Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 22:39 Afrikanische Staaten fordern Ende der Söldneranwerbung Russlands +++

18.08.2026, 21:20 Uhr

Ghana hat Russland aufgefordert, keine seiner Bürger für den Krieg gegen die Ukraine mehr zu rekrutieren. Dies sei offiziell bei einem Treffen zwischen den Außenministern Ghanas und Russlands vorgebracht worden, schreibt Ukraines "Zentrum gegen Desinformation". Demnach habe der russische Außenminister Lawrow bestätigt, dass andere afrikanische Länder sich ähnlich geäußert haben. Auch die Behörden in Südafrika, Kenia und Botswana lehnten die Rekrutierung ihrer Bürger ab. Russland soll bis Ende 2025 rund 18.000 Bürger aus 128 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika rekrutiert haben. Mindestens 3.300 von ihnen seien ums Leben gekommen. Bis Ende dieses Jahres plane der Kreml, weitere 18.500 Ausländer zu rekrutieren, schreibt die ukrainische Behörde. Russland bietet möglichen Söldnern demnach Jobs als "Leibwächter", hohe Geldsummen, die russische Staatsbürgerschaft und anderes an.

+++ 21:52 Selenskyj stellt öffentliche Forderungen an neuen Verteidigungsminister Chmara +++

Die Ukraine hat in Jewhenij Chmara einen neuen Verteidigungsminister. Eine baldige Rückkehr des vorherigen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow, die dieser wollte, ist damit erst einmal ausgeschlossen. "Jewhenij Chmara hat durch seinen Dienst (für die Spezialeinheit des Geheimdienstes SBU) bewiesen, dass er sehr wohl weiß, dass Besatzer nicht mit leeren Versprechungen besiegt werden", lobt ihn Präsident Wolodymyr Selenskyj. "Ich erwarte vom Verteidigungsministerium, dass es den Einsatzbereich unserer Fernangriffsfähigkeiten erweitert, mit ukrainischen Waffenherstellern zusammenarbeitet, um bessere Möglichkeiten zur Verteidigung des ukrainischen Luftraums zu schaffen, und gemeinsam mit unseren Partnern die Fähigkeiten unserer defensiven und offensiven Operationen ausbaut." Zelenskyy stand wegen der Entlassung von Fedorov im vergangenen Monat unter Druck. Fedorov war eines der dienstältesten Mitglieder seines Teams und ein enger Verbündeter, seit er ihm 2019 zum Sieg bei den Präsidentschaftswahlen verholfen hatte.

+++ 21:05 Ukraine fordert von Ungarn Strafen im "Goldkonvoi"-Skandal +++

Ukraines Außenminister Andrii Sybiha lobt, dass Ungarn eine Geldwäscheuntersuchung gegen einen ukrainischen Bankkonvoi aus dem Frühjahr eingestellt hat - und fordert Folgen. "Alle, die an der Inszenierung dieser Farce und der rechtswidrigen Inhaftierung unserer Leute sowie der Beschlagnahmung von Staatseigentum beteiligt waren, müssen zur Rechenschaft gezogen werden", sagte Sybiha. Die ungarischen Behörden beschlagnahmten im März zwei Bankfahrzeuge, die von Österreich in die Ukraine unterwegs waren und eine Ladung Bargeld und Gold im Wert von etwa 82 Millionen Dollar transportierten. Sie behaupteten, sie würden wegen eines Geldwäschekomplexes ermitteln. Ungarischen Medien zufolge hatte Orbán die Beschlagnahmung des ukrainischen Goldes im damaligen Wahlkampf jedoch "aus politischen Gründen" angeordnet. Mitarbeiter der staatlichen ukrainischen Oschadbank, die die Ladung begleiteten, wurden vorübergehend festgehalten. Kiew wies alle Vorwürfe zurück und verurteilte die Beschlagnahmung als "Staatsterrorismus". Der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar ordnete am 17. Juni eine interne Untersuchung der beteiligten Regierungsbehörden an. Der "Goldkonvoi"-Skandal hatte die diplomatische Krise zwischen den beiden Ländern verstärkt. Orbán war ein Verbündeter von Russlands Präsident Wladimir Putin. 

