Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 08:40 Einigung auf neue Russland-Sanktionen der EU unwahrscheinlich +++

23.02.2026, 00:01 Uhr

Die EU-Länder werden sich der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas zufolge wahrscheinlich nicht auf das vorgeschlagene neue Sanktionspaket gegen Russland einigen. Der anhaltende Widerstand Ungarns habe deutlich gemacht, dass bei dem Treffen der EU-Außenminister kein Konsens über die vorgeschlagenen Maßnahmen erzielt werden könne, sagt sie vor dem Treffen gegenüber vor der Presse.

+++ 08:10 Tote und Verletzte bei russischem Angriff auf Odessa +++

Bei einem russischen Angriff auf die Region Odessa sind nach ukrainischen Angaben zwei Menschen ums Leben gekommen. Drei Personen seien verletzt worden, teilen ukrainische Rettungskräfte auf Telegram mit. Eine russische Drohne sei auf einem Lkw-Rastplatz eingeschlagen. Das habe ein Feuer ausgelöst, bei dem die Menschen getötet wurden.

+++ 07:40 Ukraine Museum in Berlin zeigt "brutale Zerstörungsenergie Russlands" +++

Zum vierten Jahrestag des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine eröffnet der Berliner Story Bunker ein Ukraine Museum. Auf 300 Quadratmetern werden laut Veranstalter in dem ehemaligen Weltkriegsbunker persönliche Geschichten, "die Härte des Krieges und all das, was Russland geheim halten will" gezeigt. Dafür werden unter anderem echte russische Drohnen und ein zerschossenes Evakuierungsfahrzeug ausgestellt. "Wir zeigen keine akademische Aufarbeitung, sondern die brutale Zerstörungsenergie Russlands", teilte das Museum mit. Exponate in der Ausstellung wechseln regelmäßig, wie es hieß. Dafür sei man monatlich in der Ukraine und bringe neue Objekte sowie Informationen mit. Zudem wurden Interviews mit Menschen geführt, dabei ging es auch um die Frage: "Gehen oder bleiben?" Am ersten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine hatte das Team der Berliner Story Bunker einen zerstörten russischen Panzer vor Moskaus Botschaft in Berlin gestellt. Das Panzerwrack vom Typ T-72 diente im Jahr 2023 für einige Tage am Boulevard Unter den Linden als Mahnmal gegen den Krieg.

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Passanten stehen am Boulevard Unter den Linden vor einem russischen Panzer, der in der Ukraine zerstört wurde (Archivbild). (Foto: picture alliance/dpa)

+++ 07:10 Mann bei russischem Angriff auf Stadt Saporischschja getötet +++

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die südostukrainische Regionalhauptstadt Saporischschja ist nach Angaben des Gouverneurs Iwan Fedorow ein 33-jähriger Mann getötet worden. Ein 45-jähriger Mann sei bei dem Angriff auf Industrieanlagen verletzt worden, erklärte Fedorow am Morgen. Die nordostukrainische Stadt Charkiw wurde dem Bürgermeister Ihor Terechow zufolge mit Raketen beschossen, es gab zunächst jedoch keine Berichte über Verletzte. Saporischschja und Charkiw, wichtige Industriezentren in Frontnähe, sind häufige Ziele russischer Angriffe. Kurz vor dem vierten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine am Dienstag versucht Russland, den Druck auf die Ukraine zu erhöhen. Am Sonntag waren bei massiven Angriffen auf das Land ein Mensch getötet und mehr als ein Dutzend weitere verletzt worden.

+++ 06:40 Südkorea: Russland soll "Sieges"-Banner an Botschaft entfernen +++

Südkorea hat von der russischen Botschaft in Seoul die Entfernung eines "Sieges"-Banners gefordert. Das Transparent mit der Aufschrift "Der Sieg wird unser sein" sei kurz vor dem vierten Jahrestag der russischen Invasion in der Ukraine an der Botschaft angebracht worden, teilt das südkoreanische Außenministerium mit. Zudem müsse die militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea aufhören. Diese stelle eine ernste Bedrohung für die Sicherheit Südkoreas dar. Eine Stellungnahme der russischen Botschaft liegt bislang nicht vor.

+++ 06:10 Russland: Stromversorgung in Saporischschja fast wiederhergestellt +++

Im russisch besetzten Teil der ukrainischen Region Saporischschja ist die Stromversorgung nach einem ukrainischen Angriff weitgehend wiederhergestellt. Nur noch 12.000 Haushalte in einem Bezirk seien ohne Strom, teilt der von Russland eingesetzte Gouverneur Jewgeni Balizki über Telegram mit. Zuvor hatte es nach einem ukrainischen Angriff am Sonntag auf die Energieinfrastruktur zwei Stromausfälle gegeben. Im ebenfalls russisch kontrollierten Luhansk geriet nach Angaben des dortigen Vertreters Russlands ein Treibstofflager nach einem ukrainischen Drohnenangriff in Brand.

