Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 04:45 Hunderte Israelis protestieren gegen Krieg +++

29.03.2026, 00:01 Uhr

Einen Monat nach Beginn des Iran-Kriegs haben hunderte Menschen in Tel Aviv und weiteren israelischen Städten gegen den Krieg demonstriert. Polizisten gingen in Tel Aviv am Samstagabend gewaltsam gegen Demonstranten vor und stießen Protestierende zu Boden, mindestens ein Teilnehmer wurde in den Würgegriff genommen, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichten. Die Proteste waren nicht genehmigt; aus Furcht vor iranischen Angriffen sind größere Menschenansammlungen in Israel derzeit verboten. Die Polizei erklärt, die "illegale Demonstration" sei aufgelöst worden. 13 Menschen wurden demnach festgenommen.

+++ 03:47 Bericht: Pentagon bereitet wochenlange Bodenoffensive im Iran vor +++

Das US-Verteidigungsministerium bereitet sich einem Zeitungsbericht zufolge auf wochenlange Bodeneinsätze im Iran vor. Die Pläne könnten Kommandoeinsätze von Spezialkräften sowie Vorstöße regulärer Infanterie umfassen, berichtet die "Washington Post" am Samstag (Ortszeit) unter Berufung auf Insider aus Regierungskreisen. Ob Präsident Donald Trump diese Vorhaben genehmigen werde, sei jedoch ungewiss. Die Regierung in Washington hat bereits Marineinfanteristen in den Nahen Osten verlegt und plant zudem, Tausende Soldaten der 82. Luftlandedivision in die Region zu entsenden.

+++ 02:45 Bahrain: Aluminiumwerk Alba bestätigt iranischen Angriff +++

Aluminium Bahrain (Alba) bestätigt einen iranischen Angriff auf die eigenen Anlagen am Vortag. Dabei seien zwei Menschen leicht verletzt worden, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Bahrains unter Berufung auf das Unternehmen. Das Ausmaß der Schäden werde derzeit untersucht. Die iranischen Revolutionsgarden rechtfertigen die Attacke auf Alba und Emirates Global Aluminium als Vergeltung für den Beschuss zweier Stahlwerke im eigenen Land.

+++ 01:49 Irak: Drohne nahe Residenz von Kurdenführer Barsani abgeschossen +++

In der kurdischen Autonomieregion im Norden des Iraks ist die Residenz des Präsidenten, Nechirvan Barsani, angegriffen worden. Barsani sagte dem kurdischen Medienportal "Rudaw", der Angriff auf seine Residenz in der Stadt Duhok am Samstag stelle "eine gefährliche Eskalation für den gesamten Irak" dar. Zur selben Zeit wurden in der Region Kurdistan laut "Rudaw" mehr als ein halbes Dutzend Drohnenangriffe registriert. Bislang hat sich niemand zu den Angriffen bekannt. Zuletzt hatten sowohl der Iran als auch proiranische Milizen im Irak Angriffe auf die Kurdenregion für sich reklamiert. Die USA machten "Stellvertreter der iranischen Terror-Milizen im Irak" dafür verantwortlich.

+++ 00:47 Iran droht mit Angriffen auf US-Universitäten in der Golfregion +++

Die iranischen Revolutionsgarden haben mit Angriffen auf US-Universitäten in der Golfregion gedroht, nachdem Universitäten in der Hauptstadt Teheran mutmaßlich von US-israelischen Luftangriffen getroffen wurden. "Wenn die US-Regierung möchte, dass ihre Universitäten in der Region verschont bleiben, muss sie in einer offiziellen Erklärung bis Montagmittag um 12.00 Uhr die Bombardierung der (iranischen) Universitäten verurteilen", erklären die Revolutionsgarden in iranischen Medien. Alle "Mitarbeiter, Professoren und Studenten amerikanischer Universitäten in der Region" sowie Anwohner der dortigen Campusgelände sollten sich mindestens einen Kilometer von den Universitäten entfernen, heißt es in der Erklärung weiter. Mehrere US-Universitäten haben regionale Zweigstellen in der Golfregion, darunter die Texas A&M University in Katar und die New York University in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

+++ 00:29 Huthi-Miliz reklamiert zweiten Angriff auf Israel für sich +++

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen reklamiert einen zweiten Angriff auf Israel binnen 24 Stunden für sich. Dabei seien Raketen und Drohnen eingesetzt worden, teilt Militärsprecher Jahja Sari in einer Fernsehansprache mit. Die militärischen Operationen würden in den kommenden Tagen fortgesetzt.

