Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 16:41 Selenskyj für Gipfel nach Armenien gereist +++

03.05.2026, 00:01 Uhr

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist in der armenischen Hauptstadt Eriwan gelandet, um am morgigen Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) teilzunehmen. Bei dem Treffen gehe es vor allem um die Stärkung der kollektiven Sicherheit und eine verbesserte Koordination mit allen Partnern, schreibt er auf Telegram zu Bildern seiner Landung. Mehr als 40 Staats- und Regierungschefs nehmen an dem Treffen teil, das vor allem dem informellen Austausch dient. Die armenischen Gastgeber wollen Energiesicherheit und wirtschaftliche Entwicklung, Sicherheitspolitik und die Stärkung der Demokratie zum Thema machen. Belarus und Russland sind wegen des Kriegs in der Ukraine vom Gipfel ausgeschlossen. 

+++ 16:15 Besetztes AKW meldet Drohnenattacke auf externes Strahlenlabor +++

Ein Strahlenlabor des ukrainischen Kernkraftwerks Saporischschja ist angeblich von einer Drohne angegriffen worden. Darüber habe das AKW informiert, berichtet die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien. Das AKW ist von Russland besetzt. Es sei unklar, ob das Labor, das sich außerhalb des abgesicherten Kraftwerksgeländes befindet, beschädigt wurde, heißt es von der IAEA. Die Behörde fordert Zugang zu dem Labor. Jeder Angriff in der Nähe einer Atomanlage könne ein Risiko für die nukleare Sicherheit bedeuten. Laut dem von Russland eingesetzten Kraftwerksmanagement wurde niemand verletzt.  

+++ 15:59 Ukraine zählt zehn Tote und fast 80 Verletzte an nur einem Tag +++

Die russischen Angriffe auf die Ukraine am vergangenen Tag haben zahlreiche zivile Opfer zur Folge. Zehn Menschen seien getötet worden und mindestens 76 weitere verletzt worden, schreibt der "Kyiv Independent" und verweist auf die Angaben regionaler Behörden. Russland hatte die Ukraine am Samstag mit mehreren Hunderten Drohnen attackiert, wie die ukrainischen Luftstreitkräfte mitteilten. Dem Militär zufolge schlugen allein zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen eine Rakete sowie 19 Drohnen an 15 verschiedenen Orten ein.  

+++ 15:11 Letten und Estländer erhielten letzte Nacht Handy-Warnungen +++

In Estland und Lettland hat es letzte Nacht einen Drohnen-Alarm gegeben. In den beiden an Russland grenzenden EU- und Nato-Staaten erhielten die Bewohner der grenznahen Regionen in der Nacht Handy-Warnungen über eine mögliche Bedrohung des Luftraums. Nach Angaben eines Sprechers der estnischen Armee ist eine Drohne möglicherweise kurzzeitig in den estnischen Luftraum eingedrungen, aber nach derzeitigem Kenntnisstand nicht abgestützt. Ob es sich erneut um eine fehlgeleitete ukrainische Drohne handelte, ist bisher nicht bekannt. Allerdings griffen letzte Nacht ukrainische Drohnen den russischen Ölverladehafen Primorsk an, der am Finnischen Meerbusen zwischen Finnland und Estland liegt. Bei ukrainischen Angriffen waren in jüngster Zeit wiederholt fehlgeleitete Drohnen in den Luftraum der baltischen Staaten eingedrungen und teils abgestürzt, mit denen Kiew Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen hatte. Verletzte oder größere Schäden gab es dabei nicht.

