Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 00:07 Russland feuert ballistische Raketen auf Kiew +++

20.08.2026, 00:01 Uhr

Russland greift Kiew mit ballistischen Raketen an. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko ruft die Bevölkerung auf, Schutzräume aufzusuchen. Unter anderem sei ein fünfstöckiges Wohngebäude beschädigt worden, außerdem gebe es Schäden auf dem Gelände eines Kinderkrankenhauses. Bewohner der Stadt berichten von Explosionen. Das Ausmaß der Schäden ist noch unklar, auch über Verletzte gibt es noch keine Informationen.

+++ 22:39 Afrikanische Staaten fordern Ende der Söldneranwerbung Russlands +++

Ghana hat Russland aufgefordert, keine seiner Bürger für den Krieg gegen die Ukraine mehr zu rekrutieren. Dies sei offiziell bei einem Treffen zwischen den Außenministern Ghanas und Russlands vorgebracht worden, schreibt Ukraines "Zentrum gegen Desinformation". Demnach habe der russische Außenminister Lawrow bestätigt, dass andere afrikanische Länder sich ähnlich geäußert haben. Auch die Behörden in Südafrika, Kenia und Botswana lehnten die Rekrutierung ihrer Bürger ab. Russland soll bis Ende 2025 rund 18.000 Bürger aus 128 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika rekrutiert haben. Mindestens 3.300 von ihnen seien ums Leben gekommen. Bis Ende dieses Jahres plane der Kreml, weitere 18.500 Ausländer zu rekrutieren, schreibt die ukrainische Behörde. Russland bietet möglichen Söldnern demnach Jobs als "Leibwächter", hohe Geldsummen, die russische Staatsbürgerschaft und anderes an.

+++ 21:52 Selenskyj stellt öffentliche Forderungen an neuen Verteidigungsminister Chmara +++

Die Ukraine hat in Jewhenij Chmara einen neuen Verteidigungsminister. Eine baldige Rückkehr des vorherigen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow, die dieser wollte, ist damit erst einmal ausgeschlossen. "Jewhenij Chmara hat durch seinen Dienst (für die Spezialeinheit des Geheimdienstes SBU) bewiesen, dass er sehr wohl weiß, dass Besatzer nicht mit leeren Versprechungen besiegt werden", lobt ihn Präsident Wolodymyr Selenskyj. "Ich erwarte vom Verteidigungsministerium, dass es den Einsatzbereich unserer Fernangriffsfähigkeiten erweitert, mit ukrainischen Waffenherstellern zusammenarbeitet, um bessere Möglichkeiten zur Verteidigung des ukrainischen Luftraums zu schaffen, und gemeinsam mit unseren Partnern die Fähigkeiten unserer defensiven und offensiven Operationen ausbaut." Zelenskyy stand wegen der Entlassung von Fedorov im vergangenen Monat unter Druck. Fedorov war eines der dienstältesten Mitglieder seines Teams und ein enger Verbündeter, seit er ihm 2019 zum Sieg bei den Präsidentschaftswahlen verholfen hatte.

+++ 21:05 Ukraine fordert von Ungarn Strafen im "Goldkonvoi"-Skandal +++

Ukraines Außenminister Andrii Sybiha lobt, dass Ungarn eine Geldwäscheuntersuchung gegen einen ukrainischen Bankkonvoi aus dem Frühjahr eingestellt hat - und fordert Folgen. "Alle, die an der Inszenierung dieser Farce und der rechtswidrigen Inhaftierung unserer Leute sowie der Beschlagnahmung von Staatseigentum beteiligt waren, müssen zur Rechenschaft gezogen werden", sagte Sybiha. Die ungarischen Behörden beschlagnahmten im März zwei Bankfahrzeuge, die von Österreich in die Ukraine unterwegs waren und eine Ladung Bargeld und Gold im Wert von etwa 82 Millionen Dollar transportierten. Sie behaupteten, sie würden wegen eines Geldwäschekomplexes ermitteln. Ungarischen Medien zufolge hatte Orbán die Beschlagnahmung des ukrainischen Goldes im damaligen Wahlkampf jedoch "aus politischen Gründen" angeordnet. Mitarbeiter der staatlichen ukrainischen Oschadbank, die die Ladung begleiteten, wurden vorübergehend festgehalten. Kiew wies alle Vorwürfe zurück und verurteilte die Beschlagnahmung als "Staatsterrorismus". Der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar ordnete am 17. Juni eine interne Untersuchung der beteiligten Regierungsbehörden an. Der "Goldkonvoi"-Skandal hatte die diplomatische Krise zwischen den beiden Ländern verstärkt. Orbán war ein Verbündeter von Russlands Präsident Wladimir Putin. 

+++ 20:47 Russische Drohnen töten ukrainische Polizisten  +++

Bei einem russischen Drohnenangriff im Norden der Ukraine sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Russland habe ein Gebäude der Nationalpolizei in Schytomyr attackiert, teilt die ukrainische Nationalpolizei mit. Zwei Polizisten seien ums Leben gekommen und mindestens 20 Menschen verletzt worden. Russland habe bei dem Angriff Drohnen mit Düsenantrieb eingesetzt. Es sei zu einem Brand auf dem Dach und im vierten Stock gekommen. 

+++ 20:11 Analysten: Krieg reißt russische Weizenexportzahlen auf tiefsten Stand seit 16 Jahren +++

Die Weizenexporte aus Russland dürften im August nach Daten der Analysten von SovEcon auf den niedrigsten Stand seit 2010 fallen. Die Exporte von 2,2 Millionen Tonnen lägen damit deutlich unter den 4,5 Millionen Tonnen zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres und wären weniger als die Hälfte des 5-Jahres-Durchschnitts von 5 Millionen Tonnen. Ursachen sind die Auswirkungen der verschärften Kämpfe in Russlands Angriffskrieg in der Ukraine auf die russischen Häfen, so das Unternehmen. "Alle Getreideterminals in Noworossijsk bleiben für die Schiffsbeladung geschlossen, während auch Taman geschlossen bleibt", schreibt SovEcon. "Mehrere weitere Massengutfrachter wurden in den letzten Tagen von Drohnen getroffen, und die Verfügbarkeit von Frachtraum bleibt stark eingeschränkt." 

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