+++ 23:44 Polizei vereitelt Sprengstoffanschlag auf Bank of America in Paris +++

Die französische Polizei hat einen Sprengstoffanschlag auf die Pariser Niederlassung der US-Großbank Bank of America vereitelt. Nach Angaben der Ermittler wurde ein Verdächtiger gefasst, als er in der Nacht zum Samstag einen Sprengsatz vor dem Gebäude im Zentrum der französischen Hauptstadt niederlegte. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen. Aus Ermittlerkreisen verlautet, ein Zusammenhang mit iranischen Drohungen gegen israelische und US-Unternehmen in Europa wegen des Iran-Kriegs sei wahrscheinlich. Der selbst gebaute Sprengsatz bestand aus einem mutmaßlich mit Treibstoff gefüllten Fünf-Liter-Kanister sowie einem Feuerwerkskörper als Zünder. Bei einem Verhör sagte der Festgenommene nach Angaben der Ermittlungsbehörden aus, er sei über den Onlinedienst Snapchat angeworben worden, den Anschlag gegen Zahlung von 600 Euro zu verüben.

+++ 23:05 Israel: Irans Waffenproduktion "in wenigen Tagen" zerstört +++

Das israelische Militär will nach Darstellung eines Sprechers die iranische Waffenproduktion "in wenigen Tagen" weitgehend zerstört haben. Die Streitkräfte würden in diesem Zeitraum "die Angriffe auf alle wichtigen Komponenten der (iranischen) Militärindustrie abschließen", sagt Armeesprecher Effie Defrin am Abend vor Journalisten. "Das bedeutet, dass wir den Großteil der militärischen Produktionskapazitäten zerstören haben werden", fügte er hinzu. "Das Regime wird lange Zeit brauchen, um sie wiederherzustellen." Der "Times of Israel" zufolge geht das israelische Militär davon aus, schon bis jetzt an die 90 Prozent der Schlüsselanlagen der iranischen Waffenindustrie angegriffen zu haben.

+++ 22:21 Presseverband beklagt "gewaltsame Festnahme" eines CNN-Teams +++

Ein internationaler Presseverband wirft der israelischen Armee die "willkürliche und gewaltsame Festnahme" eines CNN-Teams im Westjordanland vor. Die Journalisten des US-Nachrichtensenders seien am Donnerstag von israelischen Soldaten festgenommen worden, als sie über die Folgen eines Angriffs israelischer Siedler sowie die Errichtung eines illegalen Außenpostens nahe dem Dorf Tajasir berichtet hätten, erklärt die Foreign Press Association (FPA) am Samstag.

+++ 21:55 Macron: Irak darf in Eskalation nicht hineingezogen werden +++

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat mit Nechirvan Barzani, dem Präsidenten der halbautonomen kurdischen Region im Irak, telefoniert. "Die Souveränität des Irak und des darin befindlichen Kurdistans ist für die regionale Stabilität unerlässlich", betont Macron bei X. "Es muss alles unternommen werden, um zu verhindern, dass der Irak in die gegenwärtige Eskalation hineingezogen wird. Frankreich steht weiterhin an der Seite seiner irakischen Partner."

+++ 21:23 Pahlavi: Iran-Regime will mit US-Verhandlungen nur Zeit gewinnen +++

Der iranische Oppositionelle Reza Pahlavi warnt die USA vor Friedensverhandlungen mit der derzeitigen Führung in Teheran. Diese werde Gespräche nur nutzen, um Zeit zu gewinnen und zu betrügen, sagt der im Exil lebende Sohn des gestürzten Schahs auf einer Konferenz von US-Republikanern in Texas. Pahlavi kündigt an, die Bevölkerung im Iran zu einem geeigneten Zeitpunkt erneut zu landesweiten Protesten aufzurufen. Er bringt sich selbst als möglichen Anführer einer Übergangsregierung ins Spiel. US-Präsident Donald Trump hat sich wiederholt skeptisch über Pahlavi geäußert.

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