Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 03:40 TMerz gratuliert Trump: "Diplomatischer Durchbruch" +++

15.06.2026, 00:01 Uhr

Bundeskanzler Friedrich Merz begrüßt das geplante Abkommen zwischen den USA und Iran. Merz gratuliert beiden Seiten zur erzielten Einigung auf X und bezeichnet diese als diplomatischen Durchbruch. "Das kann den Weg zur Erholung der Weltwirtschaft und Stabilisierung der Region bahnen. Es gilt, das Vereinbarte zielstrebig umzusetzen", schreibt der Bundeskanzler auf der Plattform.

+++ 02:49 Trump droht bei Scheitern des Atomabkommens mit erneuten Angriffen +++

US-Präsident Donald Trump droht einem Medienbericht zufolge dem Iran mit neuen militärischen Angriffen, falls kein endgültiges Atomabkommen mit den USA zustande kommt. Alternativ würden die USA gegen eine Beteiligung von 20 Prozent an den Einnahmen der Region als "Wächter des Nahen Ostens" auftreten, sagt Trump der Zeitung "New York Times". Die von ihm erzielte Vereinbarung mit der Regierung in Teheran stelle letztlich sicher, dass die Straße von Hormus "dauerhaft gebührenfrei" bleibe, erklärt er weiter. Zudem habe er Israel trotz des Widerstandes des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor der nuklearen Vernichtung bewahrt.

+++ 02:09 Iran veröffentlicht weitreichende Details zu geplantem Abkommen +++

Die iranische Nachrichtenagentur Mehr veröffentlicht Details aus dem 14-Punkte-Entwurf für eine Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran. Demnach sieht das Papier ein sofortiges und dauerhaftes Ende des Krieges an allen Fronten einschließlich des Libanons vor. Innerhalb von 30 Tagen sollen die US-Seeblockade vollständig aufgehoben und die Straße von Hormus unter iranischer Regie wieder geöffnet werden. Zudem sollen die Sanktionen gegen iranische Öl- und Petrochemie-Verkäufe ausgesetzt und eingefrorene iranische Gelder in Höhe von 24 Milliarden Dollar freigegeben werden. Die Hälfte dieser Mittel müsse ebenso wie die Aufhebung der Seeblockade und der Ölsanktionen gewährt werden, bevor die abschließenden Verhandlungen beginnen. Diese Gespräche sollen 60 Tage dauern und sich auf Nuklearfragen sowie die vollständige Aufhebung der Sanktionen konzentrieren. Das iranische Raketenprogramm und die Unterstützung von Widerstandsgruppen sind dem Bericht zufolge von den Verhandlungen ausgeschlossen. Die USA und ihre Verbündeten müssen zudem Wiederaufbaupläne für den Iran im Volumen von mindestens 300 Milliarden Dollar vorlegen. Ein endgültiges Abkommen soll durch eine Resolution des UN-Sicherheitsrates gebilligt werden.

+++ 01:35 Iran knüpft Verzicht auf Vergeltung an israelischen Abzug aus Libanon +++

Der Iran macht einen israelischen Rückzug aus dem Südlibanon zur Bedingung für einen Verzicht auf Vergeltungsschläge. Dies beziehe sich auf den israelischen Angriff auf die südlichen Vororte von Beirut, erklärt der iranische Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi. Unterdessen teilt das Oberkommando der iranischen Streitkräfte mit, das Volk habe unter der Führung des obersten geistlichen Führers den USA bewiesen, dass diesen "kein anderer Weg bleibt, als die Niederlage zu akzeptieren".

+++ 01:04 Merz, Macron, Starmer und Meloni begrüßen Kriegsende +++

Die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien begrüßen die Ankündigung des Kriegsendes in einer gemeinsamen Erklärung und bieten ihre Unterstützung an. "Wir gratulieren den Vereinigten Staaten, der iranischen Regierung sowie allen Beteiligten einschließlich Pakistans, Katars und aller anderen Vermittler zu diesem diplomatischen Durchbruch", heißt es in der Erklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, des britischen Premiers Keir Starmer und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. "Mit dem Abkommen öffnet sich eine Gelegenheit, die Region und die Weltwirtschaft wieder zu stabilisieren." Entscheidend sei nun, "die Folgeverhandlungen über die Einzelheiten abzuschließen und die Vereinbarung rasch und umfassend umzusetzen". 

+++ 00:46 Ölpreis fällt um vier Prozent nach Ankündigung von Iran-Deal +++

Nachdem sowohl US-Präsident Donald Trump als auch der Iran das Ende des Krieges bestätigt haben, gibt der Ölpreis deutlich nach. Der Preis für die Nordseesorte Brent fällt auf 83,51 Dollar je Barrel und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang März. Das US-Leichtöl WTI verbilligt sich auf ein Tagestief von 80,25 Dollar.

