Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:41 Russland: Stromleitung zum AKW Saporischschja repariert +++

06.03.2026, 00:01 Uhr

Russland hat eine wichtige externe Stromleitung zum besetzten Atomkraftwerk Saporischschja repariert. Dies teilte der Chef des russischen Staatskonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, mit. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bestätigte die Reparatur. Die Leitung war seit dem 10. Februar unterbrochen. Eine zweite externe Leitung war während der Arbeiten durchgehend in Betrieb. Eine ukrainische Stellungnahme lag zunächst nicht vor.

+++ 06:08 USA: Indien darf zeitlich begrenzt russisches Öl kaufen +++

Die USA erlauben es indischen Raffinerieunternehmen, für einen begrenzten Zeitraum russisches Öl zu kaufen. Sein Ministerium erteile dafür eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung, um sicherzustellen, dass weiterhin Öl auf den Weltmarkt gelange, teilte US-Finanzminister Scott Bessent auf X mit. Russland, das einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, dürfte damit zumindest kurzfristig seine Einnahmen aus dem Rohöl-Verkauf steigern können. Die US-Regierung spielte diesen Aspekt herunter. "Diese bewusst kurzfristige Maßnahme wird der russischen Regierung keinen nennenswerten finanziellen Vorteil verschaffen", betonte Bessent, da sie nur Transaktionen mit Öl genehmige, das bereits auf Tanker geladen, aber nicht ausgeliefert worden sei. Der Finanzminister sprach von einer "Überbrückungsmaßnahme", die den Druck mindern werde, der durch das Verhalten des Irans entstehe.

+++ 05:36 VW-Betriebsratschefin sieht Rüstung als Option +++

VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo zeigt sich offen für Rüstungsprojekte bei dem Autobauer. "Ich bin der Meinung, dass Deutschland und Europa unabhängiger werden müssen im Bereich Verteidigung", sagt sie im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. "Die Welt hat sich stark verändert. Deshalb ist es wichtig, dass Europa dort ein Gegengewicht aufbaut." Vor allem für das Werk im niedersächsischen Osnabrück könne das eine Perspektive sein. "Wir prüfen alle Möglichkeiten, um den Standort Osnabrück zukunftsfest aufzustellen", sagt Cavallo. Rüstung sei hier eine Option. Die Arbeitnehmervertreterin verwies darauf, dass die Konzerntochter MAN bereits seit Jahren in einem Gemeinschaftsunternehmen mit Rheinmetall Militärlaster baut.

+++ 04:47 Selenskyj kündigt weitere Gefangenenaustausche an +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigt die baldige Rückholung weiterer Soldaten aus russischer Kriegsgefangenschaft an. In seiner abendlichen Videobotschaft lobt er den am Tag vollzogenen Austausch von 200 Kriegsgefangenen. "Wir rechnen damit, dass es in den nächsten Tagen eine Fortsetzung der Austausche geben wird", sagt er anschließend. Wie es mit den Verhandlungen über ein Ende des russischen Kriegs in der Ukraine weitergehen wird, ist seinen Worten nach hingegen ungewiss.

+++ 03:44 EU und Schweiz verstärken Zusammenarbeit bei Außen- und Verteidigungspolitik +++

Die Europäische Union und die Schweiz wollen ihre Zusammenarbeit in der Außen- und Verteidigungspolitik vertiefen. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und der Schweizer Außenminister Ignazio Cassis unterzeichneten in Zürich eine gemeinsame Erklärung, die darauf abzielt, vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen den Dialog zu intensivieren. Außerdem unterzeichneten sie ein Abkommen, das es der neutralen Schweiz erleichtern soll, sich an "zivilen und militärischen Friedensmissionen" zu beteiligen, sagt Cassis auf einer Pressekonferenz. Kallas betont die Bedeutung der Beziehungen zwischen der EU und der Schweiz. So habe sich die Schweiz bereits den Sanktionen der EU gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs angeschlossen. "Ich sehe auch Potenzial für eine verstärkte Zusammenarbeit bei der Bekämpfung hybrider Angriffe", sagte Kallas. Die Neutralität der Schweiz sei "kein Hindernis für eine engere Zusammenarbeit".