+++ 14:28 Selenskyj: Haben russisches Raketenschiff und weiteren Tanker getroffen +++

Zum ukrainischen Drohnenangriff auf den russischen Ölverladehafen Primorsk an der Ostsee nennt Präsident Selenskyj am Nachmittag weitere Einzelheiten. Neben der Infrastruktur des Ölhafens sei auch ein russisches Kriegsschiff getroffen worden, schreibt er in sozialen Medien. Es handle sich um ein Raketenschiff, das mit modernen Kalibr-Marschflugkörpern ausgestattet sei. Russland hat in der Vergangenheit mehrfach ukrainische Städte mit Kalibr attackiert. Selenskyjs Darstellung nach ist das Schiff nicht mehr einsatzfähig. Außerdem getroffen wurden ihm zufolge ein Patrouillenboot und ein weiterer Tanker der Schattenflotte. Unabhängig lassen sich die Angaben nicht überprüfen. Zuvor hatte Selenskyj Berichte über Treffer gegen zwei Öltanker der russischen Schattenflotte im Schwarzmeerhafen Noworossijsk bestätigt.

+++ 13:57 Gegenseitige Drohnenangriffe: Drei Tote in der Ukraine und ein Toter in Russland +++

In der Ukraine und in Russland sind bei gegenseitigen Drohnenangriffen mindestens vier Menschen getötet worden. Bei russischen Drohnenangriffen im Süden der Ukraine wurden laut Behördenangaben drei Menschen getötet. Durch ukrainische Drohnen wurde in der Nähe von Moskau ein 77-jähriger Mann getötet, wie der Regionalgouverneur mitteilt.

+++ 13:26 Ukraine: 249 von 269 Drohnenangriffen binnen einer Nacht abgeschossen +++

Binnen einer Nacht hat das russische Militär die Ukraine mit 269 Kampfdrohnen angegriffen. Das teilt die ukrainische Luftwaffe auf den sozialen Medien mit. 249 der russischen Drohnen hat die Luftabwehr der Ukraine nach eigenen Angaben abgeschossen. Die russischen Angriffe dauern laut ukrainischer Luftwaffe weiter an.

+++ 12:53 Gouverneur: Ukrainischer Drohnenangriff auf russischen Hafen Primorsk +++

Ukrainische Drohnen haben den russischen Ostseehafen Primorsk angegriffen und dort einen Brand ausgelöst, wie der Gouverneur der Region, Alexander Drosdenko, über den Messaging-Dienst Telegram mitteilt. In der Nacht seien über dem nordwestrussischen Gebiet Leningrad mehr als 60 Drohnen abgefangen worden. Bei dem Angriff auf Primorsk, einem wichtigen Ölverladehafen, sei es zu keiner Ölverschmutzung gekommen. Der Brand sei gelöscht worden.

+++ 12:18 Ukraine: Verletzter bei russischem Drohnenangriff auf Nikopol +++

Russische Streitkräfte haben Nikopol in der Region Dnipropetrowsk mehr als zehnmal mit Drohnen angegriffen. Das teilt der Leiter der Regionalverwaltung, Oleksandr Ganzha, in den sozialen Medien mit. Bei dem russischen Angriff wurde demnach ein 69-jähriger Mann verletzt. Er werde vom Rettungsdienst behandelt. Zudem berichtet Ganzha über Schäden an einem Wohnhaus sowie einem Fahrzeug. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben derzeit nicht.

+++ 11:30 ISW: Tempo russischer Vorstöße verlangsamt sich +++

Die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) vergleichen in ihrem neuesten Bericht die russischen Geländegewinne der vergangenen Kriegsjahre mit denen aus 2026. Dabei stellen sie fest, dass sich die russischen Vorstöße verhältnismäßig verlangsamt haben und zurückgegangen sind. "Das Tempo der russischen Vorstöße hat sich 2026 im Vergleich zu 2025 verlangsamt, doch der sich wandelnde Charakter des Krieges, insbesondere Russlands verstärkter Einsatz von Infiltrationstaktiken im Laufe des Jahres 2025, erschwert Vergleiche auf Jahresbasis", heißt es in dem Bericht.

