Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:35 Flugkörper über Rumänien aufgetaucht - Kampfjets müssen aufsteigen +++
Das Nato- und EU-Mitglied Rumänien lässt nach der Entdeckung von Flugkörpern nahe der Grenze zur Ukraine zwei Kampfjets aufsteigen. Die Ziele seien im Bereich der Flussgrenze geortet worden, teilt das Verteidigungsministerium auf X mit. Im grenznahen Bezirk Tulcea sei zudem die Bevölkerung gewarnt worden.
+++ 04:57 Wie Raffinerie getroffen? Wolgograder Gouverneur meldet Drohnenangriff auf Energieanlage +++
In der russischen Region Wolgograd brennen nach einem Drohnenangriff eine Energieanlage und mehrere Lagerhallen. Dies teilt der regionale Gouverneur Andrej Botscharow auf Telegram mit. Fünf Menschen benötigten medizinische Hilfe, erklärt er weiter. Details zu den betroffenen Anlagen nennt er nicht. In der Region befindet sich eine Ölraffinerie des Konzerns Lukoil.
+++ 03:56 Doch keine Patriot-Lizenz für Kiew? Trump ist sich "nicht sicher" +++
US-Präsident Donald Trump ist sich einem Zeitungsbericht zufolge "nicht sicher", ob er der Ukraine den Bau von Patriot-Raketen erlauben wird. "Es ist eine sehr außergewöhnliche Waffe, und wir müssen ein wenig vorsichtig sein, an wen wir Lizenzen vergeben", zitiert die "Financial Times" den Präsidenten aus einem Telefonat.
+++ 02:45 Kushner und Witkoff reisen im August vermutlich erstmals nach Kiew +++
Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner werden voraussichtlich in der zweiten Augusthälfte nach Kiew reisen, berichtet Radio Free Europe/Radio Liberty unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Quellen. Washington-Korrespondent Alex Raufoglu berichtet, dass die Gesandten von US-Präsident Donald Trump voraussichtlich die ukrainische Hauptstadt besuchen werden, um an den Feierlichkeiten zum 35. Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine von der Sowjetunion teilzunehmen. Sollte sich dies bestätigen, wäre es der erste Besuch eines der beiden Gesandten in der Ukraine. Der geplante Besuch wurde Berichten zufolge während des Treffens von Präsident Selenskyj mit US-Präsident Trump am 28. Juli im Weißen Haus vereinbart. Mit den Gesprächen vertraute Personen teilten dem "Kyiv Independent" mit, dass das Treffen zwar nur wenige greifbare Ergebnisse für Kiew gebracht habe, ein Durchbruch jedoch darin bestanden haben könnte, Steve Witkoff und Jared Kushner zu einem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt zu bewegen.
+++ 01:24 Russische Rakete traf US-amerikanische Drohnenfabrik in Kiew +++
Eine russische ballistische Rakete zerstörte vor einer Woche eine in den USA registrierte Drohnenfabrik in Kiew. Dies ist der erste bekannte russische Angriff auf ein US-amerikanisches Unternehmen in der Ukraine. Die Fabrik gehörte dem in Delaware registrierten US-Unternehmen "Terminal Autonomy", das laut "The Guardian" Präzisionsdrohnen für "Deep-Strike"-Einsätze herstellt, die mit Leitsystemen ausgestattet sind, die gegen russische Störmaßnahmen resistent sind. Bei dem Angriff kam niemand zu Schaden. "Den Russen ist es egal, wem die Produktionsstätte gehört. Sie ist trotzdem ein Ziel", sagt Anthony Vinci, ein ehemaliger hochrangiger US-Geheimdienstmitarbeiter. Laut staatlichen Unterlagen wurde das Unternehmen im Jahr 2023 registriert. Weder das Unternehmen noch die ukrainische Regierung reagierten bisher auf den Vorfall.
