Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:50 Ukraine: Vier russische Kriegsschiffe in Noworossijsk getroffen +++

12.08.2026, 00:01 Uhr

Die ukrainischen Streitkräfte haben im Rahmen einer nächtlichen Operation auf dem Marinestützpunkt Noworossijsk in der russischen Region Krasnodar vier russische Kriegsschiffe angegriffen. Das bestätigen der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte (AFU) und der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU). Nach vorläufigen Angaben wurden die Fregatten "Admiral Makarov" und die "Admiral Essen", sowie das Raketenschiff "Buyan-M" und das Patrouillenschiff "Vasily Bykov" in unterschiedlichem Ausmaß beschädigt. "Die ukrainischen Streitkräfte schwächen konsequent die Fähigkeit der Russischen Föderation, ihre bewaffnete Aggression fortzusetzen", erklärt der Generalstab in seiner Stellungnahme und fügte hinzu, dass weitere Einzelheiten folgen würden.

+++ 05:00 Schiffsverkehr im Hafen von Odessa lässt deutlich nach +++

Der Betrieb am Hafen von Odessa hat ukrainischen Angaben zufolge wegen verstärkter russischer Angriffe deutlich nachgelassen. Im Juli hätten 159 Schiffe den Schwarzmeerhafen Hafen angelaufen, verglichen mit 400 im Vorjahresmonat, teilt der stellvertretende ukrainische Infrastrukturminister Andrij Kaschuba der Nachrichtenagentur Reuters mit. Er beruft sich auf Daten der ukrainischen Hafenbehörde. "Einige Schiffseigner und Verlader warten darauf, dass sich die Sicherheitslage verbessert", ergänzt Kaschuba. Auch in dieser Nacht wurde der Hafen von Odessa wieder von russischen Drohnen angegriffen, Behörden zufolge brach ein Feuer aus.

+++ 02:57 Ukraine will nicht mehr genau zu russischen Raketenangriffen informieren +++

Die Ukraine wird keine genauen Angaben mehr zu russischen Raketenangriffen zu machen. Es würden "bestimmte Änderungen" bei den täglichen Morgenberichten eingeführt, so Luftwaffensprecher Jurij Ihnat bei Facebook. Unter anderem solle nicht mehr die Zahl der von Russland auf die Ukraine abgefeuerten Raketen genannt werden. Auch die Zahl der von der ukrainischen Luftwaffe zerstörten oder abgefangenen Raketen werde nicht mehr genannt. Gleiches gelte für russische Raketen, "die ihr Ziel nicht erreicht haben". Bisher hatten die ukrainischen Streitkräfte de facto täglich eine Bilanz der russischen Angriffe mit genauen Zahlen veröffentlicht. Künftig werde die Ukraine nur noch allgemeine Angaben zu den russischen Angriffen machen, kündigt der Luftwaffensprecher an. Zugleich versichert er, dass die Bevölkerung weiterhin in Echtzeit vor Angriffen gewarnt und Luftalarm ausgelöst werden solle.

+++ 00:43 Nach Drohnenangriff: Großer Stromausfall auf der Krim +++

Die Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim ist nach nächtlichen Drohnenangriffen der Ukraine erneut ohne Strom. Die Stadt sei wegen eines massiven ukrainischen Angriffs von der Stromversorgung abgeschnitten, teilt der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, mit. Die Armee wehre einen ukrainischen Angriff ab. Derzeit begutachteten Experten die Schäden.

+++ 23:39 Ukraine und Moldau vereinbaren Rabatt für Getreidetransporte +++

Die Ukraine und die Republik Moldau einigen sich auf einen Tarifnachlass von 50 Prozent für den Schienengüterverkehr bis zum Jahresende. Damit sollen ukrainische Getreideexporte erleichtert werden, da russische Angriffe auf die Schwarzmeerhäfen die traditionellen Routen blockieren, teilt der ukrainische Ministerpräsident Serhij Korezkyj auf Telegram mit. Das moldauische Infrastrukturministerium bestätigt die Vereinbarung und erhofft sich dadurch für den Rest des Jahres ein Transportvolumen von bis zu 600.000 Tonnen Getreide. Dies entspreche etwa zehn Prozent der geschätzten ukrainischen Ausfuhren und sichere der staatlichen moldauischen Eisenbahn trotz der niedrigeren Tarife Einnahmen.

+++ 22:11 Russlands dezimierte Schwarzmeerflotte geht in Rauch auf +++

Die Ukraine attackiert den russischen Marinestützpunkt Noworossijsk massiv. Laut dem Bürgermeister der Stadt kommt ein Kind ums Leben. Noworossijsk gilt als letzte Bastion der arg dezimierten russischen Schwarzmeerflotte.

