Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 14:37 Irans Führung: Amerikaner gehören auf den Meeresboden +++

30.04.2026, 14:37 Uhr

Die Führung des Irans hat angekündigt, seine Atom- und Raketenkapazitäten zu schützen und zugleich den USA gedroht. "Neunzig Millionen iranische Bürger im In- und Ausland betrachten alle Atom- und Raketenfähigkeiten als nationales Gut und werden sie wie ihre See-, Land- und Luftgrenzen verteidigen", heißt es in einer Rede des obersten Führers Modschtaba Chamenei, die im staatlichen Fernsehen verlesen wurde. Zugleich wurden erneute Drohungen gegen die Präsenz der US-Streitkräfte in der Region ausgesprochen. Zwei Monate nach dem "größten Militärangriff und der Aggression der Weltbullys" in der Region sowie "nach dem beschämenden Scheitern Amerikas mit seinem Plan" werde ein neues Kapitel für den Persischen Golf und die Straße von Hormus geschrieben, sagt Chamenei demnach weiter.

+++ 13:56 Wadephul reagiert gelassen auf Truppenabzug-Drohung von Trump +++

Bundesaußenminister Johann Wadephul reagiert gelassen auf Drohungen von US-Präsident Donald Trump, US-Truppen aus Deutschland abziehen zu wollen. Die USA hätten bereits früher unter Präsident Barack Obama deutlich gemacht, sich stärker auf den pazifischen Raum konzentrieren zu wollen, sagt Wadephul in der RTL-Sendung "Nachtjournal Spezial". "Das mag jetzt kommen. Das schauen wir uns in aller Ruhe gemeinsam miteinander an." Auf die Frage, ob ihn die Drohung Trumps verunsichere, antwortet Wadephul auf seiner Reise nach Marokko mit einem kurzen "Nein". Es werde insgesamt "schon auch eine Verschiebung von Kräften geben". Auf mögliche Veränderungen bereite sich die Bundeswehr vor. "Wir müssen mehr übernehmen, wir müssen stärkere Schultern herausbilden", sagt der Bundesaußenminister.

+++ 13:38 Irans Geistlicher Führer: Neues Kapitel für Straße von Hormus +++

Der neue Oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, sieht den Beginn einer neuen Ära in der Golfregion. Seit dem Ausbruch des Krieges des Iran mit den USA und Israel am 28. Februar nehme ein neues Kapitel für den Golf und die Straße von Hormus Gestalt an, erklärt Chamenei in einer veröffentlichten schriftlichen Botschaft.

+++ 12:56 Demokraten grillen Hegseth mit Fragen zum Iran-Krieg +++

Bei einer Anhörung des US-Verteidigungsministers Pete Hegseth vorm Streitkräfteausschuss im Repräsentantenhaus muss sich der selbsternannte "Kriegsminister" einiges anhören. Die Demokraten verhöhnen Hegseth und stellen ihm zahlreiche unangenehme Fragen, auf die dieser erzürnt reagiert. 

+++ 12:31 Merz fordert mehr Druck auf Iran - Teheran soll nicht auf Zeit spielen +++

Bundeskanzler Friedrich Merz fordert einen höheren Druck auf den Iran, um die Regierung in Teheran im Streit um das Atomprogramm zum Einlenken zu bewegen. "Vor dem Europäischen Rat in der letzten Woche auf Zypern habe ich dafür geworben, den Sanktionsdruck auf Teheran jetzt noch einmal zu erhöhen", sagt Merz bei einem Besuch auf dem Truppenübungsplatz im niedersächsischen Munster. Denn die Blockade der Straße von Hormus bedeute massive wirtschaftliche Schäden für alle. "Unsere Botschaft lautet daher: Der Iran muss an den Verhandlungstisch kommen, er muss aufhören, auf Zeit zu spielen, er darf nicht länger die ganze Region und letztendlich die ganze Welt zur Geisel nehmen", sagt Merz. "Das militärische Nuklearprogramm im Iran muss beendet werden, es darf keine Schläge mehr gegen Israel und die Partner in der Region geben."