+++ 00:03 Iran kündigt sofortiges Ende des Krieges an +++

Der Iran kündigt ein sofortiges und dauerhaftes Ende des Krieges und der Militäreinsätze an verschiedenen Fronten in dieser Nacht an. Das gelte auch für den Libanon, erklärt der iranische Vize-Außenminister. Zudem beginne dann die Aufhebung der US-Seeblockade gegen die Islamische Republik, meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den Politiker. Die Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen sollen in einem Zeitraum von 60 Tagen stattfinden, erklärt er weiter. Sollte die Gegenseite gegen Vereinbarungen verstoßen, werde der Iran eigene Maßnahmen ergreifen.

+++ 23:44 Trump: Einigung mit dem Iran ist "jetzt vollständig" +++

Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran nach Angaben von US-Präsident Donald Trump auf ein Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Kriegs geeinigt. Eine Einigung mit dem Iran sei "jetzt vollständig", erklärt Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die Sperrung der Straße von Hormus für die Schifffahrt werde aufgehoben, ebenso die Blockade iranischer Häfen durch die US-Marine. Die Durchfahrt ist laut Trump gebührenfrei. Er fügt hinzu, "Schiffe dieser Welt, werft eure Motoren an. Lasst das Öl fließen."

+++ 23:32 Pakistan: USA und Iran einigen sich auf Abkommen +++

Die USA und der Iran haben sich nach Angaben der pakistanischen Regierung auf ein Friedensabkommen geeinigt. Beide Seiten hätten nach intensiven Gesprächen die sofortige und dauerhafte Einstellung der militärischen Operationen an allen Fronten erklärt, teilte der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif auf dem Kurznachrichtendienst X mit. Dies schließe auch den Libanon ein. Die offizielle Unterzeichnung der Vereinbarung sei für kommenden Freitag (19. Juni) in der Schweiz geplant.

+++ 23:01 UN-Generalsekretär kritisiert israelischen Angriff auf Beirut +++

UN-Generalsekretär António Guterres hat den israelischen Angriff auf Vororte von Beirut kurz vor der möglicherweise bevorstehenden Unterzeichnung eines Abkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs scharf kritisiert. "Die Angriffe fanden trotz der Waffenruhe statt und zu einem Zeitpunkt, an dem eine Einigung der Vereinigten Staaten und der Islamischen Republik Iran erwartet wird, die den Weg für eine friedliche Lösung dieses Konflikts ebnen wird", erklärt der UN-Generalsekretär. "Ich fordere alle Seiten auf, in diesem entscheidenden Moment größtmögliche Zurückhaltung auszuüben", fügt Guterres hinzu.

+++ 22:17 Irans Präsident verteidigt Verhandlungsteam gegen Kritiker im Land +++

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat das iranische Verhandlungsteam gegen die Kritik einiger Hardliner-Gruppen in Schutz genommen. "Die Mitglieder als Vaterlandsverräter zu bezeichnen, ist schlicht unfair und gegen die nationalen Interessen des Landes", sagt der Präsident. Bei nächtlichen Versammlungen in der Hauptstadt Teheran und anderen Städten war es am Samstagabend zu heftigen Protesten und Parolen gegen die beiden Hauptakteure des iranischen Verhandlungsteams, Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi, gekommen. "Ihr solltet euch schämen" und "Tod den Kompromissmachern" gehörten zu den zentralen Rufen der Kundgebungen.

+++ 21:40 Staatsfernsehen: Alle Flüge im Westen des Iran gestrichen +++

Nach einer iranischen Angriffsdrohung gegen Israel sind laut einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens alle Flüge im Westen des Landes gestrichen worden. Alle von westiranischen Flughäfen startenden Flüge seien "bis auf weiteres" annulliert, berichtet das Staatsfernsehen am Abend. Zuvor hatte der iranische Nationale Sicherheitsrat erklärt, eine "Reaktion" auf den israelischen Angriff auf die pro-iranische Hisbollah-Miliz in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut stehe unmittelbar bevor.

+++ 21:16 Irans Nationaler Sicherheitsrat droht nach Israels Angriff mit Reaktion +++

Nach einem Angriff Israels auf die pro-iranische Hisbollah-Miliz in südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut droht der iranische Sicherheitsrat mit einer raschen Reaktion: "Die Reaktion der Kämpfer des Islam steht unmittelbar bevor", erklärt der iranische oberste Nationale Sicherheitsrat im Onlinedienst X. "Der Libanon ist unser Leben, und eine Überschreitung der roten Linien der Islamischen Republik wird nicht toleriert werden", heißt es weiter.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.