+++ 10:40 Finnland: Verdacht der Luftraumverletzung durch unbekannte Drohne +++

In Finnland hat eine unbekannte Drohne nach Angaben des Verteidigungsministeriums nahe der Grenze zu Russland möglicherweise den finnischen Luftraum verletzt. Die finnische Luftwaffe habe die Drohne am Sonntagmorgen entdeckt, erklärt das Ministerium. Das Modell und die Herkunft der Drohne hätten nicht ermittelt werden können. Sie befinde sich nicht mehr im finnischen Luftraum. Der Vorfall werde untersucht. Nähere Angaben wurden zunächst nicht gemacht. Finnland hat eine 1340 Kilometer lange Grenze zu Russland. Im März hatte sich die Ukraine bei der Regierung in Helsinki entschuldigt, nachdem zwei ukrainische Drohnen im Süden Finnlands abgestürzt waren. Sie wurden vermutlich durch russische Störmaßnahmen vom Kurs abgebracht.

+++ 09:55 ISW: Ukrainer gewinnen Gebiete bei Kostjantyniwka zurück +++

Während russische Truppen Infiltrationsmissionen in der strategisch wichtigen Frontlinie Kostjantyniwka-Druschkiwka durchführen und ihre Angriffe in Richtung der Stadt Kostjantyniwka verstärken, erobern die ukrainischen Streitkräfte verschiedene Stellungen um die Stadt in der Region Donezk zurück. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Kostjantyniwka bildet zusammen mit anderen Städten einen sogenannten Festungsgürtel im Osten des Landes – ein Gebiet, das vom ukrainischen Militär gut befestigt ist. Das ukrainische Militär soll unter anderem im Süden der Stadt in der Nähe des Ortes Dowha Balka sowie im Nordosten und Osten der Stadt Stellungen der Russen angegriffen und zurückgewonnen haben. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 09:10 Selenskyj: Haben zwei Tanker der russischen Schattenflotte getroffen +++

Ukrainische Streitkräfte haben zwei Tanker der Schattenflotte in den Gewässern vor dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk angegriffen, teilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. "Diese Tanker wurden aktiv für den Transport von Öl genutzt - das ist nun vorbei", erklärt Selenskyj in den sozialen Medien. "Die Fernkampfkapazitäten der Ukraine werden weiterhin umfassend ausgebaut - auf See, in der Luft und an Land."

+++ 08:37 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++

Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.334030 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1080. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem zwei Panzer, 76 Artilleriesysteme und 2224 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 11.908 Panzer, 41.193 Artilleriesysteme, 1357 Flugabwehrsysteme und 435 Flugzeuge, 352 Hubschrauber, 269.813 Drohnen, 33 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen - wobei das auch nur Mindestwerte sind.

+++ 07:52 Flughafen in Moskau stellt wegen ukrainischem Drohnenangriff Betrieb ein +++

In der russischen Hauptstadt Moskau wurde auf den großen Flughäfen Wnukowo und Scheremetjewo vorübergehend der Betrieb "aus Sicherheitsgründen" eingestellt, meist eine Reaktion auf Drohnenflüge. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin teilt den Abschuss von mehreren Drohnen über der russischen Hauptstadt mit. Die russischen Behörden machten zunächst ebenfalls keine Angaben zu den möglichen Flugzielen der ukrainischen Drohnen sowie über mögliche Opfer oder Schäden. Moskau liegt etwa 500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

+++ 07:11 Russland meldet mehr als 300 ukrainische Drohnenangriffe binnen einer Nacht +++

Die russische Luftverteidigung hat in der vergangenen Nacht 334 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten abgefangen und zerstört. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Russlands, Tass, unter Berufung auf Angaben des russischen Verteidigungsministeriums. Betroffen waren demnach unter anderem die Regionen Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kaluga, Kursk, Leningrad, Nischni Nowgorod, Nowgorod, Orjol, Pskow, Rjasan, Smolensk, Twer, Tula, Moskau und die von Russland besetzte Krim.

+++ 06:26 ISW: Russen erobern Gebiete bei Nowopawliwka +++

Russische Truppen sind kürzlich in der Nähe von Nowopawliwka in der Region Dnipropetrowsk vorgerückt. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 04:49 Drohnen am Flughafen in St. Petersburg +++

Am Flughafen Pulkowo in St. Petersburg ist der Flugbetrieb zeitweise eingestellt worden. Mindestens 35 Drohnen seien abgeschossen worden, berichtet der Gouverneur der umliegenden Oblast Leningrad, Alexander Drosdenko. Zuletzt hatte die Ukraine in diesem Gebiet russische Raffinerieanlagen attackiert.

