Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 07:57 Staatsmedien: Iran richtet zwei Oppositionelle hin +++

30.03.2026, 00:01 Uhr

Im Iran sind einem Bericht staatlicher Medien zufolge zwei der Opposition nahestehende Männer hingerichtet worden. Sie hätten Verbindungen zur Organisation der Volksmudschahedin gehabt und seien wegen der Planung bewaffneter Angriffe in Teheran verurteilt worden, meldet das Nachrichtenportal der Justiz. Details zum Zeitpunkt der Festnahme der beiden Männer nennt das Portal nicht.

+++ 07:33 Israels Armee: Erneut Drohnen der Huthi-Miliz abgefangen +++

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat Israel erneut mit Drohnen angegriffen. Es seien zwei Drohnen aus dem Jemen abgefangen worden, teilt die israelische Armee in der Nacht mit. Zuvor hatten im Raum der Hafenstadt Eilat am Roten Meer im Süden Israels die Sirenen geheult. Die islamistische Huthi-Miliz war am Samstag an der Seite Teherans in den vor einem Monat von Israel und den USA gegen den Iran begonnenen Krieg eingetreten. Innerhalb von kurzen Abständen feuerten die Huthi Raketen und Drohnen auf Israel ab, die jedoch nach israelischen Armeeangaben allesamt abgefangen wurden.

+++ 06:58 Friedenspreisträger Kermani unterstützt Steinmeiers Kritik am Krieg +++

Der Schriftsteller Navid Kermani hat die offene Kritik von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Iran-Krieg verteidigt. "Wenn eine Bundesregierung das Völkerrecht als irrelevant behandelt, ist es die Pflicht des Bundespräsidenten, an die Geltung des Völkerrechts zu erinnern", sagte Friedenspreisträger Kermani der Deutschen Presse-Agentur in Köln. "Ich bin ihm sehr dankbar dafür." Steinmeier hatte über den Krieg der USA und Israels gegen den Iran gesagt: "Dieser Krieg ist nach meinem Dafürhalten völkerrechtswidrig - es gibt wenig Zweifel daran." Abgesehen gesehen davon, dass der Iran-Krieg nach nahezu vollständigem Konsens der Rechtsexperten völkerrechtswidrig sei, sei er auch nicht zielführend. Der Krieg werde dem Iran keine Freiheit und Israel keine Sicherheit bringen, genau wie der erste Krieg im vergangenen Sommer. Kermani wurde als Sohn iranischer Eltern in Siegen geboren.

+++ 06:15 Golfstaaten melden erneuten Beschuss +++

Neben Kuwait stehen auch andere Golfstaaten weiter unter Beschuss durch den Iran. Die Luftabwehr in Saudi-Arabien fing fünf ballistische Raketen ab, wie das Verteidigungsministerium in der Nacht auf X mitteilt. Auch Bahrain, Jordanien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate seien wieder unter Beschuss durch Drohnen und Raketen geraten, berichtet der arabische Fernsehsender Al Jazeera. Die Geschosse seien abgefangen worden.

+++ 05:36 Bericht: Trump sieht Fortschritte bei indirekten Gesprächen mit dem Iran +++

Die indirekten Gespräche zwischen den USA und dem Iran über pakistanische Vermittler kommen nach den Worten von US-Präsident Donald Trump einem Zeitungsbericht zufolge gut voran. Ein Abkommen über eine Waffenruhe könne ziemlich schnell erzielt werden, berichtet die Zeitung "Financial Times" unter Berufung auf Aussagen Trumps. Zudem erlaube der Iran nun 20 Öltankern unter pakistanischer Flagge die Durchfahrt durch die Straße von Hormus und damit doppelt so vielen wie zuvor. Dies habe der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf genehmigt.

+++ 04:28 Bericht: Trump will iranisches Öl und erwägt Einnahme von Insel Charg +++

US-Präsident Donald Trump will sich einem Zeitungsbericht zufolge offenbar das iranische Öl aneignen. Er wolle "das Öl im Iran nehmen" und könne den Exportknotenpunkt auf der Insel Charg einnehmen, berichtet die Zeitung "Financial Times" unter Berufung auf ein Interview mit Trump.

+++ 03:54 Salman Rushdie: Freiheit im Iran kommt nicht durch Bomben +++

Der vom Iran bedrohte Schriftsteller Salman Rushdie rechnet nicht damit, dass sich die islamistische Führung des Landes von außen stürzen lässt. Er sympathisiere mit jedem Versuch, den Menschen im Iran "echte Freiheit zu geben", sagt Rushdie in einem Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Ob das von außen möglich sei, bezweifle er jedoch. "Sicher ist, dass es nicht gelingt, indem man sie bombardiert." Zudem glaubt Rushdie nicht, dass die Freiheit der Iraner Teil von "Mister Trumps Projekt" sei. "Das iranische Regime ist leider nicht so schwach, wie die Leute dachten - weil es sehr rücksichtslos ist", sagt Rushdie. Bei Unruhen habe sich gezeigt, wie viele Menschen aus der eigenen Bevölkerung es zu töten bereit sei.

