Fuß getroffen wurde.
+++ 08:58 Die G7-Staaten wollen bei Umsetzung von USA-Iran-Deal helfen +++
Die G7-Staaten begrüten das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran für ein Kriegsende. Sie seien bereit, zu dessen Umsetzung beizutragen, teilen die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden westlichen Industrienationen in einer gemeinsamen Erklärung bei ihrem Gipfeltreffen im französischen Evian mit. Um die Energiesicherheit zu gewährleisten, wollen die G7-Länder zudem ihre Lieferwege diversifizieren, die Abhängigkeit von der Straße von Hormus verringern und ihre Energievorräte aufstocken.
+++ 08:27 Berichte über neue israelische Angriffe im Südlibanon +++
Im Südlibanon soll es wieder zu israelischen Angriffen gekommen sein. Dies schreibt "The Times of Israel" unter Berufung auf libanesische Medienberichte. Demnach schlugen israelische Kampfflugzeuge in Nabatieh al-Fawqa zu und trafen die Gemeinde Ansarijeh. Von Seiten der israelischen Armee gibt es bislang keine Stellungnahme zu diesen Berichten.
+++ 07:50 NBC News: Iran feuert noch Drohnen auf Handelsschiffe ab +++
Der Iran soll seit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens mit den USA jede Nacht mehrere Drohnen auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus abgefeuert haben. Dies berichtet NBC News unter Berufung auf einen US-Beamten Dieser erklärte dem Sender, das US-Militär schieße die vom Korps der Islamischen Revolutionsgarden des Iran gestarteten Drohnen ab, bevor diese Schiffe oder Personal in der Region gefährden könnten.
+++ 07:18 Trump kritisiert Israel: "Man muss nicht jedes Mal ein Wohnhaus zerstören, nur weil man jemanden sucht" +++
US-Präsident Donald Trump übt auf dem G7-Gipfel in Frankreich ungewöhnlich offene Kritik am militärischen Vorgehen Israels gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon. "Man muss nicht jedes Mal ein Wohnhaus zerstören, nur weil man jemanden sucht", sagt Trump. In diesen Gebäuden seien viele Menschen, von denen nicht alle zur Hisbollah gehörten.
+++ 06:47 Merz lobt US-Rahmenabkommen mit dem Iran als vorbildlich +++
Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnet das von den USA ausgehandelte Abkommen mit Iran als Vorbild für die Ukraine. "Diese Einigung eröffnet jetzt eine große Chance für die Stabilität der Region und für eine Erholung der Weltwirtschaft", sagt Merz am Rande des G7-Gipfels in Evian. Er verweist auf den gesunkenen Ölpreis und den Aufschwung an den Aktienmärkten. "Ich bin zuversichtlich, dass das trägt", betont er mit Blick auf die Rahmenvereinbarung. "Alles, was wir aus dem Iran hören, deutet darauf hin, dass auch der Iran das akzeptiert, weil er einfach akzeptieren muss, dass die amerikanische militärische Überlegenheit ihm gar keine andere Wahl lässt", so der Kanzler. "Ich habe Präsident Trump gestern Abend schon gesagt: Du siehst an diesem Beispiel, dass eine klare militärische Stärke auch in der Lage ist, diplomatische Lösungen herbeizuführen." Wenn dasselbe dann auch für die Ukraine gelte, "dann haben wir vielleicht sogar an zwei kritischen Stellen in der Welt die Chance, dem Frieden etwas näher zu kommen".
+++ 06:16 Berlin bereitet offenbar raschen Marine-Einsatz in Straße von Hormus vor +++
Die Bundesregierung will offenbar handlungsfähig sein, sollte der geplante internationale Militäreinsatz zur Sicherung der Straße von Hormus rasch beginnen. Nach Informationen des "Spiegel" haben das Auswärtige Amt und das Bundesverteidigungsministerium einen Text für ein mögliches Bundestagsmandat vorbereitet. Das Kabinett könnte ihn bereits nächste Woche beschließen, wenn die Regierungsspitze bis dahin eine entsprechende politische Entscheidung trifft. Die letzte Entscheidung würde dann beim Bundestag liegen, der einem Einsatz mit einfacher Mehrheit zustimmen muss. Die Bundesregierung beabsichtigt, eine mögliche Beteiligung auf die Minenräumung zu beschränken.
