Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 07:43 Israels UN-Botschafter kritisiert Iran-Abkommen +++

18.06.2026, 00:01 Uhr

Israels UN-Botschafter Danny Danon bezeichnet das US-Iran-Abkommen als "sehr schlecht" für Israel, die USA und die Golfstaaten. Das berichtet der arabische Sender "Al Jazeera". Im israelischen Sender "Channel 14" sagt Danon zudem, US-Präsident Donald Trump habe durch das Streben nach einem schnellen Verhandlungsabschluss dem Iran ermöglicht, seine Position zu stärken. Zugleich betont er, es gebe bislang keine endgültige Entscheidung, sondern lediglich einen Rahmen für weitere Gespräche.

+++ 07:18 Pakistanischer Premier löscht Verweis auf Zeremonie am Freitag +++

Die Zweifel an einer für Freitag geplanten Unterzeichnungszeremonie zum Rahmenabkommen in der Schweiz nehmen zu. Pakistans Regierungschef Shehbaz Sharif entfernt in einem überarbeiteten Beitrag auf X den zuvor enthaltenen Hinweis auf eine formelle Zeremonie. Der Iran hatte bereits erklärt, dass eine solche Veranstaltung nicht stattfinden werde. Offiziell abgesagt wurde der Termin bislang jedoch nicht.

+++ 06:49 Kritiker sehen Netanjahu nach Abkommen unter Druck +++

Nach dem Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Krieges wächst in Israel die Kritik an Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Gegner werfen ihm vor, seine zu Kriegsbeginn formulierten Ziele – die Beseitigung der iranischen Nuklear- und Raketenbedrohung sowie eine nachhaltige Schwächung der Führung in Teheran – verfehlt zu haben. Zugleich gilt das Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump nach Berichten über Spannungen im Umgang mit dem Konflikt als belastet. Mit Blick auf die spätestens Ende Oktober fällige Parlamentswahl sehen Beobachter Netanjahu dadurch innenpolitisch unter Druck.

+++ 06:20 Fritz: Trump hat gegen Rahmenabkommen schon verstoßen +++

Der USA-Iran-Deal steht, in Versailles wurde er nun unterzeichnet. Wie schnell gegen das Abkommen verstoßen werden kann, habe Trump selbst allerdings bereits mehrfach unter Beweis gestellt, so ntv-Korrespondent Gordian Fritz.

+++ 06:04 Iran betont harte Linie bei Gesprächen mit den USA +++

Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf bezeichnet die Verhandlungen mit den USA als "Diplomatie der Stärke". Anders als beim Atomabkommen von 2015 gehe Teheran nach eigenen Angaben dank militärischer Erfolge aus einer Position der Stärke in die Gespräche. Nach jahrelangen harten Verhandlungen hatten sich die UN-Vetomächte, Deutschland und der Iran am 14. Juli 2015 in Wien auf ein Abkommen geeinigt, das Teheran vom Aufbau einer Atomstreitmacht abbringen sollte. Der damalige oberste geistliche Führer des Landes Ali Chamenei hatte sich für eine "heroische Flexibilität" bei den Verhandlungen ausgesprochen, die Hardliner des Landes kritisierten das Abkommen als Kompromiss. US-Präsident Donald Trump hatte das Atom-Abkommen 2018 während seiner ersten Amtszeit einseitig aufgekündigt und scharfe Sanktionen verhängt.

+++ 05:24 Wadephul: Marine bereit für Minenräumung vor Irans Küste +++

Deutschland steht nach den Worten von Außenminister Johann Wadephul bereit zur Räumung von Seeminen in der Straße von Hormus - allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. "Es muss klar sein, dass sowohl Iran als auch Oman den Einsatz unserer Schiffe in ihrem Seegebiet nicht ablehnen. Wir können und wollen unsere Streitkräfte keiner unnötigen Gefährdung aussetzen", sagt der CDU-Politiker der "Rheinischen Post". Zudem müsse Deutschland einen Auftrag zur Minenräumung bekommen. "Wenn das der Fall ist, stehen wir bereit - vorausgesetzt, der Bundestag stimmt zu." Völkerrechtliche Basis könnte dem Außenminister zufolge eine UN-Resolution sein.

