Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 03:39 Russischer Fliegerbombenangriff auf Saporischschja - 13 Verletzte +++

12.03.2026, 00:01 Uhr

Die südukrainische Stadt Saporischschja und die umliegende Region sind in der Nacht mit gelenkten Fliegerbomben angegriffen worden. Dabei wurden mindestens 13 Menschen, darunter zwei Kinder, verletzt, wie lokale Behörden mitteilen. Die Bombenanschläge galten Saporischschja und dem Dorf Rosumiwka und beschädigten Wohnhäuser, Häuser und wichtige Infrastruktureinrichtungen, schreibt der "Kyiv Independent" mit Verweis auf die regionale Staatsanwaltschaft. Dreizehn Menschen wurden verletzt, sagt Gouverneur Iwan Fjodorow. Unter den Opfern befinden sich zwei Kinder, ein elfjähriger Junge und ein zwölfjähriges Mädchen. Die örtliche Staatsanwaltschaft leitete als Reaktion auf die Angriffe Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen ein.

+++ 02:31 Insider: Russland erwägt Ausgabenkürzungen im Haushalt von 10 Prozent +++

Die russische Regierung bereitet nach Reuters-Informationen eine Kürzung aller "nicht sensiblen" Ausgaben im diesjährigen Haushalt um möglicherweise zehn Prozent vor. Die endgültige Entscheidung hänge aber von der Beständigkeit des jüngsten Ölpreisanstiegs ab. "Das Finanzministerium hat die für die Verteilung der Haushaltsmittel zuständigen Stellen darüber informiert, dass Ausgabenkürzungen notwendig sind", sagt eine mit den Plänen vertraute Person. "Diese überlegen nun, wo gekürzt werden kann." Russland sieht sich angesichts des andauernden Krieges in der Ukraine mit sinkenden Haushaltseinnahmen aus Energieexporten und einer Konjunkturabschwächung konfrontiert, die sich auf die Steuereinnahmen aus anderen Wirtschaftsbereichen auswirkt.

+++ 00:49 Kiew und Budapest streiten um Besuch ungarischer Prüfer +++

Zwischen Budapest und Kiew entbrennt ein immer heftigerer Streit um den geplanten Besuch einer ungarischen Delegation in der Ukraine, die den Zustand der Ölpipeline "Druschba" ("Freundschaft") überprüfen will. Weil der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, er wisse nichts von einer solchen Reise, wirft ihm Ungarns Außenminister Peter Szijjarto Lüge vor. "Der ukrainische Präsident lügt", die Ukrainer seien in einer offiziellen Notiz über den anstehenden Besuch informiert worden, schreibt Szijjarto bei Facebook. Der Konter aus Kiew kommt umgehend: "Vielleicht haben sie dort schon vergessen, was bilaterale Beziehungen sind, aber offizielle Besuche sind eine Vereinbarung und keine "hingeworfene Notiz"", sagt Selenskyjs Berater Dmytro Lytwyn dem Internetportal "Ukrajinska Prawda" zufolge.

+++ 23:41 Putins Gesandter trifft Trump-Vertraute in Florida +++

Der Sondergesandte des Kremls Kirill Dmitrijew ist in Florida nach Medienangaben zu Gesprächen mit Vertretern von US-Präsident Donald Trump zusammengetroffen. Das berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Verhandlungskreise. Dmitrijew ist der Sonderbeauftragte von Kremlchef Wladimir Putin für die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland und spielt auch bei den Verhandlungen über die Beendigung des Ukraine-Kriegs eine wichtige Rolle. Er soll aus Moskauer Sicht vor allem auf die Position Washingtons Einfluss nehmen und auch die Wirtschaftsbeziehungen wieder verbessern. Medienberichten nach hat Dmitrijew in den vergangenen Monaten ein gutes Verhältnis zu Trumps Sondergesandten Steve Witkoff aufgebaut, den er bei Verhandlungsrunden in Moskau auch zum Essen ausführte.

+++ 22:23 Kiew bestellt ungarischen Botschafter ein +++

Nach der Beschlagnahmung eines ukrainischen Geldtransporters in Ungarn und der Festnahme von sieben Begleitern hat das ukrainische Außenministerium den ungarischen Botschafter einbestellt. In einer Protestnote wirft Kiew Budapest unter anderem Verstöße gegen die Europäische Menschenrechtskonvention im Umgang mit ukrainischen Staatsbürgern vor, wie die Behörde mitteilt. Ungarn wird illegale Festnahme, Einschüchterung und übermäßige Gewaltanwendung vorgeworfen. 

+++ 21:58 Selenskyj hofft auf "Plan B" für weitere Hilfen aus Europa +++

Um die von Ungarn blockierten milliardenschweren EU-Hilfen an die Ukraine freizugeben, braucht es nach Angaben aus Kiew neue Ideen. "Wir und Europa, wir brauchen alle einen Plan B", sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Interview von Politico. Das sei nötig, um weitere Erpressungsversuche von Ungarns Regierungschef Viktor Orban abzuschmettern.

+++ 21:31 Klöckner: "Weitere Staaten Europas im Blickfeld des Aggressors Putin" +++

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner betont bei ihrem Kiew-Besuch die Solidarität Deutschlands - auch im fünften Jahr des russischen Angriffskrieges. "Alle haben die Sorge, dass die Welt jetzt auf den Mittleren und Nahen Osten blickt, und die Ukraine vergessen wird", sagt Klöckner. "Die Ukraine führt nicht nur einen Kampf für sich selbst. Denn wir wissen auch, dass weitere Staaten Europas im Blickfeld des Aggressors Putin sind".

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