+++ 05:55 US-Regierung: Pentagon setzte Musks KI-Chatbot Grok beim Iran-Krieg ein +++
Elon Musks KI-Unternehmen xAI steht angesichts einer Umwelt-Klage unter Druck, nun springt ihm die US-Regierung unter Verweis auf den Iran-Krieg bei. Sie erklärt, dass dessen KI-Chatbot Grok bei US-Angriffen auf den Iran genutzt wurde. Die Klage gegen Gasturbinen eines xAI-Rechenzentrums im Bundesstaat Tennessee bedrohe "die nationale, wirtschaftliche und Energie-Sicherheit" der USA sowie die Versorgung der KI-Infrastruktur, die von der US-Armee genutzt werde, heißt es in einer rechtlichen Stellungnahme des US-Justizministeriums. Als Beleg zitiert das Ministerium den Verantwortlichen für KI im Pentagon, Cameron Stanley. Dieser versichert unter Eid, dass im Rahmen des sogenannten Maven-Projekts ein auf Grok beruhendes Programm namens Grok Gov Model bereits bei der KI-gestützten Zielfestlegung beteiligt gewesen sei. Dies habe es der US-Armee ermöglicht, im Iran-Krieg "binnen 96 Stunden mehr als 2000 Schuss Munition gegen 2000 unterschiedliche Ziele zu richten".
+++ 04:57 Tracking-Website: Tanker exportieren wieder Öl aus dem Iran +++
Der Export iranischen Erdöls per Schiff läuft wieder an. Mehrere iranische Öltanker hätten das von der US-Marine blockierte Seegebiet verlassen, teilt die Website "TankerTrackers" mit, die über den Transport und die Lagerung von Erdöl informiert. Dies seien Irans "erste Rohölexporte seit zwei Monaten". Zunächst hieß es, die beiden iranischen Supertanker "Diona" und "Hero2" hätten das bisherige Blockadegebiet verlassen. An Bord seien insgesamt 3,8 Millionen Barrel iranisches Erdöl gewesen. Später meldet die Website die Durchfahrt eines dritten iranischen Tankers mit einer Million Barrel Öl.
+++ 03:31 Trump kritisiert israelisches Vorgehen im Libanon +++
US-Präsident Donald Trump übt auf dem G7-Gipfel in Frankreich ungewöhnlich offene Kritik am militärischen Vorgehen Israels gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon. "Man muss nicht jedes Mal ein Wohnhaus zerstören, nur weil man jemanden sucht", sagt Trump. In diesen Gebäuden seien viele Menschen, von denen nicht alle zur Hisbollah gehörten.
+++ 02:23 G7: Iran-Deal bietet "historische Chance" +++
Die G7-Staaten sehen in dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran eine "historische Chance", Teheran am Erwerb von Atomwaffen zu hindern. Der von US-Präsident Donald Trump erzielte Deal, der am Freitag von beiden Kriegsparteien unterzeichnet werden soll, könne "Frieden und Sicherheit für alle in der Region bringen", heißt es in einer Erklärung der Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfeltreffen im französischen Évian. "Wir unterstützen die Umsetzung des Abkommens und sind bereit, dazu beizutragen", heißt es in der Erklärung der G7 weiter.
+++ 00:27 Irans Armee droht nach israelischen Angriffen im Libanon mit "harter Reaktion" +++
Nach Israels Angriffen im Süden des Libanon mit mindestens vier Toten droht Irans Armee mit einer Antwort. Wenn die israelische Armee "ihre Aggression im Süden des Libanon nicht einstellt, muss sie mit einer harten Reaktion der mächtigen Streitkräfte der Islamischen Republik Iran rechnen", heißt es in einer Erklärung des Zentralkommandos der Armee. Die iranische Armee wirft Israel vor, bereits "84 Mal" gegen die Waffenruhe im Libanon verstoßen zu haben. Die israelische Armee hatte ihre Angriffe im Süden des Libanon am Dienstag ungeachtet einer zwischen den USA und dem Iran erzielten Einigung über ein Ende des Iran-Kriegs fortgesetzt.
+++ 23:17 Irans Präsident: Diplomatische Chance nicht verstreichen lassen +++
Der iranische Präsident Massud Peseschkian bezeichnet das Rahmenabkommen mit den USA, das am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden soll, als einen diplomatischen Sieg für sein Land. "Dementsprechend sollte man diese Chance, die das Land aus der aktuellen Lage herausführen könnte, nicht ungenutzt verstreichen lassen", sagt Peseschkian laut der Nachrichtenagentur Isna. Solche Gelegenheiten seien begrenzt und würden sich nicht jederzeit erneut bieten, so der Präsident. Peseschkian gilt als moderat und hat sich auch in der Vergangenheit für diplomatische Optionen stark gemacht.