+++ 20:47 Russische Drohnen töten ukrainische Polizisten  +++

Bei einem russischen Drohnenangriff im Norden der Ukraine sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Russland habe ein Gebäude der Nationalpolizei in Schytomyr attackiert, teilt die ukrainische Nationalpolizei mit. Zwei Polizisten seien ums Leben gekommen und mindestens 20 Menschen verletzt worden. Russland habe bei dem Angriff Drohnen mit Düsenantrieb eingesetzt. Es sei zu einem Brand auf dem Dach und im vierten Stock gekommen. 

+++ 20:11 Analysten: Krieg reißt russische Weizenexportzahlen auf tiefsten Stand seit 16 Jahren +++

Die Weizenexporte aus Russland dürften im August nach Daten der Analysten von SovEcon auf den niedrigsten Stand seit 2010 fallen. Die Exporte von 2,2 Millionen Tonnen lägen damit deutlich unter den 4,5 Millionen Tonnen zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres und wären weniger als die Hälfte des 5-Jahres-Durchschnitts von 5 Millionen Tonnen. Ursachen sind die Auswirkungen der verschärften Kämpfe in Russlands Angriffskrieg in der Ukraine auf die russischen Häfen, so das Unternehmen. "Alle Getreideterminals in Noworossijsk bleiben für die Schiffsbeladung geschlossen, während auch Taman geschlossen bleibt", schreibt SovEcon. "Mehrere weitere Massengutfrachter wurden in den letzten Tagen von Drohnen getroffen, und die Verfügbarkeit von Frachtraum bleibt stark eingeschränkt." 

+++ 19:29 Ölexportstaat Russland muss Kraftstoffe importieren +++

Das ölreiche Russland hat nach den Worten von Vize-Ministerpräsident Alexander Nowak mit dem Import von Kraftstoff begonnen. Zu den Mengen oder Herkunftsländern habe Nowak aber keine Angaben gemacht, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Der Politiker wird zudem mit den Worten zitiert, die Regierung gehe davon aus, dass mehrere Ölraffinerien nach planmäßigen Wartungsarbeiten bald den Betrieb wieder aufnehmen würden, was das Angebot verbessern dürfte. Russland ist eigentlich Netto-Exporteur von Kraftstoffen. Zahlreiche ukrainische Angriffe auf Energieanlagen in Russland haben den vergangenen Monaten aber zu einem Rückgang der Raffinerieproduktion geführt. Dies löste landesweit Engpässe aus. Warum sich Nowak jetzt dazu äußert, ist unklar. Normalerweise werden solche sensiblen Informationen nicht öffentlich.

+++ 18:52 Putin redet offen über Kriegsschäden in Russland  +++

Bei einer Sitzung des "Rates für strategische Entwicklung und nationale Projekte" sagt Russlands Staatschef Wladimir Putin, man müsse im Krieg zerstörte "Logistik- und Lagerinfrastruktur" im eigenen Land wieder aufbauen. "In diesem Zusammenhang fordere ich die Regierung auf, ein entsprechendes Programm zu verabschieden. Es ist wichtig zu beachten, dass der Wiederaufbau der beschädigten Anlagen unter Einsatz modernster Technologien erfolgen muss." Kiew in diesem Jahr seine Angriffe auf Russland verstärkt und mit Langstreckenraketen und Drohnenschwärmen Militärindustrien und Energieanlagen ins Visier genommen. Putin verspricht, dass die ukrainischen Angriffe auf Industrie- und Infrastruktureinrichtungen zwar Schäden verursachen, jedoch keine schwerwiegenden Folgen haben würden. "Das war noch nie der Fall und wird auch nie der Fall sein. Aber sie fügen uns zweifellos Schaden zu; so viel ist klar". Die Ukraine hat mehrfach riesige Lagerhäuser bombardiert und dabei Waren im Wert von mehreren Milliarden Dollar des russischen Online-Handelsriesen Wildberries in Schutt und Asche gelegt.

