Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 03:24 Pakistan hält an Zeremonie in der Schweiz fest +++

18.06.2026, 00:01 Uhr

Obwohl das Rahmenabkommen bereits unterzeichnet ist, will Vermittler Pakistan mit Unterstützung Katars am Freitag in der Schweiz noch eine feierliche Zeremonie ausrichten. Sie diene dazu, "ein wegweisendes Ereignis" zu würdigen und mit den Verhandlungen über das endgültige Friedensabkommen "auf technischer Ebene" zu beginnen, so Pakistans Regierungschef Shebaz Sharif. Früheren Angaben zufolge soll die Zeremonie im Luxusresort Bürgenstock, einer Hotelanlage über dem Vierwaldstättersee in der Nähe der Schweizer Stadt Luzern, stattfinden. Pakistans Parlamentspräsident hatte nach der Unterzeichnung gesagt, dass es keine Zeremonie geben werde.

+++ 01:51 Straße von Hormus: Iran will mittelfristig Maut verlangen +++

Der Iran bekräftigt seinen Willen, Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu verlangen. Nach der 60-tägigen Phase zur Aushandlung des endgültigen Friedensabkommens werde sein Land bei der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge "nicht zu den Vorkriegsbedingungen zurückkehren", sagt der iranische Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf in einem Interview im iranischen Staatsfernsehen. "Der Iran hat das Recht auf Souveränität über die Straße von Hormus und natürlich werden wir eine Servicegebühr erhalten", sagt Ghalibaf. Zugleich betont er, dass sein Land das Rahmenabkommen für einen Friedensschluss mit den USA als Erfolg für sich verbuche. Die Vereinbarung sei "ein Beleg für das Scheitern der USA".

+++ 00:54 Trump verteidigt Iran-Einigung mit Sorge vor Wirtschaftskatastrophe +++

US-Präsident Trump verteidigt auf dem G7-Gipfel die vorläufige Einigung mit dem Iran verteidigt. Ein längerer Krieg im Nahen Osten hätte eine Wirtschaftskatastrophe auslösen können, sagt Trump vor Journalisten. "Ich wollte keine Wirtschaftskatastrophe erleben. Wäre das so weitergegangen, hätte das passieren können." Er wolle nicht wie Herbert Hoover sein, der zur Zeit des Börsencrashs im Oktober 1929 US-Präsident war und die Weltwirtschaftskrise mit auslöste. "Alles, was ich weiß, ist, dass jedes Mal, wenn wir über die Möglichkeit von Frieden sprachen, der Aktienmarkt wie eine Rakete in die Höhe schoss", so Trump. "Jedes Mal, wenn wir etwas Negatives sagten, wie zum Beispiel 'Wisst ihr was, wir werden uns nicht einigen können', ging er sehr stark zurück."

+++ 00:01 US-Vertreter: USA und Iran haben Rahmenabkommen unterzeichnet +++

US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peschkian haben eine eine Absichtserklärung zum Kriegsende unterzeichnet. Das teilt ein Vertreter der US-Regierung mit. Zuvor hatte das US-Portals "Axios" berichtet, dass Trump während seines Dinners mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron im Schloss Versailles eine gedruckte Ausfertigung der Vereinbarung persönlich unterschrieben habe.

+++ 22:57 Keine Händeschüttel-Bilder: Iran will Abkommen digital unterzeichnen lassen +++

Teheran prüft, ob das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran von den Präsidenten beider Länder digital unterzeichnet werden könnte. Dies könne "in mancher Hinsicht eine bessere Option sein", sagt Außenamtssprecher Ismail Baghai dem Staatssender Irib. Das für Freitag geplante Treffen der beiden Seiten in der Schweiz soll laut Baghai dennoch wie vorgesehen stattfinden. "Alle möglichen Aspekte werden in diesem Zusammenhang überprüft, und wir streben eine Sitzung ohne überflüssige Nebensächlichkeiten an", fügte er hinzu. Beobachtern zufolge will der Iran in der Schweiz ein Händeschütteln mit den US-Vertretern und Bilder von der Zeremonie unbedingt vermeiden.

