Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 07:23 Iran lässt einige Öltanker Straße von Hormus passieren +++

27.03.2026, 00:01 Uhr

Der Iran gewährt einigen malaysischen Öltankern die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Malaysias Premierminister Anwar Ibrahim dankt dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkia in einer Fernsehansprache dafür, dass er die Schiffe durch die Meerenge passieren lasse. "Wir sind derzeit dabei, die Freigabe der malaysischen Öltanker und der betroffenen Besatzungen zu erwirken, damit sie ihre Heimreise fortsetzen können", sagt er. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar haben nur sehr wenige Schiffe die Straße von Hormus passiert.

+++ 06:51 Fed-Gouverneurin Cook: Iran-Krieg erhöht Inflationsrisiken +++

Der Krieg im Iran verschiebt nach Einschätzung von Fed-Gouverneurin Lisa Cook das Gleichgewicht der Risiken für die US-Notenbank stärker in Richtung Inflation. Die Risiken für die beiden Ziele der Fed - Preisstabilität und Vollbeschäftigung - hielten sich zwar weitgehend die Waage, die Gefahr einer anziehenden Teuerung sei aufgrund des Konflikts derzeit jedoch größer, sagt Cook bei einer Veranstaltung an der Yale-Universität im Bundesstaat Connecticut. Der Krieg könne erhebliche Auswirkungen auf die Verbraucherpreise haben. Die Notenbank habe sich eigentlich ihrem Inflationsziel von zwei Prozent angenähert, erklärt Cook weiter. 

+++ 06:23 Pistorius: Europa ist dank Nato vor Irans Raketen sicher +++

Verteidigungsminister Boris Pistorius tritt Befürchtungen wegen der Reichweite iranischer Raketen entgegen, die theoretisch auch Ziele in Europa erreichen könnten. Europa sei "sicher, zumal Deutschland sich ja nicht alleine verteidigt im Rahmen der Luftverteidigung, sondern es im Kontext passiert mit den Nato-Luftverteidigungskräften", sagt der SPD-Politiker bei einem Besuch in einer australischen Kaserne nahe der Ostküstenmetropole Brisbane. Er verweist dabei auch auf den Aufbau des in Israel beschafften Luftverteidigungssystems Arrow 3, das in Kürze einsatzbereit sei. "Das ist ein Riesensprung nach vorne. Ich erinnere mich noch an die kritischen Stimmen, als wir es beschafft haben. Es gäbe ja gar keine Raketen, die das Ding abwehren müsste", sagt Pistorius.

+++ 06:07 Umfrage: Iran-Krieg steigert Akzeptanz erneuerbarer Energien +++

Der Iran-Krieg und die daraus resultierenden Preisausschläge bei Öl, Gas und Kraftstoffen steigern einer Umfrage zufolge die Akzeptanz erneuerbarer Energien. "66 Prozent der Befragten sehen angesichts der aktuellen Lage eine wachsende Bedeutung erneuerbarer Energien, nur zwölf Prozent erwarten keinen Bedeutungszuwachs", erklärt der Chef des Energiekonzerns Eon, Filip Thon. Eon hat demnach die Umfrage beim Meinungsforschungsinstitut Yougov in Auftrag gegeben. Die meisten Menschen setzen der Befragung zufolge auf Solarenergie, um selbst unabhängiger von geopolitisch ausgelösten Rohstoff- und Energiepreisschwankungen zu werden. 34 Prozent nennen eine PV-Anlage auf dem eigenen Dach als beste Möglichkeit, weitere zwölf Prozent halten ein Balkonkraftwerk für ihre persönliche Situation besser geeignet. 13 Prozent nennen zudem den Einbau einer Wärmepumpe und acht Prozent die Anschaffung eines E-Autos als Favorit.

+++ 05:27 Iran pocht auf Recht zur Blockade der Straße von Hormus +++

Der Iran bezeichnet es als sein legitimes Recht, Schiffe des "Feindes und seiner Verbündeten" an der Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu hindern. Dies erklärt der iranische Außenminister in einem Telefonat mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres, wie der iranische Sender Press TV berichtet.