+++ 18:26 Munz über US-Rapper Ye: "Man braucht jeden Rubel in den Staatskassen" +++

Russische Unternehmer sollen Putins Kriegskasse mit Milliarden aufgefüllt haben. An Unterstützung mangelt es nicht, trotz hoher Staatsschulden. Auch an seinem Image feilt Russland und holt sich US-Rapper "Ye" für zwei Konzerte nach Moskau - trotz rassistischer Äußerungen.

+++ 17:46 Bund will Reparatur von Tschernobyl-Schutzhülle kofinanzieren +++

Die Bundesregierung möchte laut Umweltminister Carsten Schneider (SPD) 50 Millionen Euro für die Reparatur der beschädigten Schutzhülle des zerstörten Atomreaktors in Tschernobyl bereitstellen. "Die beschädigte Schutzhülle muss dringend repariert werden, um langfristig die Freisetzung radioaktiven Materials zu verhindern", sagt Schneider bei einem Besuch des einstigen AKW in der Ukraine. "Deutschland wird Teil einer hierfür notwendigen internationalen Lösung sein, wie schon bei der Errichtung der Schutzhülle." Schneider zeigt sich "sehr zuversichtlich", dass der Bundestag der Bereitstellung der 50 Millionen Euro zustimmen werde. "Zugleich erwarte ich, dass weitere Staaten ebenfalls ihren Beitrag leisten werden, um die Reparatur zu ermöglichen." Schneider hat am Dienstag einen mehrtägigen Ukraine-Besuch begonnen. 

+++ 17:07 Donaustahl-Gründer lebt wegen russischem Mordkomplott im Untergrund, gibt Interview +++

Der Gründer des deutschen Waffenherstellers Donaustahl, Stefan Thumann, äußert sich in einem Interview mit stern/RTL erstmals zu einem mutmaßlichen Mordkomplott Russlands gegen ihn. "Ich liefere mir mit dem russischen Militärgeheimdienst ein Duell um mein Leben", sagt er. Er habe sein Testament gemacht, eine Organspendeerklärung, eine Patientenverfügung. "Dinge, die man eigentlich in meinem Alter noch nicht so auf dem Schirm hat", so der 39-jährige Thumann. Der Krieg in der Ukraine sei nun auch sein "ganz persönlicher Krieg". Er habe kurz vor Weihnachten 2025 von deutschen Sicherheitsbehörden Hinweise auf eine russische Geheimdienstoperation gegen ihn bekommen. "Das war ein Schock." Seither lebe er de facto im Untergrund. Der Generalbundesanwalt ließ im März zwei sogenannte Wegwerfagenten festnehmen. Sie hätten Thumann ausgespäht, mutmaßlich zur "Vorbereitung weiterer geheimdienstlicher Operationen gegen die Zielperson". Thumanns Firma Donaustahl liefert dem Militär der Ukraine Kampfdrohnen für den Krieg mit Russland. Auch Armin Papperger, Chef des Rüstungskonzerns Rheinmetall, soll Ziel eines geplanten Attentats gewesen sein. 

+++ 16:34 Auswärtiges Amt kümmert sich um in St. Petersburg festgenommenen Deutschen  +++

Vor ein paar Tage berichteten russische Exilmedien, in der russischen Stadt St. Petersburg sei ein EU-Bürger festgenommen worden, laut "Welt" und "Spiegel" ist es ein Deutscher. Das Auswärtige Amt bestätigt die Festnahme nun indirekt. Der Fall sei ihm bekannt, sagt ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Man bemühe sich, konsularische Unterstützung zu leisten. "Darüber hinaus ist es aber so, dass wir uns zu solchen konsularischen Einzelfällen, wo wir deutsche Staatsangehörige betreuen, nicht im Einzelfall äußern." Der 41-Jährige soll rund 900 Rubel (etwa 9 Euro) an die Organisation des in Haft umgekommenen Kreml-Kritikers Alexej Nawalny gespendet haben. Den Berichten zufolge wird ihm vorgeworfen, Geld an eine extremistische Organisation überwiesen zu haben. Der Mann betreibt demnach in St. Petersburg ein Fitnessstudio. Der Außenamtssprecher sagt: "Spätestens seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine wird in aller Erbarmungslosigkeit gegen jede Art von Widerstand vorgegangen." Der Fall füge sich in dieses Bild ein. "Das ist kein Trend, sondern das ist die russische Realität jeden Tag." 

