Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 02:51 Wadephul sagt Ukraine unerschütterliche Unterstützung zu +++

06.06.2026, 00:41 Uhr

Außenminister Johann Wadephul sagt der Ukraine nach der Absage von Kremlchef Wladimir Putin an ein Verhandlungsangebot seines ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj unverbrüchliche Unterstützung zu. Man nehme die jüngsten Aussagen von Putin zur Kenntnis und ziehe "daraus die einzig richtige und notwendige Konsequenz: Unsere Unterstützung für die Ukraine ist und bleibt unerschütterlich", sagt der CDU-Politiker am Rande seines Besuchs in Mexiko-Stadt vor Journalisten.

+++ 01:45 Putin räumt wirtschaftliche Probleme in Russland ein +++

Russlands Präsident Wladimir Putin hat beim internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg wirtschaftliche Probleme in Russland eingeräumt, zugleich aber westliche Äußerungen dazu zurückgewiesen. "Ja, die wirtschaftliche Dynamik ist derzeit verhalten", sagt Putin. Gleichzeitig zeigt er sich überzeugt, dass Russland weiter gestärkt werde. "Von allen Seiten hören wir Kritik, dass bei uns alles zusammengebrochen sei", sagt Putin in seiner Rede bei dem auch "russisches Davos" genannten Forum. Mit einem Seitenhieb gegen die EU fügt Putin an, Russland sei nun "auf das gleiche Niveau gesunken", auf dem sich die Länder der Eurozone seit Jahren befänden.

+++ 00:39 Ukraine entschuldigt sich bei Athen für Drohnenvorfall +++

Mehrere Tage nach einer griechischen Protestnote hat sich das ukrainische Außenministerium für den Fund einer sprengstoffbeladenen Seedrohne vor der Ferieninsel Lefkada im Ionischen Meer entschuldigt. "Die ukrainische Seite entschuldigt sich für den Vorfall und betont, dass dieser auf Umstände zurückzuführen sei, die durch die anhaltende russische Aggression gegen die Ukraine verursacht wurden", schreibt Außenamtssprecher Heorhij Tychyj auf der Plattform X. Das zeige, dass der andauernde russische Krieg gegen die Ukraine auch eine Bedrohung für benachbarte europäische Staaten und die Welt darstelle. Gleichzeitig bedankte sich Kiew für die seit Kriegsbeginn 2022 von Griechenland gewährte Unterstützung für das osteuropäische Land.

+++ 23:37 Ukrainischer Präsidentenberater nach diplomatischem Eklat zu Gesprächen in Polen +++

Nach einem diplomatischen Eklat mit Polen wegen der Benennung einer ukrainischen Militäreinheit nach der berüchtigten Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) ist polnischen Angaben zufolge der ukrainische Präsidentenberater Kyrylo Budanow zu Gesprächen ins Nachbarland gereist. Budanow habe Polens Vize-Außenminister Marcin Bosacki getroffen, wie ein Ministeriumssprecher mitteilt. Hauptthema war demnach die Benennung der Einheit mit dem Ehrentitel "Helden der UPA" durch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vergangene Woche. Selenskyj hatte mit dem Schritt in Polen Empörung ausgelöst. Die UPA war im Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der heutigen Ukraine für Massaker an Polen verantwortlich. Dem polnischen Ministeriumssprecher zufolge kam das Treffen auf "Initiative" der ukrainischen Seite zustande.

+++ 22:26 Angriff auf türkischen Kutter im Schwarzen Meer - ein Toter +++

Bei einem Angriff auf ein türkisches Fischereischiff im Schwarzen Meer ist nach Angaben der türkischen Behörden ein Mensch getötet worden. Vier weitere Menschen seien bei dem Angriff am Freitag zudem verletzt worden, teilt die Küstenwache mit. Der Angriff ereignete sich demnach westlich der von Russland besetzten Halbinsel Krim. Die Umstände des Vorfalls sind unklar, auch machen die Behörden keine Angaben dazu, wer möglicherweise dafür verantwortlich ist. Der Angriff richtete sich der Küstenwachen-Erklärung zufolge gegen den unter türkischer Flagge fahrenden Fischkutter "Duru 67" vor der Küste von Sewastopol. Das Schiff sank demnach nach dem Angriff.

+++ 21:40 Nach offenem Brief: Selenskyj reagiert auf Putins Absage +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wertet die Absage des russischen Präsidenten Wladimir Putin an ein Treffen zur Beilegung des Konflikts als Zeichen, dass der Kreml den Krieg nicht beenden will. "Leider entscheidet sich die russische Seite einmal mehr für den Krieg", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Alle hätten die schwache Antwort gehört. "Ich denke, diese Antwort wird viele Menschen weltweit enttäuscht haben", fügt er hinzu. Selenskyj hatte am Vortag einen Brief an Putin veröffentlicht:

+++ 21:02 Kreml bestätigt Treffen von Wladimir Putin und Gerhard Schröder in Moskau +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich nach Kreml-Angaben zu einem Vieraugengespräch mit Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder getroffen. "Ja, sie haben sich getroffen. Es war ein gutes Gespräch", sagt der außenpolitische Berater Putins, Juri Uschakow, der Agentur Interfax. Zum Inhalt und dabei möglichen Perspektiven für Verhandlungen zwischen Russland und der Europäischen Union konnte er keine Angaben machen. Das Treffen fand demnach im Kreml in Moskau statt. Putin hatte Schröder kürzlich als möglichen Vermittler für Gespräche zwischen der EU und Russland genannt. Der 82-Jährige ist mit dem Kremlchef befreundet und war nach seiner Regierungszeit als Lobbyist für russische Energieunternehmen tätig. Der Vorschlag stieß in Deutschland und anderen EU-Staaten auf Ablehnung.

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