+++ 22:13 "Gott sei Dank": Papst Leo lobt Abkommen zwischen Iran und USA +++
Papst Leo XIV. lobt das vorläufige Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran zur Beendigung des regionalen Krieges im Nahen Osten. "Gott sei Dank", dass die beiden Mächte ihre Vereinbarung am Freitag offiziell besiegeln wollen, so der US-Amerikaner. "Es wird noch einige Punkte zu klären geben, aber es ist immer besser, dies im Dialog und durch Verhandlungen zu tun, als wieder in den Krieg zurückzukehren", sagt das Oberhaupt der katholischen Kirche. "Ich hoffe, dass dies wirklich eine Lösung für den Krieg ist, dass der Krieg tatsächlich vorbei ist, und dass wir vorankommen können." Der Pontifex hatte im März mit seiner Kritik an dem Angriff Israels und der USA auf den Iran den Zorn von US-Präsident Donald Trump auf sich gezogen.
+++ 21:35 Insider: Abkommen sieht 300-Milliarden-Fonds für Iran vor - keine staatlichen Gelder? +++
Im Rahmen des geplanten Abkommens zwischen den USA und dem Iran ist Insiderangaben zufolge ein privater Investitionsfonds von 300 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau des Landes vorgesehen. Mehr als die Hälfte dieser Summe sei bereits zugesagt, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Der Fonds solle beiden Seiten einen wirtschaftlichen Anreiz bieten, ein endgültiges Abkommen zu schließen. Die USA und der Iran bereiten sich darauf vor, die Vereinbarung am Freitag zu unterzeichnen. Am Sonntag hatten sich beide Staaten auf einen Rahmen zur Beendigung ihres seit Februar andauernden Konflikts geeinigt. Bei dem geplanten "Fonds für Wiederaufbau und Entwicklung" handelt es sich dem Insider zufolge um ein privates Investitionsinstrument ohne staatliche Gelder oder Zuschüsse. Zusagen lägen von Unternehmen aus den USA, den Golfstaaten, Asien, Südamerika und Afrika vor, hieß es. Die Investitionen sollen in die Bereiche Energie, Logistik, Industrie und Transport fließen. Demnach werde der Fonds erst nach dem Abschluss eines endgültigen Abkommens aktiv.
+++ 21:02 Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran wird nicht in Genf unterzeichnet +++
Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran soll nun in einem Luxushotel am Vierwaldstättersee unterzeichnet werden. Das Schweizer Außenministerium bestätigte der dpa, dass dafür das Hotel auf dem Bürgenstock vorgesehen ist. Dort fand 2024 eine Ukraine-Konferenz statt. Zuerst hatten Schweizer Medien über den Ort für die Unterzeichnung berichtet. Der Vermittler Pakistan hatte als Ort dafür bislang Genf genannt. Das Bürgenstock Resort sei sowohl von den pakistanischen und katarischen Vermittlern als auch seitens der USA und des Iran als Ort des Treffens vorgeschlagen worden, erklärte das Schweizer Außenministerium. Die Hotelanlage ist schwierig zu erreichen und lässt sich daher gut absichern.
+++ 20:29 Israel greift weiter an: Vier Tote bei Luftangriffen im Libanon +++
Einen Tag nach einer zwischen den USA und dem Iran erzielten Einigung über ein Ende des Iran-Kriegs sind bei israelischen Luftangriffen im Süden des Libanon libanesischen Angaben zufolge mindestens vier Menschen getötet worden. Die Drohnenangriffe hätten sich in der Region Nabatäa ereignet, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur NNA. Demnach zielten sie auf zwei Fahrzeuge im Ort Majfadun sowie ein weiteres im nahe gelegenen Schukin. Laut einer "vorläufigen Bilanz" war die Rede von vier Toten und weiteren Verletzten. Der Iran forderte am Nachmittag Israels Abzug aus den "besetzten Gebieten" im Libanon. "Die Menschen im Südlibanon müssen in ihre Häuser zurückkehren", erklärte der iranische Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf auf Telegram.
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