Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:42 Sicherheit im Ostseeraum: Wadephul reist nach Lettland und Schweden +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul reist heute zu Gesprächen über die Sicherheit im Ostseeraum nach Lettland und Schweden. In Riga wird er zunächst den lettischen Staatspräsidenten Edgars Rinkevics treffen, wie das Auswärtige Amt mitteilt. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen Themen wie hybride Bedrohungen im Ostseeraum, Angriffe auf kritische Infrastruktur oder die russische Schattenflotte. Auch die Lage in der Ukraine und die dringend benötigte Unterstützung für das Land angesichts der massiven russischen Angriffe auf zivile Infrastruktur sollen laut Auswärtigem Amt erörtert werden.
+++ 04:35 Ukrainischer Generalstab: Lage in Pokrowsk sehr angespannt +++
Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte berichtet von 129 Gefechten an der Front binnen 24 Stunden. Laut Ukrinform bewerten die Militärs die Lage an der Pokrowsk-Achse als am meisten angespannt. Dort hätten die Russen bis Sonntagabend 90 Soldaten verloren. "Seit Tagesbeginn haben 129 Kampfhandlungen stattgefunden. Der Feind führte 61 Luftangriffe durch und warf dabei 155 gelenkte Fliegerbomben ab. Zusätzlich setzte er 4983 Kamikaze-Drohnen ein und führte 2782 Artillerieangriffe auf bewohnte Gebiete und unsere Truppenstellungen durch", so der ukrainische Generalstab weiter.
+++ 02:52 London begrüßt Windkraft-Ausbau durch Nordsee-Staaten +++
Die britische Regierung begrüßt die Pläne für einen massiven Ausbau der Offshore-Windkraft durch die Nordsee-Anrainerstaaten. "Wir setzen uns für unsere nationalen Interessen ein, indem wir uns für saubere Energie starkmachen. Diese kann Großbritannien aus der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen befreien und uns Energiesouveränität und -vielfalt sichern", erklärt der britische Energieminister Ed Miliband, der am heutigen Montag an dem Nordseegipfel in Hamburg teilnehmen wird. Die Nordseeanrainerstaaten hatten sich bereits 2023 auf ein übergeordnetes Ziel von 300 GW Offshore-Windkraftkapazität bis 2050 geeinigt, nachdem Russlands Einmarsch in die Ukraine die Befürchtungen über Europas Abhängigkeit von russischem Gas verstärkt hatte.
+++ 01:20 IW-Studie: Viele deutsche Firmen schlecht gerüstet für Kriegsfall +++
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) warnt davor, dass die Unternehmen hierzulande möglicherweise nicht ausreichend auf einen Spannungs- und Verteidigungsfall vorbereitet sind. "Gesamtverteidigung und Abschreckung gegenüber Russland kann nicht allein militärisch gedacht werden, sondern erfordert die systematische Einbindung der Wirtschaft", heißt es in einer noch unveröffentlichten Studie des IW, die der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt. Die IW-Volkswirte stützen sich auf eine repräsentative Befragung von mehr als 1000 Firmen - mit gemischtem Ergebnis: 86 Prozent geben an, sich bereits wirksam gegen Cyberattacken zu schützen. Gegen Desinformation, Sabotage und Spionage habe die Mehrheit ebenfalls Maßnahmen ergriffen. Umgekehrt sind nur gut drei Prozent der Firmen für einen Materialausfall gerüstet, bei der Notfallplanung für größeren Personalausfall liegt die Quote bei vier Prozent.
+++ 23:48 Selenskyj trifft belarussische Oppositionelle Tichanowskaja +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja haben sich in der litauischen Hauptstadt Vilnius getroffen. Selenskyj habe sie bei dem Treffen zu einem Besuch nach Kiew eingeladen, schreibt die im Exil lebende Tichanowskaja bei Telegram. Ihren Angaben nach war es das erste bilaterale Treffen der beiden. Tichanowskaja dankt dem ukrainischen Präsidenten für die Aufnahme freigelassener politischer Häftlinge aus Belarus. Selenskyj schreibt zunächst nichts über das Treffen in sozialen Medien. Auf Drängen der USA hatte in Belarus Machthaber Alexander Lukaschenko im Dezember mehr als 100 politische Gegner nach jahrelanger Gefangenschaft in die Freiheit entlassen. Zahlreiche wurden per Bus außer Landes in die Ukraine gebracht. Darunter war auch die prominente Oppositionelle Maria Kolesnikowa.
+++ 22:25 Babiš: Tschechien verkauft der Ukraine keine Kampfjets für die Drohnen-Jagd +++
Laut des tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babiš wird sein Land keine Kampfjets vom Typ L-159 an die Ukraine verkaufen. Dies sei endgültig ausgeschlossen und die Angelegenheit "abgeschlossen", wie "Ukrainska Pravda" meldet. "Es gibt keine L-159 und es wird auch keine geben. Das Thema ist erledigt", so der tschechische Ministerpräsident. Der mögliche Verkauf von L-159-Leichtangriffsflugzeugen an die Ukraine war in den vergangenen Wochen Gegenstand politischer Debatten im Land. Auch hatte der tschechische Präsident Petr Pavel kürzlich vorgeschlagen, vier gebrauchte Kampfjets der einheimischen Luftstreitkräfte an die Ukraine zu verkaufen. Die Flugzeuge könnten hilfreich bei der Abwehr der massiven Drohnenangriffe sein. Babiš bezeichnet die Diskussionen als "künstlich herbeigeführt".
+++ 21:47 Selenskyj: Lukaschenkos Hund hat "mehr Rechte als die Bevölkerung von Belarus" +++
Bei seinem Besuch in Litauen hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auch zu der Situation im Nachbarland Belarus geäußert. Der weiße Spitz des belarussischen Diktators Alexander Lukaschenko "genießt mehr Rechte als die Bevölkerung von Belarus", so Selenskyj in seiner Rede in Vilnius, wie die ukrainische Zeitung "Kyiv Independent" schreibt. Belarus habe die Chance gehabt, dies zu ändern, sagte der ukrainische Staatschef im Hinblick auf die friedlichen Proteste von 2020, aber damals sei die Unterstützung für die Belarussen nicht ausreichend gewesen. "Und jetzt spüren wir alle, wie viel schwieriger, wie viel teurer und wie viel gefährlicher es für alle geworden ist, aufgrund der Abhängigkeit von Belarus von Moskau - einer Abhängigkeit, die nicht abnimmt", sagte Selenskyj. Lukaschenko erlaubte Moskau zu Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine im Jahr 2022, belarussisches Territorium zu nutzen.
+++ 21:23 Klitschko: 1300 Wohnhäuser noch immer ohne Heizung in Kiew +++
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind auch eine Woche nach einem russischen Raketen- und Drohnenangriff noch immer mehr als 1300 Wohnhäuser ohne Heizung, wie Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko laut ukrainischer Medien mitteilt. Russland greift immer wieder gezielt die ukrainische Energieversorgung an. Der Bürgermeister erinnert in der Mitteilung daran, dass gestern in der Hauptstadt noch fast 6000 Gebäude ohne Heizung waren.
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