Politik

Angriff auf den Iran im Liveticker+++ 05:57 Iran nennt Namen sieben getöteter Generäle +++

02.03.2026, 00:05 Uhr

Die Liste der bei den amerikanisch-israelischen Luftangriffen getöteten Offiziellen wird immer länger. Die Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlicht die Namen von sieben Generälen, die zu "Märtyrern" wurden, wie es heißt. Darunter sind unter anderem Mohammed Schirasi, der Stabschef des ebenfalls getöteten Revolutionsführers Ajatollah Ali Chamenei, sowie dessen Stellvertreter Akbar Ebrahimzadeh. Wann und wo die Generäle ums Leben kamen, geht aus der Meldung nicht hervor.

+++ 05:39 Irans Sicherheitsratschef Laridschani lehnt Verhandlungen mit den USA ab +++

Nach massiven Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran lehnt Irans einflussreicher Sicherheitsratschef Ali Laridschani jegliche Verhandlungen mit der US-Regierung ab. "Wir werden nicht mit den USA verhandeln", erklärt Laridschani bei X. Er weist Medienberichte zurück, wonach iranische Vertreter versucht hätten, Gespräche mit Washington aufzunehmen. Laridschani warf US-Präsident Donald Trump außerdem vor, die Region "mit seinen 'illusorischen Träumen' ins Chaos gestürzt" zu haben. Nun sorge Trump sich um Verluste unter den US-Streitkräften.

+++ 05:01 Wieder Explosionen und Sirenen in Kuwait +++

In Kuwait sind Augenzeugenberichten zufolge den dritten Tag in Folge laute Explosionen und Sirenen zu hören. Der Iran hatte nach amerikanisch-israelischen Angriffen auf die Islamische Republik auch Vergeltungsschläge gegen benachbarte Golfstaaten gestartet.

+++ 04:29 Aktien asiatischer Fluggesellschaften brechen ein +++

Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten lässt die Aktienkurse asiatischer Fluggesellschaften einbrechen. Die Papiere von Cathay Pacific, Qantas Airways, Singapore Airlines und Japan Airlines geben um mehr als fünf Prozent nach. Die Aktien von Qantas fielen zeitweise um 10,4 Prozent auf den niedrigsten Stand seit zehn Monaten. Auch die Papiere anderer asiatischer Fluggesellschaften wie ANA Holdings, der chinesischen Airlines Air China, China Southern und China Eastern sowie der malaysischen AirAsia X verloren mindestens vier Prozent.

+++ 03:49 Trump: Drei "gute Optionen" für zukünftige Führung des Iran +++

Nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei bei Angriffen der USA und Israels auf den Iran erklärt US-Präsident Donald Trump, über eine Auswahlliste mit drei Kandidaten für dessen Nachfolge zu verfügen. Er habe "drei sehr gute Optionen" für den zukünftigen Anführer des Iran, sagt Trump der "New York Times". Er werde die Kandidaten jedoch "jetzt nicht offenlegen".

+++ 03:17 Angreifer erschießt zwei Menschen in Texas - mutmaßlich proiranische Gesinnung +++

Der Täter eines tödlichen Schusswaffenangriffs im US-Bundesstaat Texas hat nach Angaben der Organisation Site in der Vergangenheit in Onlinediensten eine "pro-iranische Gesinnung" geäußert. Der Täter habe in Beiträgen im Onlinedienst Facebook, die bis ins Jahr 2017 zurückreichten, Unterstützung für die Regierung in Teheran und "Hass auf die israelische und US-Führung" geäußert, erklärt Site, das auf die Beobachtung islamistischer Online-Plattformen spezialisiert ist. Der Mann hatte in der Nacht zum Sonntag vor einem Biergarten in Austin zwei Menschen erschossen und 14 weitere verletzt, bevor er von alarmierten Polizisten erschossen wurde.

+++ 02:35 Australien schließt militärische Beteiligung aus +++

Australien schließt eine militärische Beteiligung am Konflikt mit dem Iran aus. Man habe sich nicht an den bisherigen Schlägen beteiligt und sehe auch künftig keine Beteiligung vor, sagt Außenministerin Penny Wong. Die Regierung bemühe sich um die Evakuierung von rund 115.000 Australiern aus der Region. Dies gestalte sich wegen der Luftraumsperrungen jedoch schwierig, erklärt Wong. Der australische Verteidigungsminister Richard Marles erklärt, die Regierung habe bereits Maßnahmen für die Sicherheit von etwa 100 australischen Soldatinnen und Soldaten ergriffen. Diese sind auf dem Luftwaffenstützpunkt Al Minhad in der Nähe von Dubai stationiert, der zur Unterstützung von UN-Missionen genutzt wird.

+++ 02:22 Israel greift nach Hisbollah-Angriff Ziele im gesamten Libanon an +++

Das israelische Militär greift nach eigenen Angaben Ziele der Hisbollah im gesamten Libanon an. Zuvor hatte die radikal-islamische Miliz Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert, was dem israelischen Militär zufolge einen Raketenalarm im Norden Israels auslöste. Die Hisbollah bezeichnete den Angriff als Vergeltung für die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei. Die pro-iranische Hisbollah hatte sich nach der Tötung Chameneis zunächst solidarisch mit dem Iran erklärt, eine direkte Beteiligung an den Kämpfen jedoch zunächst offengelassen.

