Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:44 Syrskyj: 97 Prozent von Kupjansk unter ukrainischer Kontrolle +++

22.02.2026, 00:01 Uhr

Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Oleksandr Syrskyj, sagt im Gespräch mit der Zeitung "Le Monde", dass trotz der russischen Behauptungen 97 Prozent von Kupjansk unter ukrainischer Kontrolle stünden. Gleichzeitig leiste Pokrowsk, das russische Truppen seit über anderthalb Jahren zu erobern versuchten, immer noch Widerstand. Syrskyj betonte, Russland habe im vergangenen Jahr eine groß angelegte Offensive gestartet, um den Donbass, Teile der Regionen Saporischschja, Dnipropetrowsk und Cherson zu erobern sowie eine Pufferzone in den Regionen Charkiw und Sumy zu schaffen. "Das ist ihnen nicht gelungen."

+++ 04:55 Heftige Explosionen in Kiew nach Warnung vor ballistischen Raketen +++

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist von heftigen Explosionen erschüttert worden. Das berichten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP am frühen Morgen. Die Militärverwaltung der Stadt löste kurz vor den Explosionen wegen der Gefahr eines feindlichen Einsatzes ballistischer Waffen Luftalarm aus. Die örtlichen Behörden erklären, die Luftabwehr sei gegen Drohnen aktiv, die über der Region Kiew entdeckt worden seien. Angaben über Opfer gab es zunächst nicht. Kiew ist seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine vor fast genau vier Jahren regelmäßig Ziel russischer Raketen- und Drohnenangriffe.

+++ 03:51 Kiew: Angriff auf Oreo-Fabrik zielt auf US-Interessen +++

Russland hat laut ukrainischen Angaben eine Oreo-Keksfabrik in der Ostukraine mit einer Rakete angegriffen. Es habe keine Toten gegeben, jedoch sei ein Produktionsgebäude beschädigt worden, schreibt Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X. "Wenn russische Raketen solche Orte treffen, zielen sie nicht nur auf die Ukraine. Sie richten sich gegen amerikanische Geschäftsinteressen in Europa." Die Anlage in Trostjanez gehört dem US-Konzern Mondelez und war bereits 2022 schwer beschädigt worden. Eine Stellungnahme von Mondelez und dem Kreml liegt zunächst nicht vor.

+++ 02:43 Bürgermeister von Lwiw: "Das war ein Terroranschlag" +++

Nach Explosionen in der westukrainischen Großstadt Lwiw, bei denen mindestens eine Polizistin getötet und weitere Sicherheitskräfte verletzt wurden, gehen die Behörden von Terror aus. "Das war ein Terroranschlag. Nach jetzigem Stand wurden 14 Opfer ins Krankenhaus gebracht", zitiert das Nachrichtenportal "Kyiv Independent" Bürgermeister Andrij Sadowyj. Das Portal beruft sich auf eine Mitteilung der ukrainischen Nationalpolizei, wonach die Sicherheitskräfte zunächst wegen eines Notrufs zum vermeintlichen Einsatzort geeilt seien. Nach ihrer Ankunft dort seien dann mehrere Explosionen ausgelöst worden, nicht alle Polizisten hätten überlebt. Bürgermeister Sadowyj sprach demnach von einer getöteten Polizistin. Die Region Lwiw liegt im Westen der Ukraine an der polnischen Grenze. Die gleichnamige Stadt ist nur etwa 50 Kilometer Luftlinie vom EU-Gebiet entfernt.

+++ 01:48 Explosionen in Lwiw töten Polizisten +++

In der Nacht kommt es im westukrainischen Lwiw zu Explosionen. Dabei wurden Polizisten getötet, berichtet Suspilne. Korrespondenten der ukrainischen Nachrichtenagentur hörten die erste Explosion in der Stadt gegen 00:30 Uhr, und gegen 00:43 Uhr folgten weitere Explosionen. Diese seien nicht nur in Lwiw, sondern auch außerhalb der Stadt zu hören gewesen. Um 01:21 Uhr meldete die ukrainische Nationalpolizei, dass es infolge der Explosionen in Lwiw Tote und Verletzte unter den Polizeibeamten gebe. Die Explosionen ereigneten sich demnach nach dem Eintreffen der alarmierten Streifenwagen.