+++ 11:58 Teheran: Blockade iranischer Häfen ist "zum Scheitern verurteilt" +++

Der Iran warnt die Vereinigten Staaten vor einer von US-Präsident Donald Trump erwogenen Verschärfung der Seeblockade seiner Häfen. Jeder Versuch, eine Seeblockade oder Beschränkungen einzurichten, stehe im Widerspruch zu internationalem Recht und sei "zum Scheitern verurteilt", erklärt der iranische Präsident Massud Peseschkian. Ein solcher Schritt wäre eine "Quelle für Spannungen und eine Störung der langfristigen Stabilität am Persischen Golf", teilt Peseschkian weiter mit.

+++ 11:03 Streit mit Trump: Grüne werfen Merz Widersprüchlichkeit vor +++

Angesichts der aktuellen Spannungen im deutsch-amerikanischen Verhältnis werfen die Grünen Bundeskanzler Friedrich Merz außenpolitische Sprunghaftigkeit vor. Grünen-Fraktionsvize Agnieszka Brugger bezeichnet es zwar als grundsätzlich richtig, dass Merz den Iran-Krieg von US-Präsident Donald Trump offen kritisierte: "Man sollte auch Wahrheiten deutlich aussprechen und sich nicht klein machen vor jemandemn wie Donald Trump." Eine derart ernste Lage erfordere aber "eine klare, kluge und strategische Kommunikation der Bundesregierung". "Stattdessen fällt Friedrich Merz mit undurchdachten, spontanen und widersprüchlichen Aussagen auf", kritisiert Brugger. Dies sei "eine seiner größten Schwächen, die immer wieder im Land und auf der Weltbühne für große Probleme sorgt."

+++ 10:30 AfD kritisiert Merz' Trump-Kritik: Schaden für deutsche Sicherheit +++

Die AfD wirft Bundeskanzler Friedrich Merz vor, mit seinen kritischen Äußerungen über US-Präsident Donald Trump den Sicherheitsinteressen Deutschlands zu schaden. "Der Bundeskanzler kann Verbündete intern selbstverständlich kritisieren", sagt der AfD-Außenexperte Markus Frohnmaier. "Öffentliche Belehrungen und abfällige Zuspitzungen schaden jedoch Deutschlands diplomatischem Gewicht", kritisiert er mit Blick auf Trumps Drohung, US-Truppen aus Deutschland abzuziehen. Frohnmaier wirft dem Kanzler vor, eine solche Reaktion Trumps geradezu provoziert zu haben. "Wer die amerikanische Sicherheitsgarantie seit Jahren als selbstverständlich behandelt, obwohl Deutschland militärisch nicht verteidigungsfähig ist, darf sich über wachsenden Druck aus Washington nicht wundern", sagt der AfD-Bundestagsabgeordnete. "Deutschland ist derzeit sicherheitspolitisch auf amerikanische Abschreckung angewiesen und wird die entsprechenden Kapazitäten auch mittelfristig nicht selbst ersetzen können."

+++ 10:03 Ölpreis auf höchstem Niveau seit Ausbruch des Iran-Krieges +++

Die Ölpreise steigen am Donnerstag auf die höchsten Stände seit Ausbruch des Iran-Krieges. Im Handel ist von Befürchtungen die Rede, die USA könnten ihre militärischen Maßnahmen gegen den Iran wieder aufnehmen, um Druck bei den festgefahrenen Friedensverhandlungen aufzubauen. Damit könnten sich die Lieferunterbrechungen verlängern und den globalen Energieschock verschärfen. Der marktführende Kontrakt für Erdöl der Sorte Brent kletterte zunächst über die Marke von 125 US-Dollar pro Fass, aktuell steigt der Preis um 3,6 Prozent auf 122,24 Dollar.