+++ 02:00 Ölpreise schnellen hoch - Konflikt im Nahen Osten stört Öltransporte +++

Die Ölpreise sind heute um mehr als acht Prozent auf den höchsten Stand seit Monaten gestiegen. Grund dafür ist die Eskalation des Konflikts zwischen dem Iran, Israel und den USA, die den Schiffsverkehr in der wichtigen Förderregion stört. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich in der Spitze auf 82,37 Dollar, was einem Anstieg von 8,88 Prozent entspricht. Der Preis für die US-Leichtölsorte West Texas Intermediate stieg um acht Prozent auf 72,38 Dollar.

+++ 01:19 Israels Luftwaffe startet neue Angriffswelle auf Teheran +++

Die israelische Luftwaffe setzt ihre Attacken gegen Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran fort. Es sei eine neue umfangreiche Angriffswelle gegen das "iranische Terrorregime im Herzen von Teheran" begonnen worden, teilt das Militär ohne weitere Details mit. Die Entfernung zwischen der israelischen Stadt Tel Aviv und Teheran beträgt Luftlinie rund 1.600 Kilometer. Der am Samstagmorgen in Koordination mit den verbündeten USA gestartete Einsatz der israelischen Luftwaffe gegen den Erzfeind Iran ist nach Armeeangaben der bisher größte in ihrer Geschichte.

+++ 00:45 Attacke der Hisbollah? Luftalarm in Israel nach Beschuss aus dem Libanon +++

Israel ist nach Angaben des Militärs aus dem nördlichen Nachbarland Libanon beschossen worden. Ein Geschoss sei von der Luftwaffe abgefangen worden, mehrere andere in offenem Gelände niedergegangen, teilt das Militär mit. Es habe weder Verletzte noch Schäden gegeben. Zuvor hatten in mehreren Gebieten im Norden Israels Sirenen geheult. Von wem die Geschosse abgefeuert wurden, war zunächst nicht bekannt.

+++ 00:09 Wadephul: "Müssen uns alle darauf einstellen, dass dieser Konflikt länger dauert" +++

Bundesaußenminister Johann Wadephul stellt die Bevölkerung auf eine längere Dauer des Konflikts im Nahen Osten ein. "Wir alle müssen uns darauf einstellen, dass dieser Konflikt länger dauert. Es ist nicht vorhersehbar, dass wir in den nächsten Tagen mit einer Beendigung der Kampfhandlungen rechnen können", sagt Wadephul in der ARD. Deshalb müsse Vorsorge getroffen werden, "dass auf anderem Wege eine Ausreise aus diesen Ländern ermöglicht wird". Mit Blick auf den Tod des iranischen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei erklärt Wadephul, dessen Ende sei "mit Sicherheit gut", sollte damit auch das von ihm geführte Regime enden. Chamenei habe ein "ruchloses" System angeführt, das die eigene Bevölkerung unterdrückt und die Region destabilisiert habe.

+++ 23:34 Großbritannien erlaubt USA Nutzung von Stützpunkten +++

Großbritannien erlaubt den USA nach den Worten von Premierminister Keir Starmer die Nutzung britischer Stützpunkte für "defensive" Angriffe zur Zerstörung iranischer Raketen und Raketen-Abschussrampen. An den am Samstag begonnenen Angriffen auf den Iran sei London jedoch nicht beteiligt gewesen, betont Starmer in einer Videoansprache. Sein Land werde sich "auch jetzt nicht an offensiven Aktionen beteiligen". Da der Iran jedoch eine "Strategie der verbrannten Erde" verfolge, unterstütze Großbritannien die "gemeinsame Selbstverteidigung unserer Verbündeten und unserer Leute in der Region", erklärt der britische Premier weiter.

+++ 23:00 Satellitenfoto zeigt Rauchwolken über Dubai +++

Die iranischen Angriffe auf Nachbarstaaten in der Golfregion hinterlassen auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten schwere Schäden. Beim Abschuss einer iranischen Rakete sollen Trümmerteile Brände im Hafen von Dubai ausgelöst haben, wie die Behörden vor Ort mitteilten. Auf einer hochauflösende Satellitenaufnahme sind mindestens zwei Brandstellen in unmittelbarer Nähe der künstlichen Inseln des Immobilienprojekts "The Palm" zu erkennen:

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(Foto: via REUTERS)

+++ 22:39 Trump geht davon aus, dass weitere US-Soldaten sterben werden +++

US-Präsident Donald Trump sagt in einem Video auf seiner Plattform Truth Social, wahrscheinlich werde es im Iran-Konflikt weitere US-Opfer geben. Er bestätigt, dass bislang drei US-Soldaten getötet wurden. Trump fügt hinzu, der Militäreinsatz werde so lange fortgesetzt, bis alle Ziele erreicht seien.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.