Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 00:27 Russische Angriffe treffen Odessa +++

27.09.2026, 00:01 Uhr

Eine Serie russischer Angriffe hat die ukrainische Hafenstadt Odessa getroffen und dort für Opfer und Schäden gesorgt. Mindestens zwei Menschen seien bei den Attacken verletzt worden, berichten örtlichen Medien. An mehreren Orten seien Brände ausgebrochen - über der Stadt bilden sich dichte Rauchwolken. 

+++ 23:41 Wadephul: Moskau zeigt "bedauerlicherweise" keine Verhandlungsbereitschaft +++

"Mit Freunden muss man nicht verhandeln, mit Gegnern muss man verhandeln", sagt Außenminister Johann Wadephul in den ARD-"Tagesthemen" nach dem Lawrow-Treffen. Das Gespräch in New York sei sinnvoll gewesen. Es habe zwar kein positives Ergebnis gebracht. "Aber allen, die immer wieder sagen, Deutschland muss verhandeln, Deutschland muss mal mit Russland reden, denen erwidere ich jetzt: Das tun wir." Russland zeige derzeit "bedauerlicherweise" keine Bereitschaft in eine konstruktive Verhandlungsposition zu gehen, erklärt Wadephul.

+++ 22:13 Wadephul über Treffen mit Lawrow: Habe Russland gewarnt, so weiterzumachen +++

Außenminister Johann Wadephul sieht nach dem Gespräch mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow weiterhin Uneinigkeit bei den Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. "Es war ein intensives Gespräch. Natürlich sind wir über wesentliche Punkte nicht einig geworden", sagte der CDU-Politiker dem ZDF. Er habe Lawrow "angeboten zu deeskalieren, insbesondere auch mit Blick auf die Situation in der Ukraine, aber das hat noch keine offenen Ohren gefunden", fügte Wadephul hinzu. Ihm sei wichtig gewesen, klarzumachen, dass Deutschland "derartige Dinge wie den Drohnenangriff in Leipzig nicht akzeptiert. Dass das eine Eskalation ist, die nicht akzeptabel ist", sagte Wadephul. Er habe Russland gewarnt, so weiterzumachen. "Wir können uns verteidigen, wir können uns wehren, das werden wir auch tun." Die Bundesregierung macht Russland für den Vorfall mit einer nicht explodierten Sprengstoffdrohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich. Moskau weist jede Verantwortung dafür zurück.

+++ 21:29 Selenskyj: Ukraine fängt 55 Prozent der russischen Jet-Drohnen ab +++

Die ukrainische Flugabwehr fängt nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj derzeit 55 Prozent der von Russland abgefeuerten düsengetriebenen Drohnen ab. Dies erklärt er in seiner abendlichen Ansprache vor dem Hintergrund anhaltender russischer Drohnenangriffe auf die Hauptstadt Kiew und andere ukrainische Städte.

+++ 21:03 "Hätte anrufen können" - Lawrow fand Wadephul-Treffen überflüssig +++

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sieht keinerlei Fortschritte durch das Gespräch mit Bundesaußenminister Johann Wadephul. "Wenn man Berlins tägliche öffentliche Äußerungen betrachtet, habe ich nichts anderes gehört", sagte Lawrow auf eine Frage der Deutschen Presse-Agentur in New York. Er habe dem deutschen Außenminister gesagt: "Sie hätten mich einfach anrufen und mir sagen können 'Lesen Sie meine Erklärung'." Erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine haben sich die Außenminister Deutschlands und Russlands getroffen. Die Unterredung fand in New York am Rande der UN-Vollversammlung statt. Wadephul habe Russland zur Deeskalation aufgefordert, hieß es aus deutschen Delegationskreisen. Deutschland habe das Treffen am Vortag in "letzter Minute" angefragt, sagte Lawrow. Nach Ansicht des russischen Ministers entstand im Gespräch mit dem deutschen Außenminister "der Eindruck, dass eine solche unterschwellige Botschaft mitschwang: Ich bin zu Ihnen gekommen, ich habe mich zu Ihnen herabgelassen". Er habe dabei den Eindruck gewonnen, Wadephul habe von Russland im Gegenzug für das Gespräch Zugeständnisse in der Ukraine und bei der Schifffahrt im Schwarzen Meer erwartet.

+++ 20:36 Selenskyj: "Putin sucht nach Vorwänden, um Krieg zu führen" +++

Die Ukraine kann nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Kremlchef Wladimir Putin keine Bereitschaft zu einem baldigen Kriegsende erkennen. "Offensichtlich bereiten sich die Russen nicht darauf vor, den Krieg zu beenden - zumindest derzeit nicht", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Putin hat ständig irgendeinen Vorwand parat, um sich nicht zu treffen, um kein Dreiertreffen abzuhalten, um nicht zu sprechen, um diese Morde nicht zu beenden und nicht zu stoppen." An dieser Haltung habe sich seit Jahren nichts geändert. "Er sucht nach Vorwänden, um Krieg zu führen", sagte Selenskyj. "Es klingt immer gleich, und unser jüngstes Treffen mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika zeigt dies." In Russland müsse der Wille entstehen, "Geld nicht für den Tod, sondern für etwas anderes auszugeben, damit dort der Wunsch entsteht, diesen Krieg zu beenden". Und daran arbeite Kiew gemeinsam mit seinen weltweiten Partnern.

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