+++ 03:25 Kämpfe um strategisch wichtige Stadt Kostjantyniwka +++

Russische Truppen rücken nach ukrainischen Angaben auf die Stadt Kostjantyniwka in der östlichen Region Donezk vor. Laut dem ukrainischen Armeechef Oleksandr Syrskyj versuchen die russischen Truppen mit Infiltrationstaktiken, am Rande der Stadt Fuß zu fassen. Man wehre die hartnäckigen Versuche ab, erklärt Syrskyj weiter. Kostjantyniwka ist Teil eines stark befestigten Verteidigungsgürtels der ukrainischen Armee. Das russische Verteidigungsministerium meldete am Mittwoch die Einnahme des nördlich gelegenen Ortes Nowodmytriwka. Moskau meldet dagegen die Einnahme des Dorfes Myropillja in der nordukrainischen Region Sumy. Die ukrainische Armee weist dies als "komplette Lüge" zurück.

+++ 02:31 Nordkoreas Arbeiterpartei lobt Einsatz junger Soldaten in der Ukraine +++

Die herrschende Arbeiterpartei in Nordkorea lobt den Einsatz junger Soldaten an der Seite Russlands in der Ukraine. Sie seien zu "Bomben und Flammen" geworden, um die Ehre des Landes zu verteidigen, heißt es in einem Brief an den Kongress der Jugendliga, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA meldet. Westlichen, südkoreanischen und ukrainischen Angaben zufolge kämpfen schätzungsweise 14.000 nordkoreanische Soldaten mit russischen Truppen in der Region Kursk. Mehr als 6000 von ihnen seien dabei getötet worden. 

+++ 00:07 Selenskyj sanktioniert seinen früheren Bürochef +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verhängt Sanktionen gegen seinen früheren Bürochef Andrij Bohdan. Unter anderem werden Bohdan staatliche Auszeichnungen aberkannt, sein Vermögen wird eingefroren und es werden Handelsgeschäfte untersagt. Die Maßnahmen gelten vorerst für zehn Jahre. Eine Begründung wird nicht genannt.

+++ 23:19 Russische Drohnenschwärme greifen Region Kiew an +++

Das russische Militär startet eine neue Angriffswelle auf die Ukraine. Laut den ukrainischen Luftstreitkräften sind am Abend mehrere Drohnengruppen in der Luft - auch im Gebiet Kiew. Die Menschen dort werden aufgerufen, in Schutzräume zu gehen.

+++ 22:02 Russen melden Internetausfälle in Moskau und St. Petersburg +++

In der russischen Hauptstadt sowie der Oblast Moskau sind vermehrt Internetausfälle gemeldet worden. Das geht aus Daten des Störungsportals Downdetector hervor. Wie mehrere russische Exilmedien berichten, sollen in der Hauptstadtregion über Stunden vor allem Festnetzanschlüsse betroffen gewesen sein, während Nutzer in St. Petersburg Störungen des mobilen Internets gemeldet hätten. Zuvor schrieb der Gouverneur der Region Leningrad, die St. Petersburg umgibt, das mobile Internet könne wegen eines Drohnenalarms eingeschränkt sein. Laut unabhängigen Medienberichten könnte die Kommunikation in Russland im Vorfeld der Siegesparade in Moskau am 9. Mai stärker eingeschränkt werden.

+++ 21:18 Cherson: Vier Menschen bei Drohnenangriff auf Supermarkt verletzt +++

Die Stadt Cherson erklärt, das russische Militär habe am Abend einen Supermarkt mit einer Drohne angegriffen. Vier Menschen seien verletzt worden. Die Frauen und Männer in ihren 50ern wurden in ein Krankenhaus gebracht.

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