+++ 21:44 Ehemaliger US-Diplomat: Iran-Deal ist "strategisches Fiasko von epischen Ausmaßen" +++

Ein ranghoher ehemaliger Mitarbeiter des US-Außenministeriums hat das Rahmenabkommen seines Landes mit dem Iran als "strategisches Fiasko von epischen Ausmaßen" bezeichnet. Die Vereinbarung, die am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden soll, bedeute "den Bruch mit einer nahezu fünfzigjährigen, von beiden Parteien getragenen US-Politik gegenüber dem Iran", sagte Joel Rubin dem TV-Sender i24news. Rubin war während der Amtszeit des damaligen US-Präsidenten Barack Obama Mitarbeiter des Außenministeriums. Das Rahmenabkommen bedeute ein Ende der "Idee, dass der Iran ein negativer Akteur in der Region ist". Rubin warnte vor einem Szenario, in dem Teheran nun "Hunderte Milliarden Dollar ohne jegliche Einschränkungen übergeben werden" könnten. Man hoffe offenbar auf "irgendeine Art von besserer Einigung in den kommenden 60 Tagen, nachdem der Iran bereits bezahlt worden ist, und die Vorteile und Zugeständnisse des Abkommens schon bekommen hat", ohne sich zu einer ernsthaften Gegenleistung zu verpflichten, sagte Rubin.

+++ 21:05 US-Iran-Deal: "Pakistan hat sagenhaft gut vermittelt" +++

Angesprochen auf das Abkommen zwischen dem Iran und den USA lobt Klemens Fischer zunächst Pakistan als Vermittler des Deals. Der Politologe betont jedoch angesichts der Ergebnisse auch die Sinnlosigkeit des US-Kriegseinsatzes. Schließlich bestand zuvor bereits eine ähnliche Vereinbarung.

+++ 20:43 Statt Vance? Abkommen könnte laut Teheran von Trump und Peseschkian unterzeichnet werden +++

Der Iran prüft nach eigenen Angaben die Möglichkeit, dass das Rahmenabkommen mit den USA von US-Präsident Donald Trump und dem iranischen Staatschef Massud Peseschkian unterzeichnet wird. Bisher hätten sich Teherans Pläne für den am Freitag in der Schweiz vorgesehenen Termin nicht geändert, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei. Es gebe jedoch Überlegungen, dass das Abkommen "durch die Präsidenten beider Länder erfolgen soll". Dieser Vorschlag werde derzeit geprüft. Der Iran hatte zuvor erklärt, dass die USA bei der Zeremonie von Vize-Präsident JD Vance und der Iran durch Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf vertreten sein wird.

+++ 19:58 US-Beamter bestätigt Berichte über Inhalt von Rahmenabkommen weitgehend +++

Vor der offiziellen Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran an diesem Freitag hat ein hochrangiger US-Regierungsbeamter den vorab von Medien verbreiteten Wortlaut des Dokuments weitgehend bestätigt. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Weißen Haus erfuhr, zielt das Abkommen auf die "sofortige und dauerhafte Beendigung der militärischen Operationen an allen Fronten, einschließlich im Libanon", ab. Nach der Unterzeichnung des Abkommens soll es keine weiteren militärischen Einsätze mehr gegeneinander geben. Beide Kriegsparteien verpflichten sich zudem laut Text, "die Souveränität und territoriale Integrität des jeweils anderen Staates zu achten und jedwede Einmischung in die inneren Angelegenheiten des anderen Staates zu unterlassen." Zudem verpflichteten sie sich, "Verhandlungen aufzunehmen mit dem Ziel, das endgültige Abkommen innerhalb von maximal 60 Tagen zu erzielen". Diese Frist könne allerdings im gegenseitigen Einvernehmen verlängert werden. Die gegen den Iran gerichtete US-Seeblockade soll demnach innerhalb von 30 Tagen "vollständig" aufgehoben und das US-Militär in der Region abgezogen werden. Der US-Beamte betonte, dass die US-Streitkräfte dort auf das Vorkriegsniveau reduziert werden sollen. Handelsschiffe sollen ferner 60 Tage lang in der Lage sein, die Straße von Hormus sicher und gebührenfrei befahren zu können.

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