Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 04:10 Human Rights Watch in Russland verboten - Organisation will "noch härter" arbeiten +++
Moskau fügt die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zu ihrer Liste "unerwünschter" Organisationen hinzu und verbietet der Gruppe mit Sitz in New York so die Arbeit in Russland. Der Kreml begründet seine Entscheidung nicht. Damit ist es den russischen Behörden nun erlaubt, Mitarbeiter der Organisation oder Menschen, die Geld an sie spenden, strafrechtlich zu verfolgen. Die Leiterin der Abteilung von Human Rights Watch für Europa und Zentralasien, Tanja Lokschina, sagt, die Organisation werde nun "noch härter" arbeiten, "um das harte Vorgehen des Kreml gegen die russische Zivilgesellschaft offenzulegen und über russische Verbrechen in der Ukraine zu berichten".
+++ 03:23 Türkei bietet sich als Gastgeber für neue Gespräche an +++
Der türkische Außenminister Hakan Fidan bekräftigt die Bereitschaft zur Vermittlung zwischen der Ukraine und Russland. Die Türkei sei bereit, "erneut Gastgeber zu sein für die Istanbuler Verhandlungen", sagt Fidan. Nach den jüngsten Gesprächen der USA mit der Ukraine und ihren europäischen Verbündeten in Genf über einen von den USA vorgelegten Friedensplan sieht er nun wieder Bewegung im Verhandlungsprozess. Delegationen aus Russland und der Ukraine hatten sich seit Mai zu drei Verhandlungsrunden in Istanbul getroffen, bei denen der Austausch von Gefangenen und die Rückgabe getöteter Soldaten vereinbart wurde. Fortschritte in Richtung einer Waffenruhe gab es jedoch nicht - Russland lehnte eine Feuerpause ab.
+++ 02:22 Ukraine widerspricht russischen Angaben zur Einnahme von Kupjansk +++
Nach Angaben des obersten ukrainischen Befehlshabers Olexander Syrskyj ist die Stadt Kupjansk im Nordosten der Ukraine nicht vollständig unter russischer Kontrolle. "Unsere Soldaten führen weiterhin sowohl Verteidigungs- als auch Such- und Angriffsaktionen aus", schreibt Syrskyj nach einem Besuch in der Region auf Telegram. Sie hielten zudem "die vorgesehenen Linien und verstärken den Feuerdruck, um die Versorgungswege des Feindes zu blockieren". Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Donnerstag verkündet, Kupjansk sei in russischer Hand.
+++ 01:41 Orban: Ukraine soll nach Krieg als "Pufferstaat" bestehen +++
Die Ukraine sollte aus Sicht des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban nach einem Ende des Krieges allenfalls als "Pufferstaat" zwischen Russland und der Nato weiter existieren. "Die einzige mögliche dauerhafte Lösung besteht darin, dass die Nachkriegsordnung auf dem grundlegenden Prinzip aufbaut, dass die Ukraine wieder zu dem Pufferstaat wird, der sie einst war", sagte er der "Welt am Sonntag". Auch Gebietsabtretungen der von Russland angegriffenen Ukraine hält er für unumgänglich. "Russland behält jenes Territorium, das auf einer internationalen Friedenskonferenz ausgehandelt wird, und alles westlich dieser Linie - bis zur östlichen Nato-Grenze - bildet das Territorium des ukrainischen Staates, der erneut als Pufferstaat existieren würde", sagte er weiter.
+++ 00:45 Behörden: Russische Drohnen und Raketen greifen Kiew an +++
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind Explosionen zu hören. Bei einem russischen Angriff mit Drohnen und Raketen auf Kiew ist nach Behördenangaben mindestens ein Wohnhaus beschädigt worden. Der Leiter der Militärverwaltung von Kiew, Tymur Tkatschenko, teilt auf Telegram mit, russische Drohnen hätten ein Gebiet im Stadtzentrum sowie in den östlichen Vororten getroffen. Bürgermeister Vitali Klitschko erklärt, Rettungskräfte seien in vier Stadtteile entsandt worden. Die Luftabwehr sei im Einsatz.
+++ 23:55 Polens Geheimdienst fasst mutmaßliche Agenten +++
In Polen sind zwei Ukrainer und drei Belarussen wegen des Verdachts der Spionage festgenommen worden. Sie sollen im Auftrag ausländischer Geheimdienste gehandelt haben, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, zwischen März 2024 und Februar 2025 kritische Infrastruktur fotografiert und die Aufnahmen weitergeleitet zu haben. Die Bezahlung sei in Kryptowährungen erfolgt. Die Festnahmen hätten am 25. und 26. November stattgefunden. Drei Verdächtige befänden sich für drei Monate in Gewahrsam. Eine der Personen sei minderjährig und käme in eine Jugendeinrichtung.
+++ 22:15 Ukrainer wollen teure russische Flugabwehrsysteme zerstört haben +++
Ukrainische Truppen wollen binnen drei Tagen drei russische Flugabwehrsysteme bei Drohnenangriffen zerstört haben. Es handele sich um Systeme des Typs "Buk-M1", "Buk-M2" und "Tor-M2", deren Gesamtwert auf 60 Millionen Dollar geschätzt werde, verkünden die Streitkräfte für unbemannte Systeme in sozialen Medien. Die Angaben sind unabhängig derzeit nicht überprüfbar.
+++ 22:01 Insider: Rubio will Nato-Treffen fernbleiben +++
US-Außenminister Marco Rubio wird Insidern zufolge das Nato-Außenministertreffen kommende Woche in Brüssel nicht besuchen. Stattdessen werde der stellvertretende Außenminister Christopher Landau die USA vertreten, sagen zwei US-Vertreter, die namentlich nicht genannt werden wollen. Die ungewöhnliche Abwesenheit erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt der Ukraine-Verhandlungen. Die Gründe für Rubios Absage des Treffens am 3. Dezember sind unklar.
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