+++ 02:45 Gouverneur: Neun Verletzte bei Drohnenabsturz auf Krim +++

Beim Absturz einer abgeschossenen ukrainischen Drohne in Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sind nach Angaben des von Russland eingesetzten Gouverneurs neun Menschen verletzt worden. Die Drohne sei neben einem fünfstöckigen Wohnhaus niedergegangen, sagt Gouverneur Michail Raswoschajew. Unter den Verletzten seien drei Kinder.

+++ 01:28 Nach Selenskyj-Drohung: Sieben Ukrainer in Budapest festgenommen +++

Der Streit zwischen Ungarn und der Ukraine um den Transit von Öllieferungen aus Russland hat mit einem Geiselnahmevorwurf aus Kiew eine neue Eskalationsstufe erreicht. "Heute in Budapest haben die ungarischen Behörden sieben ukrainische Staatsbürger als Geiseln genommen", schrieb der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X. Der Vorgang sei kriminell, klagte er. Bei den Festgenommenen handelt es sich um Mitarbeiter einer Staatsbank. Zudem sollen die ungarischen Behörden Geld in Millionenhöhe und Goldbarren konfisziert haben.

+++ 00:47 Kiew hilft USA bei Drohnenabwehr +++

Die Ukraine will die USA bei der Abwehr iranischer Drohnen unterstützen. Man habe eine entsprechende Anfrage aus Washington erhalten, erklärt Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X. Er habe die Entsendung von Spezialisten und Ausrüstung angeordnet, um beim Schutz vor "Schahed"-Drohnen zu helfen. Einem Insider zufolge sollen die ukrainischen Experten in den kommenden Tagen ihre Arbeit aufnehmen. Die Ukraine hat im Abwehrkampf gegen Russland umfangreiche Erfahrungen mit den iranischen Kamikaze-Drohnen gesammelt. Selenskyj hat einen Tausch von ukrainischen Abfangdrohnen gegen Patriot-Luftabwehrraketen angeregt.

+++ 23:44 Russische Behörden schränken Telegram weiter ein +++

Die russischen Behörden haben die Platzierung von Werbung beim Messengerdienst Telegram als illegal eingestuft. Die Aktivität von Telegram sei auf russischem Territorium wegen Gesetzesverstößen eingeschränkt worden, teilt die Antimonopolbehörde der Regierungszeitung "Rossijskaja Gaseta" zufolge mit. "Wegen der Maßnahmen zur Zugangsbeschränkung von Telegram sieht die Antimonopolbehörde Russlands in der Platzierung von Werbung auf dieser Plattform Anzeichen eines Verstoßes gegen das Reklamegesetz", zitiert das Blatt weiter. Haften würden sowohl Betreiber als auch diejenigen, die dort Werbung schalteten. Das Werbeverbot bei Telegram ist ein weiterer Schritt zur Beschränkung des Messengers. Moskau hat seit Beginn des von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Angriffskriegs gegen die Ukraine das Vorgehen gegen unabhängige Medien und Internetplattformen noch einmal drastisch verschärft - auch um Kritik am Krieg zu unterbinden.

+++ 22:26 Gericht weist Auslieferungsantrag für Ex-Selenskyj-Verbündeten ab +++

Ein Londoner Gericht hat den Auslieferungsantrag der Ukraine für den ehemaligen Abgeordneten Artem Dmytruk abgewiesen, berichtet Kyiv Independent. Das Gericht folgte demnach der Argumentation der Verteidigung, wonach Dmytruk bei einer Rückkehr in die Ukraine politische Verfolgung oder Folter durch den Geheimdienst SBU drohen könnte. Die Anklage legt Dmytruk gewaltsame Angriffe auf einen Soldaten sowie auf einen Polizeibeamten zur Last, die sich in zwei getrennten Vorfällen ereignet haben sollen.

+++ 21:41 Niederlande warnen bei EU-Beitritt der Ukraine vor Stichtag-Nennung +++

Der niederländische Außenminister sieht die Ukraine "in der europäischen Familie", warnt aber vor der Festlegung eines starren Stichtages für den EU-Beitritt. "Es muss ein realistisches Datum sein", sagt Tom Berendsen bei seinem Besuch in Kiew. Die Ukraine habe noch Hausaufgaben zu erledigen. Wenn Kiew die nötigen Reformen nicht rechtzeitig schaffe, passe dies "perfekt ins russische Schema. Deshalb halten wir ein festes Datum für keine gute Idee".

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