+++ 04:50 Pakistan: Straße von Hormus wird "unverzüglich" geöffnet +++

Die Straße von Hormus wird nach Angaben des Vermittlerlandes Pakistan sofort wieder geöffnet. Der Iran werde die für den Ölhandel bedeutende Meerenge "unverzüglich" wieder für den Schiffsverkehr öffnen und die USA würden die Blockade der iranischen Häfen ebenfalls "sofort" beenden, erklärt der pakistanische Regierungschef Shebaz Sharif auf X.

+++ 03:24 Pakistan hält an Zeremonie in der Schweiz fest +++

Obwohl das Rahmenabkommen bereits unterzeichnet ist, will Vermittler Pakistan mit Unterstützung Katars am Freitag in der Schweiz noch eine feierliche Zeremonie ausrichten. Sie diene dazu, "ein wegweisendes Ereignis" zu würdigen und mit den Verhandlungen über das endgültige Friedensabkommen "auf technischer Ebene" zu beginnen, so Pakistans Regierungschef Shebaz Sharif. Früheren Angaben zufolge soll die Zeremonie im Luxusresort Bürgenstock, einer Hotelanlage über dem Vierwaldstättersee in der Nähe der Schweizer Stadt Luzern, stattfinden. Pakistans Parlamentspräsident hatte nach der Unterzeichnung gesagt, dass es keine Zeremonie geben werde.

+++ 01:51 Straße von Hormus: Iran will mittelfristig Maut verlangen +++

Der Iran bekräftigt seinen Willen, Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu verlangen. Nach der 60-tägigen Phase zur Aushandlung des endgültigen Friedensabkommens werde sein Land bei der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge "nicht zu den Vorkriegsbedingungen zurückkehren", sagt der iranische Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf in einem Interview im iranischen Staatsfernsehen. "Der Iran hat das Recht auf Souveränität über die Straße von Hormus und natürlich werden wir eine Servicegebühr erhalten", sagt Ghalibaf. Zugleich betont er, dass sein Land das Rahmenabkommen für einen Friedensschluss mit den USA als Erfolg für sich verbuche. Die Vereinbarung sei "ein Beleg für das Scheitern der USA".

+++ 00:54 Trump verteidigt Iran-Einigung mit Sorge vor Wirtschaftskatastrophe +++

US-Präsident Trump verteidigt auf dem G7-Gipfel die vorläufige Einigung mit dem Iran. Ein längerer Krieg im Nahen Osten hätte eine Wirtschaftskatastrophe auslösen können, sagt Trump vor Journalisten. "Ich wollte keine Wirtschaftskatastrophe erleben. Wäre das so weitergegangen, hätte das passieren können." Er wolle nicht wie Herbert Hoover sein, der zur Zeit des Börsencrashs im Oktober 1929 US-Präsident war und die Weltwirtschaftskrise mit auslöste. "Alles, was ich weiß, ist, dass jedes Mal, wenn wir über die Möglichkeit von Frieden sprachen, der Aktienmarkt wie eine Rakete in die Höhe schoss", so Trump. "Jedes Mal, wenn wir etwas Negatives sagten, wie zum Beispiel 'Wisst ihr was, wir werden uns nicht einigen können', ging er sehr stark zurück."

+++ 00:01 US-Vertreter: USA und Iran haben Rahmenabkommen unterzeichnet +++

US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peschkian haben eine Absichtserklärung zum Kriegsende unterzeichnet. Das teilt ein Vertreter der US-Regierung mit. Zuvor hatte das US-Portals "Axios" berichtet, dass Trump während seines Dinners mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron im Schloss Versailles eine gedruckte Ausfertigung der Vereinbarung persönlich unterschrieben habe.

+++ 22:57 Keine Händeschüttel-Bilder: Iran will Abkommen digital unterzeichnen lassen +++

Teheran prüft, ob das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran von den Präsidenten beider Länder digital unterzeichnet werden könnte. Dies könne "in mancher Hinsicht eine bessere Option sein", sagt Außenamtssprecher Ismail Baghai dem Staatssender Irib. Das für Freitag geplante Treffen der beiden Seiten in der Schweiz soll laut Baghai dennoch wie vorgesehen stattfinden. "Alle möglichen Aspekte werden in diesem Zusammenhang überprüft, und wir streben eine Sitzung ohne überflüssige Nebensächlichkeiten an", fügte er hinzu. Beobachtern zufolge will der Iran in der Schweiz ein Händeschütteln mit den US-Vertretern und Bilder von der Zeremonie unbedingt vermeiden.