+++ 04:24 Thailändisches Frachtschiff läuft vor iranischer Insel auf Grund +++

Ein unter thailändischer Flagge fahrendes Frachtschiff ist nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim vor der Insel Keschm auf Grund gelaufen. Die "Mayuree Naree" war Anfang des Monats in der Straße von Hormus bereits von unbekannten Geschossen getroffen worden. Thailändischen Angaben zufolge hatte die omanische Marine 20 Besatzungsmitglieder gerettet, nachdem eine Explosion im Heck des Frachters ein Feuer im Maschinenraum ausgelöst hatte.

+++ 03:27 Bericht: Pentagon erwägt Entsendung von 10.000 weiteren Soldaten +++

Das US-Verteidigungsministerium prüft laut einem Bericht des "Wall Street Journal" die Entsendung von bis zu 10.000 zusätzlichen Bodentruppen in den Nahen Osten. Damit solle US-Präsident Donald Trump mehr militärische Optionen erhalten, auch wenn er Friedensgespräche mit der Regierung in Teheran erwäge, meldet die Zeitung unter Berufung auf Insider aus dem Pentagon. Demnach würde es sich voraussichtlich um Infanterieinheiten handeln, die in Schlagdistanz zur Insel Kharg und zum Iran stationiert werden könnte. Derzeit befinden sich etwa 5000 Marines und Tausende Fallschirmjäger in der Region.

+++ 02:14 Explosionen im Süden von Beirut +++

Im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut sind Reportern zufolge mehrere Explosionen zu hören gewesen. Videoaufnahmen zeigen Rauch, der aus den südlichen Vororten, die als Hochburg der pro-iranischen Hisbollah-Miliz gelten, aufsteigt. Libanesische Medien melden israelische Angriffe, eine Evakuierungswarnung hatte es im Vorfeld nicht gegeben. Die normalerweise dicht besiedelten Viertel haben sich seit Ausbruch der Kämpfe weitgehend geleert. 

+++ 01:35 Weltbank kündigt rasche Hilfen wegen Nahost-Konflikt an +++

Die Weltbank kündigt rasche Finanzhilfen für Länder an, die unter den Folgen des Nahost-Konflikts leiden. Um die Regierungen bei der Bewältigung von Herausforderungen wie stark gestiegenen Energiekosten zu unterstützen, sollen schnell auszahlbare Finanzierungsinstrumente genutzt werden, teilt die Entwicklungsorganisation mit. Zudem sollen Unternehmen mit Liquidität versorgt werden, um Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum in den betroffenen Staaten zu erhalten.

+++ 00:13 Bericht: Iran hat USA nicht um Aufschub gebeten +++

Der Iran hat einem Zeitungsbericht zufolge nicht um einen zehntägigen Aufschub der Angriffe auf seine Energieanlagen gebeten. Zudem stehe eine endgültige Antwort auf einen 15-Punkte-Plan der USA zur Beendigung des Krieges noch aus, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Vermittler. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, er setze die geplanten Angriffe auf Bitte der iranischen Regierung für zehn Tage aus.

+++ 23:05 Golf-Staaten sehen rote Linien überschritten +++

Die Golf-Staaten üben scharfe Kritik an den die iranischen Angriffen auf arabische Länder am Golf. Irans Verhalten sei destabilisierend und habe roten Linien überschritten, sagt der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrats, Dschasim al-Budaiwi, laut einem Bericht des saudischen Fernsehsenders Al-Arabija vor Diplomaten. Dazu gehöre es, die Straße von Hormus zu schließen und Gebühren für deren Passage zu verlangen. Der Iran habe 85 Prozent seiner Raketen auf Golf-Staaten abgefeuert, so al-Budaiwi.