+++ 00:41 Generalstab in Kiew meldet Angriffe auf der Krim +++

Die ukrainische Armee hat in der Nacht zum Freitag russische Patrouillenboote sowie Luft- und Artillerieeinheiten auf der russisch besetzten Krim angegriffen. Das meldet die "Ukrainska Pravda" mit Verweis auf den ukrainischen Generalstab. "In der Nacht vom 20. auf den 21. Februar wurden zwei feindliche Grenzpatrouillenboote des Projekts 22460 Okhotnik (Jäger) in der Nähe der Stadt Inkerman auf der vorübergehend besetzten ukrainischen Krim getroffen. Treffer auf die Ziele wurden registriert. Das Ausmaß des Schadens wird derzeit ermittelt", schreibt der Generalstab auf Facebook. Außerdem seien in der Stadt Jewpatorija zwei B-12-Flugzeuge auf dem Gelände des Jewpatorija-Flugzeugreparaturwerks getroffen worden.

+++ 23:27 Ukraine holt zwei weitere Kinder aus besetztem Gebiet zurück +++

Der Ukraine gelingt die Rückführung von zwei weiteren Kindern aus dem russisch besetzten Teil der Oblast Cherson. Damit sind in diesem Jahr 31 Kinder aus der Region zurückgeholt worden. Die Rettungen erfolgen im Rahmen der Initiative "Bring Kids Back UA". Wie sie konkret abliefen, ist nicht bekannt. Laut ukrainischen Behörden wurden seit Kriegsbeginn mindestens 20.000 Kinder nach Russland verschleppt - bislang konnten nur 2.003 zurückgeführt werden. Ukrainische Beamte schätzen die tatsächliche Zahl der entführten Kinder auf ein Vielfaches höher. Im Jahr 2023 erließ der Internationale Strafgerichtshof Haftbefehle gegen den Kremlchef Wladimir Putin und die russische Kinderrechtskommissarin Maria Lwova-Belowa wegen ihrer Rolle bei staatlich organisierten Kindesentführungen.

+++ 21:54 Kiew reagiert auf Drohungen aus Ungarn und Slowakei mit deutlichen Worten +++

Das ukrainische Außenministerium bezeichnet die Drohungen Ungarns und der Slowakei, Stromlieferungen an die Ukraine zu stoppen, als Erpressung und weist sie zurück. "Ultimaten sollten an den Kreml geschickt werden, und sicherlich nicht an Kiew", heißt es in einer Erklärung. Die Regierungen beider Länder spielten damit dem Aggressor in die Hände und schadeten zugleich ihren eigenen Energieunternehmen. Die Slowakei und Ungarn hatten zuvor damit gedroht, die Stromlieferungen einzustellen, sollte die Ukraine den Transit von russischem Öl über die Druschba-Pipeline nicht wieder aufnehmen. Kiew schlägt nach eigenen Angaben alternative Lösungen vor und erwägt die Aktivierung eines EU-Frühwarnmechanismus.

+++ 21:06 Ukraine verhängt Sanktionen gegen 225 Kapitäne der Schattenflotte +++

In seiner abendlichen Ansprache fordert Selenskyj auch weitere Sanktionen gegen Russland seitens der EU, um den Druck auf das Land zu erhöhen, die Kampfhandlungen einzustellen. Er selbst teilt mit, gegen 225 Kapitäne von Schiffen der sogenannten Schattenflotte, die russisches Öl transportieren, Sanktionen verhängt zu haben. Selenskyj schlägt auch vor, dass Dienstleister im internationalen Seeverkehr mit Sanktionen belegt werden müssten, wenn sie Russlands Schattenflotte unterstützten. Es müssten alle bestraft werden, die Russland helfen, Geld zu verdienen für seinen Krieg, sagt Selenskyj. Das Land müsse zu echter Diplomatie für eine Beendigung des Krieges gezwungen werden.

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