+++ 21:42 Ukrainische Truppe klagt in Video: seit Tagen kein Essen, seit Monaten keine Ablösung +++

Eine Gruppe an der Front gegen Russland kämpfender ukrainischer Soldaten ruft in einem Video die Armeeführung um Hilfe an. Der Kommandant des Zuges der 121. Territorialverteidigungsbrigade, Anatolij Saitschuk, beklagt in der Aufzeichnung, dass die Männer schon seit vier Monaten nicht mehr abgelöst worden seien und viele Tage ohne Essen oder Wasser auskommen müssten. Das am Dienstag veröffentlichte Video verbreitete sich schnell in Online-Netzwerken. "Wir sind jetzt in einem Unterschlupf, den wir selbst gefunden haben, weil alle Stellungen zerstört wurden", sagt der Kommandant in dem Video, das sich direkt an Armeechef Mychailo Drapaty richtet. "Über Zeiträume von drei bis sieben Tagen sind wir nicht mit Lebensmitteln oder Trinkwasser versorgt worden." Seinen Angaben zufolge hatten die Soldaten sogar einmal zwölf Tage lang kein Wasser und hätten angefangen, ihren eigenen Urin zu trinken. Ursprünglich hätte der Einsatz der Einheit demnach einen Monat dauern und die Versorgung mit Drohnen gewährleistet werden sollen. Das Kommando der 121. Brigade bestätigt auf Facebook die Echtheit des Videos und teilt mit, sie unternehme alle notwendigen Schritte, um die Soldaten in einer "extrem schwierigen" Gefechtslage angemessen zu versorgen.  

+++ 21:13 Russland wirft der Ukraine weltweiten Anstieg von Getreidepreisen vor +++

Russland wirft der Ukraine vor, mit Angriffen auf die russische Agrarinfrastruktur die weltweiten Lebensmittelpreise in die Höhe zu treiben. Die ukrainischen Angriffe verschärften den Mangel an Getreide sowie Düngemitteln und dienten den Interessen bestimmter westlicher Staaten, sagt die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa. Die Ukraine hatte den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk angegriffen, woraufhin Getreideterminals den Betrieb einstellten. Beide Länder gehören zu den weltweit größten Getreideexporteuren und greifen regelmäßig gegenseitig Hafenanlagen an. Nach den Angriffen auf Noworossijsk stiegen die Getreidepreise an den Rohstoffmärkten deutlich. 

+++ 20:33 Ukraine meldet drei getroffene russische Kriegsschiffe im Hafen von Noworossijsk +++

Ukrainische Streitkräfte greifen nach Angaben des Inlandsgeheimdienstes SBU den russischen Schwarzmeer-Marinestützpunkt Noworossijsk mit Drohnen und Raketen an und treffen dabei drei Kriegsschiffe sowie weitere Anlagen. Bei zwei der Schiffe handele es sich um die mit Kalibr-Raketen ausgestatteten Fregatten "Admiral Essen" und "Admiral Makarow", teilt der SBU auf Telegram mit. Das dritte sei ein Patrouillenboot. Der Schlag gegen den Stützpunkt sei von strategischer Bedeutung, heißt es in der Mitteilung weiter. Der SBU schränke systematisch die Fähigkeit Russlands ein, das Schwarze Meer zu kontrollieren und seine Seestreitkräfte für den Krieg gegen die Ukraine einzusetzen. 

+++ 19:57 Russland meldet "Eroberung" von Dorf, das es nicht gibt +++

Russland meldet fast täglich neue Geländegewinne in der Ukraine. Nun will Moskau ein Dorf erobert haben, das seit 1997 offiziell gar nicht mehr existiert. Experten zweifeln am Ausmaß des russischen Vormarschs.

+++ 19:21 Angriffe auf Lagerhäuser lassen Wildberries-Umsätze einbrechen +++

Die ukrainischen Angriffe auf Lagerhäuser der Onlinehandelsplattform Wildberries, bei denen mindestens 14 Logistikzentren niedergebrannt wurden, haben das Geschäftsmodell nachhaltig geschädigt. Der Handel macht etwa drei Prozent des jährlichen Bruttoinlandsprodukts Russlands aus. Wie der ukrainische Auslandsgeheimdienst laut Ukrinform meldet, seien etwa 20 Prozent der Lagerkapazitäten zerstört worden. Die Verluste des Unternehmens belaufen sich laut Schätzungen auf 100 bis 200 Milliarden Rubel (1,04 – 2,08 Mrd. Euro) . Zudem verlassen angeblich viele Verkäufer die Plattform. Der Umsatz soll bereits um 25 Prozent eingebrochen sein. So gerät das Unternehmen in Liquiditätsschwierigkeiten. Der gesamte Finanzierungsbedarf von Wildberries soll sich auf 1,3 Billionen Rubel (14 Mrd. Euro) belaufen.  

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