+++ 21:44 Ehemaliger US-Diplomat: Iran-Deal ist "strategisches Fiasko von epischen Ausmaßen" +++

Ein ranghoher ehemaliger Mitarbeiter des US-Außenministeriums hat das Rahmenabkommen seines Landes mit dem Iran als "strategisches Fiasko von epischen Ausmaßen" bezeichnet. Die Vereinbarung, die am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden soll, bedeute "den Bruch mit einer nahezu fünfzigjährigen, von beiden Parteien getragenen US-Politik gegenüber dem Iran", sagte Joel Rubin dem TV-Sender i24news. Rubin war während der Amtszeit des damaligen US-Präsidenten Barack Obama Mitarbeiter des Außenministeriums. Das Rahmenabkommen bedeute ein Ende der "Idee, dass der Iran ein negativer Akteur in der Region ist". Rubin warnte vor einem Szenario, in dem Teheran nun "Hunderte Milliarden Dollar ohne jegliche Einschränkungen übergeben werden" könnten. Man hoffe offenbar auf "irgendeine Art von besserer Einigung in den kommenden 60 Tagen, nachdem der Iran bereits bezahlt worden ist, und die Vorteile und Zugeständnisse des Abkommens schon bekommen hat", ohne sich zu einer ernsthaften Gegenleistung zu verpflichten, sagte Rubin.

+++ 21:05 US-Iran-Deal: "Pakistan hat sagenhaft gut vermittelt" +++

Angesprochen auf das Abkommen zwischen dem Iran und den USA lobt Klemens Fischer zunächst Pakistan als Vermittler des Deals. Der Politologe betont jedoch angesichts der Ergebnisse auch die Sinnlosigkeit des US-Kriegseinsatzes. Schließlich bestand zuvor bereits eine ähnliche Vereinbarung.

+++ 20:43 Statt Vance? Abkommen könnte laut Teheran von Trump und Peseschkian unterzeichnet werden +++

Der Iran prüft nach eigenen Angaben die Möglichkeit, dass das Rahmenabkommen mit den USA von US-Präsident Donald Trump und dem iranischen Staatschef Massud Peseschkian unterzeichnet wird. Bisher hätten sich Teherans Pläne für den am Freitag in der Schweiz vorgesehenen Termin nicht geändert, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei. Es gebe jedoch Überlegungen, dass das Abkommen "durch die Präsidenten beider Länder erfolgen soll". Dieser Vorschlag werde derzeit geprüft. Der Iran hatte zuvor erklärt, dass die USA bei der Zeremonie von Vize-Präsident JD Vance und der Iran durch Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf vertreten sein wird.

+++ 19:58 US-Beamter bestätigt Berichte über Inhalt von Rahmenabkommen weitgehend +++

Vor der offiziellen Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran an diesem Freitag hat ein hochrangiger US-Regierungsbeamter den vorab von Medien verbreiteten Wortlaut des Dokuments weitgehend bestätigt. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Weißen Haus erfuhr, zielt das Abkommen auf die "sofortige und dauerhafte Beendigung der militärischen Operationen an allen Fronten, einschließlich im Libanon", ab. Nach der Unterzeichnung des Abkommens soll es keine weiteren militärischen Einsätze mehr gegeneinander geben. Beide Kriegsparteien verpflichten sich zudem laut Text, "die Souveränität und territoriale Integrität des jeweils anderen Staates zu achten und jedwede Einmischung in die inneren Angelegenheiten des anderen Staates zu unterlassen." Zudem verpflichteten sie sich, "Verhandlungen aufzunehmen mit dem Ziel, das endgültige Abkommen innerhalb von maximal 60 Tagen zu erzielen". Diese Frist könne allerdings im gegenseitigen Einvernehmen verlängert werden. Die gegen den Iran gerichtete US-Seeblockade soll demnach innerhalb von 30 Tagen "vollständig" aufgehoben und das US-Militär in der Region abgezogen werden. Der US-Beamte betonte, dass die US-Streitkräfte dort auf das Vorkriegsniveau reduziert werden sollen. Handelsschiffe sollen ferner 60 Tage lang in der Lage sein, die Straße von Hormus sicher und gebührenfrei befahren zu können.

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