+++ 23:48 Wegen russischer Angriffe stoppen ukrainische Eisenerz-Produzenten ihre Förderung +++
Wichtige Eisenerz-Exporteure der Ukraine müssen wegen der Blockade der Schwarzmeerhäfen vorübergehend den Betrieb einschränken. Der Chef des Bergbaukombinats Poltawa, Viktor Lotous, kündigt einen Stillstand der Förderung von 10 bis 20 Tagen an. Die Export-Schiffe könnten nicht auslaufen. Auch das große Bergbaukombinat von Krywyj Rih schränkt wegen der russischen Angriffe auf die ukrainischen Häfen die Eisenerzförderung in seinem Tagebau ein. Erst hat die Ukraine in den vergangenen Wochen mit Drohnenangriffen den russischen Schiffsverkehr auf dem Asowschen Meer und dem Schwarzen Meer weitgehend zum Erliegen gebracht, Russland daraufhin seine Angriffe auf ukrainische Häfen verstärkt. Der Verkehr dorthin war seit 2023 zwar riskant, er funktionierte aber. Derzeit wagen ausländische Schiffe es nicht, Odessa und andere Häfen anzulaufen.
+++ 22:01 Russlands staatlicher Rüstungskonzern Rostec macht nun Geschäfte mit Kryptowährung +++
Der staatliche russische Rüstungskonzern Rustec nutzt seit rund einer Woche die neue Kryptowährung "RubX" - kurz nachdem die EU weitere Sanktionen gegen die russische Finanzbranche und Kryptomärkte verhängt hat. Dies berichtet der "Kyiv Independent". Blockchain-Daten deuten demnach darauf hin, dass der Rubel-Stablecoin, der 1:1 an die russische Währung gekoppelt ist, am 17. Juli in einer Soft-Launch-Phase gestartet ist und seit dem 24. Juli für Swaps mit dem weitverbreiteten Dollar-Stablecoin "Tether" angeboten wird. Kryptowährungen haben sich für russische Importeure zu einem wichtigen Kanal für Zahlungen ins Ausland entwickelt, da westliche Sanktionen und andere Maßnahmen den Zugang Russlands zum globalen Bankensystem erschweren. Einige russische Unternehmen sind deshalb auf dollarbasierte Krypto-Token umgestiegen, um Zahlungen für internationale Handelsverträge, unter anderem mit China, zu tätigen. RubX ist nach A7A5 der zweite Rubel-Stablecoin.
+++ 21:13 Waffenhersteller Heckler & Koch meldet auch wegen Bundeswehr Rekordumsätze +++
Der Boom bei Deutschlands größtem Hersteller von Handfeuerwaffen Heckler & Koch hält an. Der Umsatz von Januar bis Juni lag bei rund 263,9 Millionen Euro, wie der Konzern aus Oberndorf am Neckar auf der Basis vorläufiger Geschäftszahlen mitteilt. Das entspricht einem Plus von knapp 47 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Konzern aus dem Nordschwarzwald stellt Sturm- und Maschinengewehre, Pistolen sowie Maschinenpistolen und Granatwerfer her. Noch Mitte des vergangenen Jahrzehnts kämpfte die Waffenschmiede mit roten Zahlen und einem hohen Schuldenberg. Treiber des aktuellen Booms ist die deutlich gestiegene Nachfrage aus Nato-Staaten, die seit dem russischen Angriff auf die Ukraine mehr in ihre Streitkräfte investieren. Allein die Bundeswehr hat inzwischen 250.000 neue Sturmgewehre bestellt. Ursprünglich waren nur 120.000 vorgesehen.
+++ 20:37 Selenskyj: "Allianz der Moskauer Bastarde mit wahnsinnigem Regime" +++
Bei einem russischen Angriff auf das Dorf Raduschne nahe Krywyj Rih sind Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge sechs Menschen ums Leben gekommen - alle derselben Familie. Dabei sei erstmals seit Langem wieder eine Rakete aus Nordkorea eingesetzt worden, was vorläufige Daten zeigten. Selenskyj spricht von einer "Allianz der Moskauer Bastarde mit dem wahnsinnigen Regime in Nordkorea - für Raketen, für das nordkoreanische Kontingent hier in Europa, an unseren Grenzen, und für die Tötung unserer ukrainischen Kinder".
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