+++ 15:56 Video: "Russland wirft Agenten im Fall einer Verhaftung weg" +++

Laut dem Terrorismusexperten Hans-Jakob Schindler ist die Spionage durch sogenannte Low Level Agents erst in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Er erläutert Unterschiede zu professionellen Agenten und was dieses Massenphänomen ausmacht. 

+++ 15:19 Schweiz verlängert Schutz für Ukrainer, schränkt ihn aber ein +++

Ab dem 20. August müssen Ukrainer bei einem Antrag auf "Schutzstatus S" in der Schweiz nachweisen, dass sie nicht fahnenflüchtig sind, ihre Pflichten des Militärdienstes in der kriegsgeschüttelten Heimat erfüllen und dies nachweisen. "Der vorübergehende Schutz wird seit dem 31. Juli 2026 nur denjenigen gewährt, die ihren militärischen Verpflichtungen in der Ukraine nachkommen", schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung. Es liege "im Interesse der Schweiz", sich den entsprechenden Regeländerungen der EU anzupassen. Die betreffen nur Personen, die einen neuen Antrag stellen. Das Schutzprogramm an sich, das ein temporäres Aufenthaltsrecht verleiht, wurde zugleich bis März 2028 verlängert, "da es keine kurz- oder mittelfristigen Aussichten auf einen dauerhaften Waffenstillstand in der Ukraine gibt".

+++ 14:29 Ukraine: Haben Produktionsanlagen von russischem Raumfahrtzentrum getroffen +++

Russland versucht, für militärische Nutzung neue Satellitenkonstellationen in der Erdumlaufbahn zu platzieren. Die Ukraine greift die Produktionsanlagen für die Trägerraketen an. Laut dem Generalstab der Ukraine hat sie am 15. August eine Produktionshalle im wichtigen russischen Raketen- und Raumfahrtzentrum "Progress" sowie eine Flugzeugwartungshalle im Aviakor-Werk in Samara getroffen. Mit dort produzierten Triebwerken für Trägerraketen vom Typ Sojus werden die Satelliten im Orbit stationiert. Auch eine Flugzeugwartungshalle sei beschädigt worden. Es hat sich demnach ein Brand von etwa 5000 Quadratmetern entwickelt. Der Generalstab veröffentlichte eine Luftaufnahme in seinem Telegram-Kanal.

+++ 13:55 Benzin-Engpässe in Russland verschärfen sich +++

Russlands Kraftstoffversorgung gerät zunehmend unter Druck. In Moskau und mindestens zehn weiteren Regionen kommt es zu Benzin-Engpässen, Verkaufsbeschränkungen wurden teils wieder eingeführt oder verschärft. Grund sind einem Bericht zufolge beschädigte Raffineriekapazitäten. Nach Angaben von S&P Global wurden mindestens 26 russische Raffinerien abgeschaltet, sieben davon waren Ende Juli noch außer Betrieb. Die Ölverarbeitung sank auf rund 3,6 Millionen Barrel pro Tag – den niedrigsten Stand seit Mai 2002. Laut "Kommersant" könnte sich die Lage Anfang September weiter verschärfen, wenn weitere Raffinerien in die Wartung gehen.

+++ 13:18 Nach Razzia: Selenskyj entlässt Vize-Präsidialamtschefin Mudra +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj entlässt die Vize-Chefin des Präsidialamtes, Iryna Mudra. Das auf der Website des Präsidenten veröffentlichte Dekret nennt keinen Grund für den Schritt. Kurz zuvor hatten die Antikorruptionsbehörden des Landes mitgeteilt, dass sie Ermittlungen wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen eine Gruppe führen, der auch ein stellvertretender Leiter des Präsidialamtes angehört.

