Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:41 Umfrage: Mehrheit für Gespräche zwischen Merz und Putin +++

12.02.2026, 00:01 Uhr

Eine große Mehrheit der Deutschen ist für direkte Gespräche zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über ein Ende des Ukraine-Kriegs. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagen 58 Prozent der Befragten, dass sie solche Gespräche eher oder sogar voll und ganz befürworten würden. Nur 26 Prozent sprechen sich dagegen aus. Besonders groß ist der Wunsch nach direkten Kontakten zwischen Merz und Putin im eigenen Lager des CDU-Chefs Merz. Von den Wählern der Union sind der Umfrage zufolge 64 Prozent dafür, besonders niedrig ist die Zustimmung bei den Anhängern der Linken mit 47 Prozent. Angesichts der bisher erfolglosen Vermittlungsbemühungen der USA dringt Frankreichs Präsident Macron auf direkte Gespräche der Europäer mit Putin. Merz hat sich dazu skeptisch geäußert.

+++ 03:52 Massiver Luftangriff auf Kiew +++

Russland greift Kiew in der Nacht massiv mit Raketen und Drohnen an. Bürgermeister Vitali Klitschko spricht von Treffern in Wohn- und Geschäftsgebäuden auf beiden Seiten des Flusses Dnipro. Die ballistischen Raketen hätten Infrastruktur der Stadt zum Ziel gehabt. Der Angriff auf die Hauptstadt dauere an, teilt er mit. Reporter berichten von Explosionen in der Stadt. Das Ausmaß der Schäden ist bislang unklar.

+++ 02:00 Selenskyj will Datum für EU-Beitritt der Ukraine +++

Der ukrainische Präsident Selenskyj fordert, dass ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs ein konkretes Datum für einen EU-Beitritt seines Landes enthalten soll. Für die Ukraine sei es wichtig, alles dafür zu tun, bis 2027 für einen EU-Beitritt bereit zu sein, schreibt er in den sozialen Medien. Zumindest die wichtigsten Schritte werde sie erreichen. "Ich will ein genaues Datum", so Selenskyj. Wenn in dem Abkommen, das die USA, Russland, die Ukraine und Europa unterzeichnen sollen, kein genaues Datum stehe, werde Russland alles dafür tun, um den Beitrittsprozess zu blockieren. Russland werde das nicht selbst, sondern über bestimmte europäische Vertreter tun. Die EU sei für sein Land eine Sicherheitsgarantie.

+++ 23:45 ISW: Russland institutionalisiert Drohnenangriffe auf Zivilisten +++

Der britische Thinktank "Institute for the Study of War" (ISW) schreibt in einer Analyse, die russische Armee institutionalisiere die "Schädigung von Zivilisten als kriegerisches Mittel". Russland erhöhe mit der Entwicklung seiner Drohnen das Potenzial für zivile Schäden. So würden die Grenzen zwischen militärischen und zivilen Zielen verwischt. Das ISW warnt, die russischen Praktiken seien leicht nachzuahmen und würden "wahrscheinlich die Wechselwirkung zwischen militärischen Operationen und dem zivilen Leben in zukünftigen Kriegen grundlegend prägen".

+++ 22:11 Ukraine meldet russischen Vorstoß über gefrorenen Fluss +++

In der Ostukraine sollen russische Truppen den zugefrorenen Fluss Siwerskyj Donez überquert haben und sich in der Ortschaft Zakitne am Südufer festgesetzt haben. Das meldet die Nachrichtenagentur Ukrinform. In den vergangenen Tagen hätten "mehrere kleine Gruppen" der russischen Armee den Fluss überquert, sie würden von ukrainischen Truppen gesucht.

+++ 21:41 London verdoppelt Zahl der in Norwegen stationierten Soldaten +++

Großbritannien wird angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Russland die Anzahl seiner in Norwegen stationierten Soldaten verdoppeln. "Die Zahl der in Norwegen stationierten britischen Soldaten wird binnen drei Jahren von 1000 auf 2000 verdoppelt", teilte der britische Verteidigungsminister John Healey mit. "Die Anforderungen an die Verteidigung steigen, und Russland stellt seit dem Kalten Krieg die größte Bedrohung für die Sicherheit der Arktis und des hohen Nordens dar", betonte Healey in einer Erklärung.

+++ 21:12 Russische Soldaten leiden unter Telegram-Einschränkungen +++

Russische Soldaten scheinen derzeit mit Kommunikationsproblemen zu kämpfen. Der "Guardian" zitiert den Kreml-treuen Kanal "Dva Majora", Telegram sei das einzig verbliebene Mittel der Abstimmung zwischen verschiedenen Einheiten. Die Einschränkung könne zu Problemen bei der Drohnenabwehr führen. Der russische Unternehmer und Blogger Iwan Utenkow schrieb auf Telegram: "An der Front herrscht das totale Chaos! Die Starlinks sind ausgefallen, und jetzt stören sie sogar Telegram! Wie sollen wir denn kämpfen? Mit Brieftauben?" Der Messenger Telegram steht in Russland unter Druck. Die Aufsichtsbehörde Roskomnadsor drosselt offenbar die Geschwindigkeit, mit der auf Telegram kommuniziert werden kann.

+++ 20:33 Video zeigt, wie Sprengsatz russischen Raketenwerfer trifft +++

Eine ukrainische Drohneneinheit will einen russischen Raketenwerfer zerstört haben. Videos zeigen, wie ein Sprengsatz abgeworfen wird und dann an dem BM-27-System detoniert.

+++ 20:05 Nato-Beamter: Zusammenbruch der ukrainischen Verteidigung dieses Jahr eher unwahrscheinlich +++

Ein ranghoher Nato-Beamter hat die Lage für die ukrainischen Streitkräfte als "weiter schwierig" bezeichnet. Russische Kräfte machten entlang mehrerer Abschnitte der Front weiterhin schrittweise Geländegewinne, erklärte er. Zu den begrenzten russischen Erfolgen im vergangenen Monat habe neben dem für Russland günstigen Kräfteverhältnis sehr wahrscheinlich auch das schlechte Wetter beigetragen. Dieses habe die Wirksamkeit der ukrainischen Abwehrdrohnen reduziert.

"Russische Truppen halten den Druck auf ukrainische Kräfte durch den massiven Einsatz von Drohnen und Artillerie aufrecht und setzen auf zermürbende Taktiken", sagte der Beamte. Ihre operative Wirksamkeit werde allerdings durch die Qualität des Personals, logistische Belastungen und Anpassungen der gegnerischen Kräfte begrenzt. Deshalb bleibe ein vollständiger Zusammenbruch der ukrainischen Verteidigung trotz begrenzter Reserven und dünner Verteidigungslinien in diesem Jahr eher unwahrscheinlich.

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