+++ 05:41 EU-Außenminister beraten in Brüssel über Ukraine-Krieg +++

Unmittelbar vor dem vierten Jahrestag des russischen Kriegsbeginns in der Ukraine kommen am heutigen Montag in Brüssel die Außenminister der EU zusammen. Auf der Agenda stehen der Ukraine-Krieg und die Situation im Nahen Osten. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha wird voraussichtlich per Videoschaltung an dem Treffen teilnehmen. Die EU-Kommission hat ein 20. Sanktionspaket gegen Russland vorgeschlagen, das unter anderem ein "umfassendes Verbot maritimer Dienstleistungen" für Tanker mit russischem Rohöl an Bord vorsieht.

+++ 04:46 Selenskyj über Trump: "Präsidenten kommen und gehen" +++

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj setzt auf verlässliche Sicherheitsgarantien der Vereinigten Staaten für sein Land, die nicht allein vom Willen des US-Präsidenten abhängen. "Aus guten Gründen wird der Kongress über sie (die Sicherheitsgarantien) abstimmen", sagt Selenskyj dem britischen Sender BBC in Kiew. Es gehe nicht allein um Präsident Donald Trump, auch das Parlament werde gebraucht, betont er laut der Übersetzung aus dem Ukrainischen. "Denn Präsidenten kommen und gehen, aber Institutionen bleiben."

+++ 03:41 Putin: Entwicklung russischer Atomstreitkräfte ist "absolute Priorität" +++

Nach dem Auslaufen des "New Start"-Abkommens zwischen Moskau und Washington betont Russlands Präsident Wladimir Putin die Bedeutung der russischen Atomstreitkräfte. "Die Entwicklung der atomaren Triade, die Russlands Sicherheit garantiert und für eine wirksame strategische Abschreckung sowie ein Kräftegleichgewicht in der Welt sorgt, bleibt eine absolute Priorität", sagt Putin in einer Fernsehansprache. Putins Ansprache erfolgte an Russlands Tag des Verteidigers des Vaterlandes, einem Feiertag, der Anlass für militärischen Pomp und vom Kreml geförderten Patriotismus ist. Zudem jährt sich am 24. Februar der russische Angriff auf die Ukraine zum vierten Mal.

+++ 02:36 Selenskyj: Bombenlegerin von Lwiw von russischem Geheimdienst rekrutiert +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilt die nächtlichen Bombenexplosionen in der westukrainischen Stadt Lwiw als "zynischen und grausamen Terroranschlag". Bei dem Anschlag wurde eine Polizistin getötet und 25 weitere Menschen teils schwer verletzt. Als mutmaßliche Täterin wurde eine 33-jährige Ukrainerin festgenommen, die nach Polizeiangaben von russischen Geheimdiensten zu der Tat angestiftet worden war. "Wir verfügen über Geheimdienstinformationen, dass die Russen weiterhin solche Dinge, also faktisch Angriffe auf Ukrainer, durchführen wollen", führt Selenskyj am Abend aus. "Die Umstände dieses Terroranschlags werden derzeit umfassend untersucht, viele Fakten liegen bereits vor", teilt Selenskyj auf Facebook mit. Die Täterin sei über Telegram rekrutiert worden. "Der Terroranschlag wurde von einer russischen Organisation verübt", sagt er, ohne weitere Details zu nennen.

+++ 01:39 Gouverneur: Ukrainischer Angriff legt Energieinfrastruktur in Belgorod lahm +++

Ein ukrainischer Raketenangriff hat in der russischen Region Belgorod die Energieinfrastruktur schwer beschädigt. In Wohnhäusern gebe es Unterbrechungen bei der Strom-, Wasser- und Wärmeversorgung, teilte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Betroffen seien die Stadt Belgorod, die 40 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt liegt, und die umliegende Region. Das genaue Ausmaß der Schäden solle bei Tagesanbruch ermittelt werden.

+++ 00:11 Ex-Airbus-Chef: Deutschland braucht Drohnen und kein eigenes Kampfjet +++

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und frühere Vorstandschef von Airbus und EADS, Tom Enders, warnt vor der Entwicklung eines eigenen deutschen Kampfflugzeugs. "Es droht eine gigantische Fehlallokation von Ressourcen", schreibt Enders in einem Gastbeitrag für das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Die Debatte hatte in den vergangenen Tagen an Intensität gewonnen, weil dem deutsch-französisch-spanischen Luftkampfprojekt "Future Combat Air System" (kurz: FCAS) das Scheitern droht. Die eigene finanzielle Kraft solle Deutschland auf die Entwicklung von Drohnen legen, schreibt Enders, der auch Mitglied im Verwaltungsrat des deutschen Herstellers Helsing ist.

+++ 21:35 Ukraine meldet Beschuss von russischen Schiffen auf der Krim +++

Auf der Krim, in der Nähe von Sewastopol, haben ukrainische Streitkräfte zwei russische Grenzschutzschiffe des Projekts "22460 Hunter" angegriffen. Die Schiffe gehören zur Rubin-Klasse der russischen Küstenwache und sind für die Bekämpfung von Bedrohungen auf See und aus der Luft konzipiert. Die Ukraine hatte bereits im Dezember Schiffe derselben Klasse mit Seedrohnen angegriffen, allerdings bestätigte der Generalstab nicht, ob bei dem jüngsten Angriff Drohnen zum Einsatz kamen.

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