+++ 12:57 Parlament stimmt Ernennung von Chmara zum Verteidigungsminister zu +++

Das ukrainische Parlament stimmt der Ernennung von Jewhenij Chmara zum neuen Verteidigungsminister zu. Für den von Präsident Wolodymyr Selenskyj nominierten Kandidaten stimmen 312 Abgeordnete, notwendig sind mindestens 226 Stimmen. Selenskyj hatte Chmara zuvor zum kommissarischen Minister ernannt, nachdem er im Juli den bisherigen Amtsinhaber Mychailo Fedorow entlassen hatte.

+++ 12:18 Selenskyj verurteilt russische "Drohnen-Safari" in Cherson +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilt den Drohnenangriff auf einen Kleinbus in Cherson als gezielte Jagd auf Menschen durch Russland. Eine solche "brutale Safari" habe "längst die Grenzen dessen überschritten, was sich ein normaler Mensch überhaupt vorstellen kann", schreibt Selenskyj bei Telegram. Es habe sich eindeutig um einen zivilen Bus gehandelt. Der Vorfall zeige den Alltag in den ukrainischen Gebieten nahe der Front. Selenskyj fordert die Verbündeten erneut auf, mehr Schutzausrüstung zu liefern sowie den Druck auf Russland durch weitere Hilfspakete und Sanktionen zu erhöhen.

+++ 11:40 Russland und Ukraine tauschen jeweils 103 Kriegsgefangene aus +++

Russland und die Ukraine tauschen erneut Kriegsgefangene aus. Es seien jeweils 103 Soldaten übergeben worden, meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. In dem seit viereinhalb Jahren währenden Krieg sind bislang Tausende Kriegsgefangene ausgetauscht worden.

+++ 11:25 Nord-Stream-Anschläge: Verdächtiger in Kroatien festgenommen +++

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Das Nord-Stream-Gasleck in der Nähe von Bornholm. (Foto: picture alliance/dpa/Danish Defence Command)

Im Zusammenhang mit den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines im September 2022 wird ein weiterer Verdächtiger gefasst. Die Bundesanwaltschaft lässt den Mann in Kroatien von dortigen Beamten festnehmen, wie die Karlsruher Behörde mitteilt.

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+++ 11:09 Korruptionsbehörde durchsucht Büros vor Votum zu Verteidigungsminister +++

Wenige Stunden vor einer entscheidenden Abstimmung über den neuen Verteidigungsminister starten die ukrainischen Antikorruptionsbehörden eine Großrazzia gegen Abgeordnete und Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj. Die Behörde Nabu und die spezialisierte Staatsanwaltschaft Sapo nennen bislang keine Einzelheiten zu den Ermittlungen. Die Razzien erhöhen den politischen Druck auf Selenskyj, der mit der Ernennung eines Nachfolgers für den entlassenen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow den Umbau seines Sicherheitskabinetts abschließen will. Fedorow hatte zuletzt trotz des Krieges Wahlen gefordert. Die Korruptionsbekämpfung gilt als wichtige Voraussetzung für einen EU-Beitritt der Ukraine.

+++ 10:32 Ukraine meldet vier Tote bei russischem Drohnenangriff auf Bus +++

In der südukrainischen Stadt Cherson ist nach Angaben der dortigen Behörden ein Bus zum Ziel eines russischen Drohnenangriffs geworden. Dabei wurden am Morgen vier Menschen getötet, wie Regionalgouverneur Olexandr Prokudin auf Telegram mitteilt. Vier weitere Personen seien verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Prokudin veröffentlicht zudem verschwommene Fotos, die einen gelben Bus mit blutverschmierten Stufen und zerbrochenen Fenstern zeigen.

+++ 09:46 Munz: Sehe Lawrow-Drohung "ernster als die Russen" +++

Lawrow droht, Russland werde seine Methoden - auch Deutschland gegenüber - "stark verschärfen". Während viele russische Blogger die Worte des Außenministers abtun, warnt ntv-Korrespondent Rainer Munz: Er erwartet zwar keinen Beschuss, dafür aber Attacken anderer Art.