+++ 09:23 Uhr für Donald Trump tickt - Frist läuft ab +++

Bald läuft die Frist aus, in der der US-Präsident auf eigene Faust den Einsatz des US-Militärs gegen den Iran befehligen darf. Danach bräuchte er die Einwilligung des Kongresses – zumindest in der Theorie. Wann genau es so weit ist, ob mit Ablauf des 30. April oder des 1. Mai, ist wegen verschiedener möglicher Zählweisen nicht ganz klar. Die Frist für den Präsidenten geht auf das Gesetz War Powers Resolution zurück, das 1973 infolge des Vietnamkriegs verabschiedet wurde. Das Gesetz verpflichtet den Präsidenten, den Kongress binnen 48 Stunden nach Start einer Offensive über Militäreinsätze zu informieren. Trump informierte das Parlament am 2. März, nachdem der Krieg am 28. Februar begonnen hatte. Ohne förmliche Zustimmung des Kongresses müssen die Kampfhandlungen nach 60 Tagen eingestellt werden.

+++ 08:34 US-Truppenabzug? Trump sendet "ganz klares Signal" +++

Nach Kritik aus Berlin reagiert Trump mit Drohungen: Er stellt erneut einen möglichen Truppenabzug aus Deutschland in den Raum - eine Idee, die er bereits in seiner ersten Amtszeit verfolgt. Doch die Umsetzung dürfte schwierig werden, weiß USA-Experte Peter Kleim. Derweil sorgt das Pentagon für Stirnrunzeln.

+++ 08:05 Ifo: Lieferketten durch Krieg spürbar unter Druck +++

Die Materialknappheit in der deutschen Industrie ist nach Ausbruch des Iran-Kriegs sprunghaft gestiegen. Im April berichteten 13,8 Prozent der Unternehmen von Engpässen bei der Beschaffung von Vorprodukten, nach 5,8 Prozent im Januar, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage mitteilt. "Die Lieferketten geraten spürbar unter Druck", sagt der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. "Der Konflikt im Nahen Osten und die Einschränkungen im Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wirken sich zunehmend auf die Versorgung mit Vorprodukten aus." 

+++ 06:59 Pro-iranische Gruppe bekennt sich zu Messerangriff in London +++

Ein 45-jähriger britischer Staatsbürger hat am Mittwoch im Londoner Stadtteil Golders Green, einem Viertel mit großer jüdischer Gemeinde, gezielt zwei jüdische Männer mit einem Messer attackiert. Die Opfer im Alter von 76 und 34 Jahren schweben nicht in Lebensgefahr. Der Angreifer wurde nach Attacken auf Polizeibeamte mit einem Elektroschocker überwältigt. Die Behörden stufen die Tat als mutmaßlichen Terrorakt ein. Die pro-iranische Organisation Harakat Ashab al-Yamin al-Islamiyya (Hayi) reklamiert die Tat für sich. Diese Gruppe hatte sich bereits zu mehreren Brandanschlägen in London und Europa bekannt. 

+++ 06:09 Terrorexperte warnt vor weiteren Anschlägen: "Iran sendet klares Signal" +++

Nach der Warnung des Verfassungsschutzes vor Anschlägen der pro-iranischen Gruppe Hayi in Europa hält der Terrorismusexperte Peter Neumann eine Eskalation auch in Deutschland für möglich. Die Anschläge folgten einer Vorgehensweise, "die wir von den iranischen Revolutionsgarden seit vielen Jahren kennen", sagt Neumann der Nachrichtenagentur AFP. Der Iran sende damit ein "klares Signal": Teheran wolle zeigen, dass es "bei einer Verschärfung der Lage im Iran-Krieg noch weiter eskalieren könnte". Dass bisher bei den Hayi-Anschlägen "niemand zu Tode kam", sei "kein Zufall", sagt der Professor für Sicherheitsstudien am Londoner King's College. Mit den über seine Handlanger ausgeführten Anschlägen wolle der Iran zeigen: "Ihr mögt unsere Raketen kaputtgemacht haben, aber wir haben da noch ganz andere Möglichkeiten."

