Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 07:26 US-Diplomatin gibt Posten in Kiew auf +++
Die amtierende US-Geschäftsträgerin in der Ukraine, Julie Davis, beendet ihre diplomatische Mission in Kiew und tritt von ihrem Posten zurück. Das berichtet der "Kyiv Independent". Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bestätigt den Abschied und dankt Davis sowie den USA für ihre Unterstützung. Wer ihr nachfolgt, ist bislang unklar. Spekulationen über einen Rücktritt aus politischen Differenzen mit US-Präsident Donald Trump weist das US-Außenministerium zurück. Diplomatin Davis habe sich stets für die Bemühungen der Trump-Regierung um einen dauerhaften Frieden zwischen Russland und der Ukraine eingesetzt, heißt es.
+++ 06:39 Zwei Verletzte bei russischem Angriff auf Kiew +++
Bei einem russischen Angriff auf Kiew sind in der Nacht mindestens zwei Menschen verletzt worden. Dies teilt der Leiter der Militärverwaltung der Hauptstadt, Tymur Tkatschenko, mit. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurde die Hauptstadt mit ballistischen Raketen attackiert. AFP-Journalisten in Kiew berichteten über Explosionen und Lichtblitze am Himmel, während die Luftverteidigung im Einsatz war. Bürgermeister Vitali Klitschko ruft die Bevölkerung über Telegram auf, in Schutzräumen zu bleiben.
+++ 05:00 Feuer in russischer Slawjansk Raffinerie +++
In der russischen Region Krasnodar steht eine Raffinerie in Flammen. Örtliche Behörden bestätigen, dass es in der Nacht einen Drohnenangriff gegeben habe. Herabfallende Drohnentrümmer hätten den Brand in der Raffinerie "Slawjansk Eko" ausgelöst. Das Unternehmen gehört zu den größten Ölraffinerien Russlands und ist schon häufiger Ziel ukrainischer Drohnenangriffe geworden. Dort verarbeiteter Treibstoff wird unter anderem auf die von Russland besetzte Halbinsel Krim transportiert.
+++ 02:57 Raketenangriffe auf Kiew +++
Die ukrainische Hauptstadt Kiew wird in der Nacht erneut von russischen Raketen angegriffen. Berichten zufolge waren in der Stadt mehrere Explosionen zu hören, Lichtblitze erleuchteten den Himmel. Nach Angaben von Militärverwaltungschef Timur Tkatschenko wurde im Stadtteil Darnyzja mindestens eine Person verletzt. Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor bei Telegram Gefahr durch ballistische Waffen aus dem Norden gemeldet. Bürgermeister Vitali Klitschko teilt auf Telegram mit, die Luftabwehr sei im Einsatz. Die Bevölkerung soll in den Schutzräumen bleiben.
+++ 01:46 Strack-Zimmermann begrüßt Einschränkung des Flüchtlingsschutzes für wehrfähige Ukrainer +++
Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, begrüßt die Entscheidung der EU-Kommission, wehrfähigen Ukrainern nicht mehr wie allen anderen Flüchtlingen aus dem Land pauschal Aufnahme zu gewähren. "Die Ukraine verteidigt seit über vier Jahren ihre Existenz, und mit ihr die Freiheit ganz Europas, gegen einen brutalen Angreifer. Ein Land, das in diesem Überlebenskampf steht, ist auf seine Bürger angewiesen“, sagt die FDP-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.“Wie es seine Wehrpflicht ausgestaltet, ist zuallererst eine Entscheidung der Ukraine selbst, und der Wunsch dazu kommt ausdrücklich aus Kyjiw." Die Einschränkung müsse jedoch rechtsstaatlich sauber erfolgen. Das Recht auf einen Asylantrag und auf eine Prüfung des Einzelfalls bleibe unberührt, humanitäre Härten müsse die EU im Blick behalten. Die EU-Kommission will den vorübergehenden Schutz für Geflüchtete aus der Ukraine bis zum 4. März 2028 verlängern. Künftig soll der Schutzstatus allerdings nicht mehr für neu Ankommende gelten, die die Ukraine nach ukrainischem Recht wegen ihrer Wehrpflicht nicht verlassen dürfen.