+++ 09:15 Nato verstärkt offenbar Luftüberwachung rund um Kaliningrad +++

Nahe Kaliningrad und im Norden Norwegens sind am Dienstag ungewöhnlich viele Nato-Militärflugzeuge eingesetzt worden. An dem Einsatz waren nach Angaben eines Nato-Sprechers US-amerikanische und norwegische Kampfflugzeuge, ein Awacs-Aufklärungsflugzeug der Nato sowie weitere Kräfte beteiligt. Der Einsatz sei von den USA geleitet worden. Militärexperte Carlo Masala spricht auf X von einer "beträchtlichen Konzentration von Luftstreitkräften" rund um Kaliningrad. Die verstärkten Aktivitäten fallen in eine Phase hoher Spannungen zwischen der Nato und Russland.

+++ 08:27 Polin wegen Angriffs auf ukrainische Geschwister angeklagt +++

Eine Polin ist wegen eines mutmaßlich nationalistisch motivierten Angriffs auf zwei ukrainische Geschwister in Bydgoszcz angeklagt worden. Die "Kyiv Post" berichtet unter Berufung auf die polnische Nachrichtenagentur PAP, dass die 46-Jährige ein 14-jähriges Mädchen und ihren zwölfjährigen Bruder in einem Park verbal und körperlich angegriffen haben soll. Nach Angaben der Polizei missfiel der Frau und einem 34-jährigen Mann, der sie begleitete, dass die Kinder mit einer Spielzeugdrohne spielten. Polen zählt seit Beginn des Krieges zu den treuen Verbündeten Kiews, doch haben in den letzten Jahren auch die antiukrainischen Ressentiments zugenommen. Ministerpräsident Donald Tusk nannte den Vorfall einen "antipolnischen Akt".

+++ 07:39 Russland meldet Drohnenangriffe auf zwei russische Großstädte +++

Ukrainische Drohnen haben in der Nacht die russischen Regionen Tula und Nischni Nowgorod angegriffen. Der "Kyiv Independent" berichtet unter Berufung auf Überwachungskanäle von Explosionen in Nowomoskowsk und Drohnenabschüssen nahe einem Wohngebäude in Dserschinsk. Der Gouverneur der Region Tula, Dmitri Miljajew, bestätigt den Angriff und erklärt, die russische Luftabwehr habe 27 Drohnen abgefangen. Nach ersten Angaben habe es keine Schäden an Gebäuden oder Infrastruktur gegeben.

+++ 06:57 Estland prüft mögliche russische Beteiligung an Brandanschlag +++

Estland untersucht eine mögliche russische Beteiligung an einem mutmaßlichen Brandanschlag auf den Rüstungshersteller Milrem Robotics in Tallinn. Die "Kyiv Post" berichtet unter Berufung auf estnische Behörden, dass der Brand in einem Gebäude des Unternehmens vergangene Woche vorsätzlich gelegt worden sein könnte. Ministerpräsident Kristen Michal erklärt, die Verdächtigen seien identifiziert worden. Eine der Ermittlungsrichtungen betreffe einen möglichen Sabotageakt und eine Beteiligung Russlands. Milrem Robotics entwickelt unbemannte Militärsysteme, darunter das Bodenfahrzeug THeMIS, das seit 2022 auch in der Ukraine eingesetzt wird.

+++ 06:10 Bericht: Russland liefert Iran Militärgüter über Kaspisches Meer +++

Russland liefert dem Iran offenbar Munition, Drohnenkomponenten und TNT über das Kaspische Meer. Das berichtet der "Kyiv Independent" unter Berufung auf einen Bericht von NBC News. Demnach nutzten mehr als zwei Dutzend Schiffe die Schifffahrtsrouten, um iranische Vorräte aufzufüllen. Ukrainische Streitkräfte hatten nach Angaben des Sicherheitsdienstes SBU bereits am 25. Juli ein iranisches Schiff angegriffen, das Militärgüter zwischen Iran und Russland transportierte. Teheran erklärte damals, es habe sich um ein Handelsschiff gehandelt,

+++ 03:38 Weitere Drohnen auf dem Weg nach Moskau +++

Auch in dieser Nacht nehmen ukrainische Drohnen Kurs auf Moskau. Laut Bürgermeister Sergej Sobjanin wurden bislang über 20 von ihnen abgeschossen. Der Betrieb an den Flughäfen der russischen Hauptstadt wurde eingeschränkt.