+++ 05:09 Wegen Seeblockade: Irans Marine-Chef droht US-Militär +++

Der Kommandeur der iranischen Marine droht den US-Truppen in der Region. Der Iran habe die Straße von Hormus geschlossen, zitiert der regierungstreue iranische Fernsehsender Press TV den Marine-Chef Scharam Irani. "Sollten sie sich weiter nähern, werden wir unverzüglich operative Maßnahmen ergreifen", sagt er über die US-Marine. Diese hindert Schiffe derzeit daran, iranische Häfen anzusteuern oder aus ihnen auszulaufen. Das iranische Militär werde den Feind bald mit einer Waffe angreifen, "vor der er große Angst hat", kündigt Irani an. Bislang haben die Vereinigten Staaten mit ihrer Blockade nach eigenen Angaben 42 Schiffe gestoppt. 

+++ 03:17 Wadephul spricht mit Rubio über Iran +++

Außenminister Johann Wadephul hat während des Besuches in Marokko mit seinem US-Kollegen Marco Rubio telefoniert. Beide seien sich einig gewesen, dass es eine schnelle Verhandlungslösung zur Beendigung des Iran-Kriegs brauche, heißt es aus Delegationskreisen des deutschen Außenministers. Derzeit sähen beide Minister eine Chance auf Bewegung, um eine bedingungslose Öffnung der Straße von Hormus zu erreichen. Voraussetzung für langfristige Stabilität sei es allerdings, dass Teheran bereit sei, dauerhaft auf die Entwicklung von Nuklearwaffen zu verzichten. Dazu müsse der Druck auf den Iran weiter erhöht werden, heißt es. Hierbei wollten Deutschland und die USA weiter zusammenwirken, etwa im Sanktionsbereich. Die beiden Außenminister hätten vereinbart, sich in den kommenden Tagen weiter eng abzustimmen. 

+++ 02:03 Iran richtet laut UN seit Kriegsbeginn 21 Menschen hin +++

Der Iran hat seit Beginn des Krieges mit den USA und Israel vor zwei Monaten mindestens 21 Menschen hingerichtet und mehr als 4000 Personen wegen Vorwürfen der Gefährdung der nationalen Sicherheit festgenommen. Das teilt UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk mit. Mindestens neun Menschen seien im Zusammenhang mit Protesten im Januar exekutiert worden, zehn wegen angeblicher Mitgliedschaft in Oppositionsgruppen und zwei wegen Spionagevorwürfen. "Ich bin entsetzt, dass die Rechte des iranischen Volkes zusätzlich zu den ohnehin schweren Auswirkungen des Konflikts weiterhin auf harsche und brutale Weise von den Behörden beschnitten werden", erklärt Türk. 

+++ 00:20 Trump: Iran-Gespräche laufen telefonisch +++

Verhandlungen mit dem Iran werden laut US-Präsident Trump derzeit telefonisch geführt. Man verzichte auf zeitaufwendige persönliche Treffen, auch wenn er diese bevorzuge, sagt Trump im Weißen Haus. Es sei "lächerlich" 18 Stunden zu fliegen, um am Ende absehbar unbefriedigende Ergebnisse zu erhalten. Zwar habe es Fortschritte gegeben, ein Durchbruch sei aber noch nicht erreicht, sagte er. Eine Einigung werde es nur geben, wenn Teheran vollständig auf Atomwaffen verzichte. Die Frage, ob dafür aus seiner Sicht zusätzlicher militärischer Druck nötig werden, beantwortet Trump nicht. Das hänge davon ab, wie weit der Iran in den Gesprächen gehe.

+++ 23:00 Israel bringt Gaza-Hilfsschiffe unter Kontrolle +++

Israel beginnt laut einem Bericht des Armeeradios damit, weit vor der eigenen Küste Hilfsschiffe mit Ziel Gazastreifen unter seine Kontrolle zu bringen. Der Sender beruft sich auf israelische Kreise, ohne die Zahl der betroffenen Schiffe oder ihren genauen Standort zu nennen. Am 12. April war eine zweite Flottille mit humanitärer Hilfe für Palästinenser im Gazastreifen aus dem Hafen von Barcelona ausgelaufen, um die israelische Blockade zu durchbrechen. An Bord der gut 50 Schiffe der "Global Sumud Flotilla" sind Aktivisten aus zahlreichen Ländern.

