Iran-Krieg im Liveticker+++ 05:26 Weltbank stellt Milliardensumme bereit - mehr als in Corona-Pandemie +++
Die Weltbank stellt vom Nahost-Krieg schwer getroffenen Staaten in den kommenden 15 Monaten Finanzhilfen von 80 bis 100 Milliarden Dollar in Aussicht. Dies kündigte Weltbank-Präsident Ajay Banga am Rande der Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) an. Das mögliche Hilfspaket wäre umfangreicher als die 70 Milliarden Dollar, die während der Corona-Pandemie bereitgestellt wurden. In den kommenden Monaten könnten zunächst 20 bis 25 Milliarden Dollar fließen, erklärte Banga. Weitere 30 bis 40 Milliarden Dollar könnten in etwa sechs Monaten durch die Umschichtung bestehender Programme folgen.
+++ 04:39 Zehn Länder fordern Ende der Kampfhandlungen im Libanon +++
Im Zuge des Iran-Krieges ist auch der Konflikt zwischen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel wieder eskaliert. In einer gemeinsamen Mitteilung haben Kanada, Großbritannien, die Schweiz und sieben weitere Staaten "ein unverzügliches Ende der Kampfhandlungen im Libanon" gefordert. Die Länder seien "zutiefst besorgt über die sich verschlechternde humanitäre Lage und die Vertreibungskrise im Libanon", heißt es in der von Kanada verbreiteten Stellungnahme. Vor allem Zivilisten und zivile Infrastruktur müssten vor den Auswirkungen der Feindseligkeiten geschützt werden.
+++ 03:31 US-Finanzminister: Peking bunkert mitten im Nahost-Konflikt Öl +++
US-Finanzminister Scott Bessent hat China vorgeworfen, während des Nahost-Krieges ein unzuverlässiger globaler Partner zu sein. Peking horte Ölvorräte und schränke Exporte einiger Güter ein, sagte Bessent vor Reportern. Dies sei bereits das dritte Mal in fünf Jahren nach ähnlichem Verhalten während der Covid-19-Pandemie und bei seltenen Erden. China kaufe weiterhin Öl, statt bei der durch die Schließung der Straße von Hormus verursachten globalen Versorgungskrise zu helfen, beklagte der US-Finanzminister.
+++ 01:38 Schufa: Sorge vor Preisschock wächst - Rücklagen häufig aufgebraucht +++
Die Sorge vor weiteren Preisanstiegen angesichts der steigenden Ölpreise durch den Nahost-Konflikt ist bei Deutschlands Verbraucherinnen und Verbrauchern groß: Nur rund ein Fünftel (22 Prozent) der Haushalte hat laut einer Schufa-Umfrage nach eigener Einschätzung noch genügend Rücklagen, um steigende Lebenshaltungskosten abzufedern. Rund ein Drittel (36 Prozent) fürchtet, dass die finanziellen Polster nicht ausreichen werden. 16 Prozent haben ihre Rücklagen bereits aufgebraucht, 22 Prozent haben auch zuvor keine Ersparnisse gehabt. "Die Menschen bekommen die Krise über höhere Preise direkt beim Einkaufen und Tanken zu spüren - vor allem die unteren Einkommensgruppen haben keine Rücklagen mehr, um dies abzufedern", sagte die Schufa-Vorstandsvorsitzende Tanja Birkholz.
+++ 00:06 Bericht: Europa plant Nachkriegs-Koalition für Hormus ohne USA +++
Europäische Länder planen einem Zeitungsbericht zufolge eine breite Nachkriegskoalition ohne die USA, um die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten. Der Plan sehe unter anderem die Entsendung von Minenräumbooten und anderen Kriegsschiffen vor, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf namentlich nicht genannte Insider.
+++ 23:31 Bericht: EU plant wegen Iran-Krieges niedrigere Stromsteuern +++
Die EU will einem Medienbericht zufolge die Stromsteuern senken und den Ausbau erneuerbarer Technologien beschleunigen. Damit sollen Verbraucher vor den deutlich gestiegenen Öl- und Erdgaspreisen infolge des Iran-Krieges geschützt werden, zitierte die Nachrichtenagentur Bloomberg aus einem Entwurf der EU-Kommission, der am 22. April veröffentlicht werden soll. Demnach soll Strom geringer besteuert werden als fossile Brennstoffe. Zudem soll es den Mitgliedstaaten erleichtert werden, die Stromsteuer für energieintensive Industrien auf null zu senken. Eine Sprecherin der EU-Kommission lehnte eine Stellungnahme dazu ab.
+++ 23:08 USA verlängern Lockerung der Ölsanktionen gegen den Iran nicht +++
Die vorübergehende Lockerung der US-Ölsanktionen gegen den Iran läuft am Sonntag aus. Das Finanzministerium in Washington erklärt, die kurzfristige Erlaubnis für bereits auf Tankern befindliches Öl laufe "in wenigen Tagen aus und wird nicht verlängert". Die USA wollten weiter "maximalen Druck" auf Teheran ausüben. Mit der Ausnahmeregel von den Öl-Sanktionen hatten die USA die Lieferung und den Verkauf von iranischem Rohöl und anderen Erdölprodukten erlaubt, die vor dem 20. März auf Schiffe verladen worden waren.
+++ 22:00 USA bewerten erste Gespräche Israels und des Libanons als "historischen Meilenstein" +++
Nach den ersten direkten Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon seit mehr als 30 Jahren haben die USA von einem "historischen Meilenstein" gesprochen. In einer Erklärung des US-Außenministeriums nach dem rund zweistündigen Treffen in Washington ist von "konstruktiven Gesprächen" die Rede, die den Weg für weitere Verhandlungen ebnen könnten. Der israelische Botschafter in den USA, Yechiel Leiter, spricht von einem "wunderbaren Austausch".
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