+++ 02:46 IAEA: Schwerwasserreaktor im Iran getroffen +++

Irans Forschungsreaktor Chondab ist nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) durch Beschuss stark beschädigt worden. Der früher Arak genannte Schwerwasserreaktor sei nicht mehr betriebsfähig, erklärt die Behörde mit Sitz in Wien auf der Plattform X. Sie beruft sich dabei unter anderem auf Satellitenbilder und eigene Kenntnisse der Einrichtung. Die Anlage enthalte kein deklariertes Nuklearmaterial. Der Iran habe den Beschuss des Reaktors am 27. März gemeldet, heißt es.

+++ 01:40 Geschoss explodiert: UN-Blauhelmsoldat im Libanon getötet +++

Bei der Explosion eines Geschosses in einer Stellung der UN-Friedenstruppen im Libanon ist ein Blauhelmsoldat getötet worden. Ein weiterer wurde bei dem Vorfall im Süden des Landes schwer verletzt, wie die UN-Beobachtermission Unifil mitteilt. "Niemand, der dem Frieden dient, sollte sein Leben verlieren", mahnt die Mission der Vereinten Nationen. Es ist bislang unklar, woher das Geschoss kam. Ermittlungen wurden eingeleitet, um die genauen Umstände zu klären. Im Libanon sind im Zuge des Iran-Kriegs die Kämpfe zwischen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz und Israel wieder aufgeflammt. Immer wieder geraten die Blauhelmsoldaten im Grenzgebiet zu Israel zwischen die Fronten.

+++ 01:07 Iranische Führung veröffentlicht neue Botschaft von Modschtaba Chamenei +++

Einen Monat nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei hat sich dessen Sohn und Nachfolger Modschtaba Chamenei mit einer weiteren schriftlichen Botschaft an die Bevölkerung gewandt. Darin danke der neue oberste Führer den Iranern für ihre Unterstützung im Krieg gegen die USA und Israel, berichten die Staatsmedien. Seit seiner Ernennung ist Modschtaba Chamenei bislang nicht öffentlich aufgetreten und hat nur wenige schriftliche Erklärungen abgegeben. Nach Berichten des Staatsfernsehens erholt er sich von den Folgen des Luftangriffs, bei dem sein Vater am 28. Februar getötet wurde. US-Präsident Donald Trump hatte vor wenigen Tagen gesagt, Washington führe Verhandlungen mit einer "hohen Person" im Iran, bei der es sich jedoch nicht um den obersten Führer handele. "Wir haben nichts von dem Sohn gehört", sagte Trump mit Blick auf Modschtaba Chamenei, "wir wissen nicht einmal, ob er lebt."

+++ 00:10 Roter Halbmond: Über 100.000 zivile Einrichtungen im Iran beschädigt +++

Bei den israelisch‑amerikanischen Angriffen im Iran sind nach jüngsten Angaben des Roten Halbmonds mehr als 100.000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden. Allein in der Hauptstadt Teheran wurden demnach fast 40.000 Wohngebäude und Geschäftseinheiten getroffen. Zudem seien in den vergangenen vier Wochen rund 600 Schulen und fast 300 Gesundheitszentren angegriffen worden, teilt der Rote Halbmond auf der Plattform X mit. Die Angaben lassen sich unabhängig nicht verifizieren.

+++ 23:20 Pakistan bereit zu baldiger Ausrichtung von Iran-Gesprächen +++

Pakistan erklärt sich bereit, in den kommenden Tagen Gespräche zwischen den USA und dem Iran auszurichten. Das teilt der pakistanische Außenminister Ishaq Dar mit. "Pakistan wird es als Ehre empfinden, in den kommenden Tagen bedeutsame Gespräche zwischen den beiden Seiten auszurichten und zu ermöglichen, um eine umfassende und dauerhafte Beilegung des andauernden Konflikts zu erreichen", heißt es.

+++ 22:38 Israel: Mehrere Ziele in Teheran getroffen +++

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben in den letzten 24 Stunden bei Angriffen auf Einrichtungen in Teheran mehr als 120 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt. Zu den Zielen gehörten demnach eine Anlage zur Entwicklung kritischer Komponenten für ballistische Raketen, ein Forschungszentrum der Revolutionsgarden sowie eine Waffenfabrik.

+++ 22:15 Iran meldet Angriff auf Teherans Stromversorgung +++

Aus dem Iran werden erneut schwere Angriffe der USA und Israels gemeldet. Nach Angaben des iranischen Energieministeriums zielten die jüngsten Attacken auf Anlagen der Stromversorgung in der Hauptstadt Teheran. Infolgedessen kommt es in verschiedenen Stadtteilen zu Stromausfällen. Einsatzteams seien in die betroffenen Gebiete entsandt worden, um die Versorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen, berichtet der Staatssender Irib unter Berufung auf das Ministerium. Die israelische Armee meldet unterdessen neue Angriffe auf Ziele der iranischen Führung in Teheran. Das Militär macht zunächst allerdings keine Angaben zu den genauen Zielen der abermaligen Angriffswelle.

+++ 21:35 Verletzte bei iranischen Raketenangriffen auf Südisrael +++

Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind rund um die Wüstenstadt Beerscheva im Süden des Landes mehrere Menschen verletzt worden. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom meldet elf Verletzte durch von Druckwellen umhergeschleuderte Gegenstände.

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