+++ 21:55 Trump: König Charles hätte anders auf Iran-Krieg reagiert +++

König Charles III. hätte nach Meinung von US-Präsident Donald Trump anders auf den Krieg im Iran reagiert als die britische Regierung. "Wenn es nach ihm ginge, hätte er uns wahrscheinlich in der Iran-Frage geholfen", sagt Trump im Weißen Haus. Der US-Präsident hatte die britische Regierung um Premier Keir Starmer immer wieder für eine aus seiner Sicht zu zögerliche Reaktion auf den Iran-Krieg kritisiert. Auch mit Blick auf den Ukraine-Krieg hätte der britische König Trump zufolge eher auf die Anweisungen der USA gehört. Was genau er damit meinte, erläutert Trump nicht. "Ich finde, er ist ein hervorragender Repräsentant seines Landes. Ich finde, die Menschen im Vereinigten Königreich können stolz auf ihn sein", sagt der US-Präsident.

+++ 21:17 Ölpreis steigt deutlich nach Trumps Drohung gegen Iran +++

Der Ölpreis hat nach Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran deutlich zugelegt. Am Abend wurden die Aufschläge noch ausgeweitet. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni steigt um 7,1 Prozent auf 119,19 US-Dollar. In der Spitze klettert der Ölpreis kurzzeitig bis auf 119,76 Dollar. Kurz zuvor hatte Trump in einem aktuellen Social-Media-Beitrag angesichts der schleppenden Verhandlungsfortschritte im Nahost-Krieg heftige Drohungen gegen den Iran ausgesprochen. "Der Iran bekommt es nicht auf die Reihe. Sie wissen nicht, wie man einen Anti-Atomwaffen-Deal abschließt. Sie sollten sich lieber bald schlaumachen!", schreibt er auf seiner Platform Truth Social. Überschrieben ist die Darstellung mit den Worten "NO MORE MR. NICE GUY".

+++ 20:38 US-Flugzeugträger zieht aus dem Nahen Osten ab +++

Der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford wird den Nahen Osten in den kommenden Tagen verlassen und die Heimfahrt antreten. Das berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf mehrere Offizielle. Dies dürfte für die rund 4500 Matrosen, die seit zehn Monaten im Einsatz sind, eine willkommene Erleichterung sein - bedeutet jedoch einen erheblichen Verlust an Feuerkraft, während die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran ins Stocken geraten sind.

+++ 19:49 Iranischer Parlamentspräsident Ghalibaf: Trump will mit Seeblockade das Land spalten +++

Die Blockade iranischer Häfen durch die USA zielt nach Ansicht des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf auf eine Spaltung des Landes ab. US-Präsident Donald Trump teile den Iran "in zwei Gruppen, Hardliner und Gemäßigte", und habe die Seeblockade verhängt, "um den Iran durch wirtschaftlichen Druck und interne Zwietracht zur Unterwerfung zu zwingen", sagte Ghalibaf laut dem iranischen Staatsfernsehen. "Der Feind ist in eine neue Phase eingetreten und will durch eine Seeblockade und Medienrummel wirtschaftlichen Druck ausüben und interne Spaltungen schüren", betont Ghalibaf. Auf diese Weise wolle Trump "uns von innen heraus schwächen oder gar zum Zusammenbruch bringen", fügt der Parlamentspräsident hinzu. Er ruft zur "Wahrung der Einheit" auf, was in dieser Situation die einzige Lösung sei.

+++ 19:05 Hegseth: Iran-Krieg ist kein Schlamassel +++

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth verteidigt den Krieg im Iran vor dem Kongress mit scharfen Worten. Er weist die Darstellung zurück, die US-Truppen steckten in dem unpopulären Konflikt in einer ausweglosen Situation fest. "Sie nennen es einen Sumpf und liefern unseren Feinden damit Propagandamaterial? Schämen Sie sich für diese Aussage", sagt Hegseth vor dem Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses mit Blick auf die Demokraten. Deren Abgeordneten wirft er vor, mit ihrer Kritik "rücksichtslos, schwach und defätistisch" zu agieren.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.