Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:11 Bericht: Containerreederei läuft russischen Schwarzmeerhafen nach Drohnenattacke nicht mehr an  +++

27.08.2026, 00:01 Uhr

Die weltweit führende Containerreederei MSC Mediterranean Shipping Co. setzt neue Buchungen für Transporte über den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk einem Medienbericht zufolge aus. Zuvor sei eines ihrer Schiffe, die "MSC ULSAN III", auf dem Weg nach Noworossijsk von einer Drohne attackiert worden, meldet Bloomberg News und beruft sich auf eine Mitteilung der Reederei an Kunden. Wann sich der Vorfall ereignete, wird demnach nicht mitgeteilt. Laut Bloomberg schränkte das Unternehmen, wie andere internationale Containerreedereien auch, seinen Betrieb in Russland seit Beginn des Ukraine-Kriegs ein. Zu den verbleibenden Transporten nach Russland auf internationalen Routen gehörten in der Regel Güter wie Lebensmittel, Kleidung und Medikamente. 

+++ 04:55 Berichte: CIA-Chef warnte in Moskau vor Angriff auf Nato +++

Über den Grund der Russland-Reise von CIA-Direktor John Ratcliffe gibt es keine offiziellen Informationen. Das "Wall Street Journal" und das Magazin "Politico" berichten unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen, der CIA-Direktor habe Moskau vor einem Angriff auf Nato-Verbündete gewarnt. Dabei sei es vor allem um eine mögliche Eskalation mit Blick auf die östlichen Nato-Partner im Baltikum gegangen. Zudem habe Ratcliffe den Kreml dazu gedrängt, seine militärische und finanzielle Unterstützung für den Iran herunterzufahren.

+++ 03:47 Explosionen in Kiew, Verletzte in Saporischschja +++

In weiten Teilen der Ukraine gilt in der Nacht Luftalarm. In Kiew habe es mehrere Explosionen gegeben, melden Reporter des "Kyiv Independent". Innerhalb einer Minute seien in der Stadt mindestens sechs Explosionen zu hören gewesen. Weitere Explosionen werden aus Odessa und Saporischschja gemeldet. Beim Angriff auf Saporischschja wurden laut Gouverneur Fedorow drei Menschen verletzt.

+++ 02:08 Leipziger Drohnenvorfall: US-Geheimdienste sehen Handschrift des GRU +++

Nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle Anfang des Monats sehen US-Geheimdienste offenbar Hinweise auf eine russische Beteiligung. Die an der Drohne angebrachten Sprengstoffe sowie der Aufbau des tödlichen Sprengkörpers seien "typisch" für die Geräte des russischen Militärgeheimdiensts GRU, erklärte eine namentlich nicht genannte Geheimdienstquelle dem US-Sender ABC News. Der russische Auslandsgeheimdienst SVR hatte deutschen Politikern am Montag vorgeworfen, vorschnell Russland verantwortlich zu machen. Innenminister Dobrindt hatte lediglich von "fremden Mächten" gesprochen.

+++ 23:28 Frau bei Drohnenangriff auf Dorf getötet +++

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Gemeinde Romenska in der Oblast Sumy im Nordosten der Ukraine ist eine Frau ums Leben gekommen. Die 66-Jährige wurde laut Gouverneur Oleg Grygorov getötet, als eine Drohne in ihr Wohnhaus einschlug. Weitere vier Menschen wurden verletzt.

+++ 22:00 Viertgrößte russische Ölraffinerie stellt Betrieb nach ukrainischem Drohnenangriff ein +++

Die Norsi-Ölraffinerie des russischen Konzerns Lukoil in der Region Nischni Nowgorod muss ihren Betrieb nach einem ukrainischen Drohnenangriff offenbar vorübergehend einstellen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf drei Insider. Durch den Angriff seien mehrere Verarbeitungsanlagen beschädigt worden. Der ukrainische Generalstab hatte den Angriff zuvor bestätigt und mitgeteilt, dass auf dem Gelände der Ölraffinerie ein Brand ausgelöst worden sei. Norsi ist die viertgrößte russische Ölraffinerie.

+++ 21:24 Zwei Tote bei russischen Angriffen auf Gebiet Dnipropetrowsk +++

Bei russischen Angriffen auf das südostukrainische Gebiet Dnipropetrowsk sind heute zwei Menschen getötet und eine weitere Person verletzt worden. Das teilt der Militärgouverneur des Gebiets, Olexander Hanscha, mit. Russland habe vier Bezirke von Dnipropetrowsk mit Drohnen, Artillerie und Luftbomben angegriffen. Im Bezirk Nikopol seien zwei Menschen getötet worden: eine 71-jährige Frau und ein 48-jähriger Mann. Ein 59-jähriger Mann sei verletzt worden.

+++ 20:33 Bericht: Moskau erwägt Intensivierung der Raketenangriffe auf Kiew +++

Die russische Regierung bereitet sich laut einem Bericht der Agentur Bloomberg darauf vor, die Intensität der Raketenangriffe auf die Ukraine zu erhöhen. Hintergrund sei, dass die Verhandlungen über ein Friedensabkommen in einer Sackgasse steckten. Demnach könnten die verschärften Raketenangriffe das Zentrum der Hauptstadt Kiew sowie Infrastruktur in anderen ukrainischen Städten treffen, schreibt Bloomberg unter Berufung auf drei dem Kreml nahestehende Personen. Russlands Präsident Wladimir Putin werde den Krieg unter Druck der westlichen Sanktionen und der ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien und Logistiknetzwerke nicht beenden, heißt es.

+++ 20:00 Gegenseitige Angriffe: Getreideexporte Russlands und der Ukraine brechen deutlich ein +++

Sowohl Russland als auch die Ukraine greifen die zivile Infrastruktur des jeweils anderen Landes an und legen damit wichtige Häfen und Schifffahrtsrouten praktisch lahm. Wie der "Economist" berichtet, sind die Auswirkungen auf die Weizenexporte bereits deutlich spürbar. Im August des vergangenen Jahres exportierten Russland und die Ukraine demnach zusammen 6,3 Millionen Tonnen Weizen. In diesem August könnten ihre gemeinsamen Exporte nur noch etwa 2,5 Millionen Tonnen erreichen, heißt es in dem Bericht. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine wird zu einem wachsenden Problem für die Getreideversorgung vor allem in Afrika, im Nahen Osten und weiteren Teilen Asiens. Die beiden bedeutenden Getreideexporteure attackieren mitten in der Erntezeit seit Wochen gegenseitig ihre Ausfuhrhäfen und Schiffsrouten in der Schwarzmeerregion. Damit ist dieser wichtige Handelsweg weitgehend blockiert. Wie Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters auf Basis von offiziellen Daten und Analystenschätzungen ergaben, sind mehr als 97 Prozent der Exportkapazitäten beider Länder im Schwarzen Meer und im Asowschen Meer ausgefallen. Damit versiegen zwei wichtige Quellen für preisgünstiges Getreide. Der Ausfall der Schwarzmeer-Route treibt die weltweiten Weizenpreise massiv in die Höhe. Allein in diesem Monat sind sie um rund 6,5 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist Weizen sogar 30 Prozent teurer geworden.

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