Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 03:29 Russische Raffinerie brennt nach Drohnenangriff +++

11.02.2026, 00:01 Uhr

Nach einem Drohnenangriff gibt es einen Großbrand in einer Ölraffinerie im russischen Wolgograd. Bilder und Videos zeigen das Feuer auf dem Gelände der Raffinerie des Lukoil-Konzerns. Anwohner hatten gegen Mitternacht eine Reihe von Explosionen gemeldet. Das Verteidigungsministerium in Moskau hatte zuvor berichtet, es seien 48 ukrainische Drohnen in verschiedenen Regionen abgeschossen worden - von Wolgograd war dabei aber nicht die Rede. Die Raffinerie ist die größte im Süden Russlands und wichtig für die russische Militärmaschinerie. Sie wurde im Kriegsverlauf schon mehrfach angegriffen.

+++ 02:02 Marine-Inspekteur warnt vor wachsender russischer Bedrohung auf See +++

Der Inspekteur der Deutschen Marine, Vizeadmiral Jan Christian Kaack, warnt vor einer zunehmenden Bedrohung durch Russland auf See. "Die Bedrohung ist real", sagt Kaack der "Süddeutschen Zeitung". Besonders in der Ostsee habe die Aggressivität in den vergangenen zwei Jahren zugenommen. Die Marine beobachte vermehrt tief anfliegende russische Flugzeuge über Nato-Schiffen und aggressivere Annäherungen. Das sei "gefährlich, denn dadurch kann es leicht zu einer Eskalation durch Zufall kommen", sagte Kaack. Die russischen Streitkräfte würden wachsen, sowohl an Menschen als auch an Fähigkeiten, die im Ukraine-Krieg täglich erprobt würden.

+++ 00:40 Vier Tote bei russischem Angriff nahe Charkiw +++

Bei einem russischen Angriff in der Stadt Bohoduchiw westlich der ukrainischen Metropole Charkiw sind nach Angaben des Gouverneurs der Region vier Menschen getötet worden. Unter den Toten seien drei Kleinkinder, teilt Oleh Syniehubow auf Telegram mit. Zudem sei ein 34-jähriger Mann ums Leben gekommen. Eine 74-jährige Frau werde verletzt. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist zunächst nicht möglich. Eine russische Stellungnahme liegt nicht vor.

+++ 23:31 Ukraine: Russland besorgt sich Starlink über Familien von Kriegsgefangenen +++

Russland zwingt nach ukrainischen Angaben die Familien von Kriegsgefangenen, Starlink-Terminals zu registrieren, die dann von der russischen Armee eingesetzt werden. Laut dem ukrainischen Koordinationshauptquartier für die Behandlung von Kriegsgefangenen, wurden Fälle registriert, in denen Menschen gezwungen wurden, die Terminals auf ihren Namen anzumelden. Auf Drängen der Ukraine hatte Elon Musks Konzern SpaceX vergangene Woche Starlink-Terminals von nicht-autorisierten Nutzern in der Ukraine gesperrt. So soll verhindert werden, dass russische Soldaten das Satellitennetzwerk entlang der Frontlinie für ihre Vorstöße nutzen.

+++ 22:14 Russlands Geheimdienst FSB meldet für 2025 zehntausende Hinweise aus der Bevölkerung +++

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben 2025 fast 150.000 Hinweise aus der Bevölkerung zu verdächtigen Aktivitäten erhalten. Unter den weitergegebenen Informationen seien tausende Meldungen zu mutmaßlichem Fehlverhalten im Zuge des Angriffskrieges gegen die Ukraine, teilt der FSB mit. Demnach erhielt die "Vertrauenshotline" im vergangenen Jahr 68.785 Anrufe in der Zentrale, 455 davon enthielten demnach "nützliche Informationen". 77.772 weitere Hinweise gingen laut FSB in den Regionalbüros ein. 15.233 von ihnen enthielten demnach "für Ermittlungen relevante Informationen".

+++ 21:35 Selenskyj kündigt Änderungen bei der Flugabwehr an +++

Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigt Veränderungen bei der Organisation der ukrainischen Flugabwehr an. "In einigen Regionen wird die Arbeitsweise der Teams komplett umstrukturiert", das betreffe Abfangjäger, mobile Feuergruppen und den gesamten Komplex der lokalen Flugabwehr, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Entsprechende Anordnungen seien bei einer Beratung mit der Militärführung getroffen worden.

+++ 20:55 Kenia: Russland missbraucht Kenianer als "Kanonenfutter" an der Front +++

Kenias Vize-Außenminister wirft Moskau vor, kenianische Staatsbürger nach Russland zu locken und als "Kanonenfutter" an die ukrainische Front zu schicken. "Diese Menschen werden als Kanonenfutter an der Front missbraucht", sagt der kenianische Vize-Außenminister Korir Sing'Oei. Außenminister Musalia Mudavadi kündigt an, im nächsten Monat nach Moskau zu reisen, um "diesem Vorgehen Einhalt zu gebieten". Er werde sich auch für die Freilassung von in der Ukraine inhaftierten Kenianern einsetzen und den Zustand der im Krankenhaus behandelten Staatsbürger überprüfen, sagt Mudavadi. Dem Minister zufolge wurden in den vergangenen zwei Monaten mehr als 30 Kenianer aus Russland evakuiert. Skrupellose Anwerbe-Agenturen in dem ostafrikanischen Land wurden demnach geschlossen.

+++ 20:18 Spanien liefert Ukraine Frühwarnradar +++

Spanien liefert das taktische Frühwarnradar Lanza LTR-25 einem Bericht zufolge an die Ukraine. Wie die staatliche ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet, hat der spanische Ministerrat einen Vertragsentwurf für die Produktion und Lieferung des taktischen Langstreckenradars sowie dessen logistische Unterstützung genehmigt. Das Lanza LTR-25 ist demnach eine mobile Drei-Koordinaten-Radarstation, die auch unter schwierigen Bedingungen der elektronischen Kampfführung eingesetzt werden kann. Der Hauptvorteil des Systems liegt in seiner Fähigkeit, nicht nur Flugzeuge, sondern auch kleine Objekte mit geringer Reflexionsfläche, darunter Drohnen und Marschflugkörper, zu erkennen und zu verfolgen. Die Erfassungsreichweite von Luftzielen beträgt den Angaben zufolge mehr als 450 Kilometer. über 450 km.

+++ 19:47 Deutscher Botschafter in Moskau soll wechseln +++

Wichtige deutsche Botschafterposten sollen nach übereinstimmenden Medienberichten neu besetzt werden: Der bisherige Botschafter in Moskau, Alexander Graf Lambsdorff, könnte nach Tel Aviv wechseln. Das berichten der "Spiegel" und "Table Media". Sein Vorgänger dort, der frühere Regierungssprecher und ZDF-Journalist Steffen Seibert, würde dann regulär in den Ruhestand gehen. Nachfolger von Lambsdorff auf dem heiklen Posten in Kreml-Nähe soll laut "Spiegel" Clemens von Goetze werden, der bisher die Vertretung in Mexiko-Stadt leitet.

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