+++ 22:17 Israel droht mit Tötung weiterer Führungsfiguren +++

Israels Armee hat damit gedroht, weitere wichtige Führungsfiguren im Iran ins Visier zu nehmen. Die Tötungen würden nicht aufhören, sagte Militärsprecher Effie Defrin am Abend. "Wir werden weiterhin jeden verfolgen, der Israel bedroht."

+++ 21:49 Rubio sieht Europa in der Bringschuld +++

US-Außenminister Marco Rubio hat die Kritik von US-Präsident Donald Trump an der Nato verteidigt. Er sagte, die Verbündeten müssten im Hinblick auf den Iran und die Sicherung der Straße von Hormus mehr tun. "Die Vereinigten Staaten werden ständig gebeten, in einem Krieg zu helfen - und wir haben mehr als jedes andere Land der Welt geholfen - in einem Krieg, der auf einem anderen Kontinent, in der Ukraine, stattfindet. Aber als die USA selbst Hilfe brauchten, hat [Trump] keine positiven Reaktionen erhalten", sagte Rubio zu Journalisten.

+++ 21:21 Trump verschiebt Angriffe auf iranische Energieanlagen um zehn Tage +++

US-Präsident Donald Trump setzt nach eigenen Angaben die angekündigte Zerstörung von Energieanlagen im Iran für zehn Tage aus. Die Frist laufe nun bis zum 6. April, erklärt Trump. Die Gespräche mit dem Iran liefen "sehr gut". Eine iranische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Ursprünglich lief die Frist bis zum Ende dieser Woche. Der Iran hatte mit Vergeltung gedroht.

+++ 21:06 Wadephul fordert: "Wollen einbezogen werden in Gespräche" +++

Vor der Teilnahme des US-Außenministers Marco Rubio an den Verhandlungen der G7 bietet der deutsche Außenminister im Interview mit ntv deutsche Hilfe im Iran, sollte der Krieg erstmal vorbei sein. Dafür verlangt er aber politische Beteiligung.

+++ 20:48 Iran signalisiert Spanien Entgegenkommen bei Hormus-Passage +++

Der Iran zeigt sich nach Angaben seiner Botschaft in Spanien offen für Anfragen aus Madrid mit Bezug zur Straße von Hormus. Spanien respektiere das Völkerrecht, hieß es zur Begründung in einem Post auf X. Laut einem Schreiben des iranischen Außenministeriums dürfen "nicht-feindliche Schiffe" die Meerenge nach Rücksprache mit den Behörden passieren. Die spanische Regierung gehört zu den ersten Ländern, die die Angriffe der USA und Israels auf den Iran als rücksichtslos und illegal verurteilt haben.

+++ 20:23 Israel ändert wegen Trump Iran-Strategie +++

Israel hat den Schwerpunkt seiner Luftkampagne von der Destabilisierung des iranischen Regimes auf die Zerstörung der militärisch-industriellen Basis des Landes verlagert, in der Hoffnung, in der verbleibenden Zeit vor einem möglichen Kriegsende einen nachhaltigeren Schaden zu hinterlassen.

+++ 20:06 Sharma: Teheran fürchtet US-amerikanisches Ablenkungsmanöver +++

Das iranische Regime misstraue den USA, berichtet ntv-Korrespondentin Kavita Sharma. Das erschwere mögliche Verhandlungen. Teheran fürchte, von den USA mit deren diplomatischem Werben von einer bevorstehenden Angriffswelle abgelenkt zu werden.

+++ 19:58 Hisbollah-Rakete tötet Mann in Nordisrael +++

Bei einem Raketenangriff der Hisbollah ist in der israelischen Küstenstadt Naharija ein Mann getötet worden. Zudem habe es 14 Verletzte gegeben, darunter einen Schwerverletzten, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Den Angaben zufolge wurden außerdem elf Menschen wegen Angstzuständen behandelt. Ein Sanitäter berichtete von beschädigten Gebäuden und massiver Zerstörung nach einem Raketeneinschlag. Israelischen Medien zufolge wurde der Parkplatz eines Wohnhauses getroffen.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.