+++ 23:53 Russische Luftangriffe auf Sumy-Region +++
Die Region Sumy wird am Abend zum Ziel russischer Lenkbomben. In der Stadt Sumy wurde dem örtlichen Gouverneur zufolge ein Industriegebiet getroffen. In der Kleinstadt Woroschba seien Schäden in einem Wohngebiet entstanden, mindestens vier Wohnungen seien beschädigt. Über Todesopfer oder Verletzte gibt es noch keine Informationen.
+++ 22:18 Verkehrsbetriebe auf der besetzten Krim beklagen Treibstoffmangel +++
Die ukrainischen Angriffe auf die russische Ölinfrastruktur wirkt sich Berichten zufolge auch auf die von Russland besetzte Halbinsel Krim aus: Die Verkehrsbetriebe in der Stadt Sewastopol auf der Krim erhalten nur ein Viertel des eigentlich benötigten Kraftstoffs, was zum Ausfall einiger Busverbindungen führt. Das berichtet "Krym.Realii", ein Projekt von Radio Liberty, unter Berufung auf Wiktor Rykow, Chef des russischen Verbands der Verkehrsunternehmen in Sewastopol. "In Sewastopol kämpfen Fahrgäste seit einigen Tagen darum, in die noch verkehrenden öffentlichen Verkehrsmittel zu gelangen", heißt es in dem Bericht, aus dem die Zeitung "Ukrainska Pravda" zitiert. Auch das prorussische Portal Forpost meldet, dass Oberleitungsbusse aufgrund von Stromausfällen nur unregelmäßig in der Stadt verkehren, Fahrten auf einigen Buslinien gestrichen und die Taktzeiten verlängert wurden.
+++ 21:44 Außenminister Sikorski: Dürfen nicht zulassen, dass Putin Spannungen zwischen Polen und der Ukraine ausnutzt +++
Der polnische Außenminister Radosław Sikorski fordert, dass die Ukraine und Polen ihren Streit schnellstmöglich beilegen und sich wieder auf den gemeinsamen Feind Russland konzentrieren. Im Interview mit dem US-Sender CBS zeigte sich Sikorski optimistisch, dass die momentan angespannten Beziehungen zwischen den beiden Ländern in naher Zukunft wieder in Ordnung gebracht werden könnten. "Es geht nicht darum, dass man sich in die Arme fällt. Es geht darum, sich zu entscheiden, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen und eine bessere gemeinsame Zukunft zu finden. In diesem Sinne hoffe ich, dass wir die Beziehungen zur Ukraine gestalten können", sagte der polnische Politiker. Es sei wichtig sicherzustellen, so Sikorski, dass der russische Machthaber Wladimir Putin diesen Streit nicht zu seinem eigenen Vorteil ausnutze. "Wir dürfen nicht zulassen, dass Putin unsere Differenzen für sich nutzt."
+++ 21:02 Bericht: Russische Polizei sucht kritischen Ex-Soldaten +++
Statt eines Gesprächs mit Kremlchef Wladimir Putin über die wahre Lage an den Fronten in der Ukraine muss der ehemalige Frontsoldat Alexander Lunin jetzt wohl mit der Polizei sprechen. Wie die Oppositions-Website "Medusa" unter Berufung auf Lunins Ehefrau Tatjana berichtet, sei die Polizei zu einer nächtlichen Durchsuchung der Unterkunft in ihrem Dorf Lisinowka in der Region Woronesch erschienen. Lunin selbst hätten sie nicht angetroffen, dafür seien alle elektronischen Geräte im Haus beschlagnahmt worden. Wo sich Lunin aktuell aufhalte, sei ihr nicht bekannt, er sei tags zuvor in Richtung Moskau abgereist. Ein Video des Ex-Frontsoldaten Lunin hat unter anderem in Russland Wellen geschlagen. Der Mann hatte im eigentlich in Russland verbotenen Netzwerk Instagram erklärt, er müsse Putin bei einer Live-Audienz die "ganze Wahrheit über das, was bei uns im Land passiert", sagen. An der Front würden Soldaten von ihren Vorgesetzten ausgebeutet, gequält und verheizt, klagte er. "Wenn ich nicht in Kürze neben Ihnen live im Fernsehen auftrete, dann richtet die Armee ihre Waffen auf den Kreml", drohte er. Zugleich behauptete er, von ranghohen Militärs und Beamten zu der Forderung veranlasst worden zu sein.
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