Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 03:24 Berichte: Zivilisten in Odessa gehen auf Rekrutierungsbeamte los +++
In Odessa haben Bewohner offenbar Rekrutierungspersonal der ukrainischen Armee angegriffen. Das berichtet die Nachrichtenseite "Kyiv Independent". Die Soldaten hätten einen Wehrpflichtigen kontrolliert und abgeführt, als sie von einer Gruppe von Zivilisten angegriffen worden seien. Die Zivilisten hätten dabei auch Tränengas eingesetzt, teilt das regionale Rekrutierungszentrum auf Facebook mit. Es habe Verletzte gegeben, auch ein Militärfahrzeug und Kameras seien beschädigt worden.
+++ 01:27 Ukrainische Drohnenangriffe beschädigen Energieversorgung im russischen Brjansk +++
In der westrussischen Region Brjansk ist Behördenangaben zufolge nach ukrainischen Drohnenangriffen die Energieversorgung teilweise zusammengebrochen. "Durch einen Schlag des Feindes gegen Objekte der Energieinfrastruktur im Gebiet Brjansk sind in fünf Gemeinden und teilweise in der Stadt Brjansk Wärme und Strom ausgefallen", schreibt Gouverneur Alexander Bogomas auf Telegram. Seinen Angaben nach handelte es sich um einen der schwersten ukrainischen Angriffe seit Kriegsbeginn. Der Drohnenbeschuss habe mehr als zwölf Stunden gedauert. Mehr als 170 Drohnen seien abgewehrt worden. Das ukrainische Militär fokussiert sich bei Angriffen auf russisches Gebiet meistens auf die Öl- und Gasverarbeitung.
+++ 23:29 1100 Wohnhäuser in Kiew weiter ohne Heizung +++
Nach den jüngsten russischen Angriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur sind in der Hauptstadt Kiew weiterhin hunderte Gebäude ohne Heizung. Rund 1100 Wohngebäude und 500 andere Gebäude könnten mitten im Winter nicht beheizt werden, teilen die Behörden der Hauptstadt mit. In den letzten Tagen war es in Kiew mit Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt nicht mehr ganz so kalt, ab morgen werden aber wieder zweistellige Minusgrade erwartet.
+++ 22:20 Melnyk: "Barbarischer Krieg" wird ohne Europas Einlenken noch Jahre andauern +++
Die Münchner Sicherheitskonferenz hätte der Ukraine weitere konkrete Hilfe zusagen müssen, beklagen Kiews UN-Botschafter Andrij Melnyk und der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter im "Tagesspiegel" (Montagsausgabe). Melnyk warnte, dass ein "de-facto-Weiter-so-Kurs Europas" den "barbarischen Krieg um Jahre verlängern" werde. Kiesewetter forderte die umstrittene Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine.
+++ 21:46 Rheinmetall-CEO rechnet in diesem Jahr nicht mit Frieden in der Ukraine +++
Russland habe kein Interesse an einem Kriegsende, glaubt Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG. Der Chef des Rüstungskonzerns rechnet in diesem Jahr nicht mit Frieden in der Ukraine. "Wir produzieren derzeit mehr Munition, als wir Verträge haben", sagte Papperger im Podcast "Table.Today" von "Table.Briefings" (abrufbar ab Montag 5 Uhr) laut Vorabmeldung. Rheinmetall könne "mehr Flugabwehrgeschütze, mehr Munition und sogar mehr Panzer liefern", doch es fehle die Finanzierung. Papperger kündigte an, die Zahl der Beschäftigten in seinem Unternehmen in den kommenden Jahren auf 70.000 zu erhöhen. Bis Ende dieses Jahres werde der Auftragsbestand bei rund 140 Milliarden Euro liegen.
+++ 21:03 Moskau meldet nahe Hauptstadt-Flughafen Drohnen-Großangriff vom "Feind" +++
Im Laufe des Tages sollen mehrere ukrainische Drohnen auf die russische Hauptstadt zugeflogen sein. "An den Absturzstellen der Trümmer sind Spezialisten der Rettungsdienste im Einsatz," meldete der Moskauer Bürgermeister Sergei Sobjanin bei Telegram. Die Drohnen seien laut Alexander Bogomas, Gouverneur des Gebiets Brjansk, von der russischen Luftverteidigung abgeschossen worden. "Seit dem frühen Morgen hat der Feind einen Großangriff auf unsere Region versucht", schrieb der Gouverneur bei Telegram. Die Kreml-nahe Nachrichtenagentur RIA Novosti meldete, dass der Flughafen Domodedowo die Ankünfte und Abflüge von Flugzeugen zeitweise einschränken musste. Der Flughafen liegt rund 42 Kilometer südöstlich vom Moskauer Stadtzentrum entfernt.
+++ 20:06 Selenskyj: "Ich bin jünger als Putin, er hat nicht viel Zeit" +++
Die Zeit spiele gegen Putin, glaubt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. "Ich bin jünger als Putin. Glauben Sie mir, das ist wichtig. Er hat nicht mehr viel Zeit - Gott segne ihn," sagte der 48-Jährige in einem "Politico"-Interview zum Abschluss der Münchner Sicherheitskonferenz. "Ich glaube, Putin befindet sich ebenfalls in einer schwierigen Lage, denn ich kann mit Ihnen sprechen und Ihnen die Hand schütteln, ich habe keine Angst. Ich möchte frei sein." Im Kreml setzt Putin auf einen außergewöhnlich langen Tisch, mit dem der 73-Jährige Staatsgäste auf Abstand hält.
+++ 19:28 Ukraine erhält nach Münchner Sicherheitskonferenz Hilfspaket für Luftverteidigung +++
Selenskyj äußerte sich am Abend in einer Videoansprache bei Telegram zufrieden mit den "zwei sehr intensiven Tagen" auf der Münchner Sicherheitskonferenz. "Es wird neue Unterstützungspakete für die Ukraine geben", verkündete der ukrainische Staatschef. Im Mittelpunkt stünden Raketen für die Luftverteidigung. "Das ist das Thema Nummer eins während dieses gesamten Winters," erklärte Selenskyj.
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