+++ 01:24 Tödlicher Drohnenangriff auf Saporischschja +++

Erneut greifen die russischen Streitkräfte die Region Saporischschja an. Laut Gouverneur Ivan Fedorov ist bei einer nächtlichen Drohnenattacke auf die gleichnamige Stadt eine Person gestorben, sechs Menschen seien verletzt worden. Es seien Wohn- und andere Gebäude getroffen worden.

+++ 23:32 Selenskyj empfängt den neuen deutschen Botschafter in Kiew +++

Der neue deutsche Botschafter in der Ukraine, Boris Ruge, hat Präsident Selenskyj sein Beglaubigungsschreiben überreicht. "Wir sind sehr stolz darauf, so starke Freunde zu haben", sagte der Staatschef und dankte dabei Deutschland für die gewährte Hilfe. "Ihre Unterstützung ist die größte in Europa. Wir wissen das und erinnern uns daran", so das Staatsoberhaupt. Bei dem Empfang in der historischen Sophienkathedrale in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sei auch der Ausbau der gemeinsamen Rüstungsproduktion besprochen worden. Ruge hat seinen Dienst bereits vergangene Woche angetreten. Der 64-Jährige gilt als Außen- und Sicherheitsexperte und war zuvor als Beigeordneter Generalsekretär der Nato für Politische Angelegenheiten und Sicherheitspolitik in Brüssel tätig.

+++ 22:18 Ukrainischer Ex-Minister Fedorow ruft zu Wahlen im Krieg auf +++

Der kürzlich entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow fordert Wahlen während des Krieges. Die Nation befinde sich in einer Regierungskrise und die Korruption in Kriegszeiten müsse enden, sagt der 35-Jährige in einer Videoansprache. Es ist die erste derartige Forderung einer bedeutenden ukrainischen politischen Persönlichkeit seit Beginn der groß angelegten Invasion Russlands im Jahr 2022. Das Gesetz in der Ukraine verbietet die Abhaltung von Wahlen während des Krieges bisher. Fedorow war im Juli als Minister entlassen worden und hatte es abgelehnt, als Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj weiterzuarbeiten.

+++ 21:31 Selenskyj dankt deutschem Botschafter für "größte Unterstützung in Europa" +++

Der neue deutsche Botschafter in der Ukraine, Boris Ruge, hat nach seinem Dienstantritt Präsident Wolodymyr Selenskyj sein Beglaubigungsschreiben überreicht. "Wir sind sehr stolz darauf, so starke Freunde zu haben", sagt der Staatschef gemäß einer Mitteilung. Selenskyj dankt dabei Deutschland für die gewährte Hilfe. "Ihre Unterstützung ist die größte in Europa. Wir wissen das und erinnern uns daran", sagt das Staatsoberhaupt. Bei dem Empfang in der historischen Sophienkathedrale in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sei auch der Ausbau der gemeinsamen Rüstungsproduktion besprochen worden.

+++ 21:31 Atomenergiebehörde: Saporischschja-Angriff "Gefahr für nukleare Sicherheit" +++ 

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) ruft Russland und die Ukraine nach dem tödlichen Drohnenangriff nahe dem Kernkraftwerk Saporischschja auf, "diese nicht hinnehmbaren Handlungen unverzüglich zu beenden". AKW-Angriffe sind "eine große Gefahr für die nukleare Sicherheit", warnt IAEA-Chef Rafael Grossi. Moskau und Kiew machen sich gegenseitig für die Saporischschja-Angriffe verantwortlich.

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