Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 16:55 Kreml-Sprecher macht wenig Hoffnung auf längere Feuerpause +++

09.05.2026, 00:01 Uhr

Ein Friedensabkommen mit der Ukraine ist nach Angaben der russischen Führung noch in weiter Ferne. Die Details seien zu komplex, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow im Staatsfernsehen. Auch wenn es verständlich sei, dass die USA es eilig hätten. Russland und die Ukraine hatten sich auf eine von den USA vermittelte dreitägige Feuerpause von Samstag bis Montag geeinigt. US-Präsident Donald Trump hatte Hoffnungen auf eine Verlängerung der Waffenruhe geäußert. Kreml-Berater Juri Uschakow stellte jedoch klar, dass die Feuerpause auf drei Tage angelegt sei und nicht länger dauern solle. Russland hatte die Waffenruhe wegen der Feiern zum Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg angeregt.

+++ 16:27 Slowakische Opposition nennt Ficos Moskau-Reise "Verrat" +++

Dass der slowakische Ministerpräsident Robert Fico als einziger EU-Regierungschef an der Siegesfeier in Moskau teilgenommen hat, bringt ihm zu Hause heftige Kritik ein. "Mit dieser Reise spuckt der Regierungschef unseren Verbündeten ins Gesicht", empörte sich Branislav Gröhling, der Chef der liberalen Partei Freiheit und Solidarität. Es sei ein "Verrat" an der Slowakei und der Nato, dass sich Fico "persönlich mit dem Kriegsverbrecher Wladimir Putin" treffe, während dieser einen aggressiven Krieg gegen die Ukraine führe und die Sicherheit Europas bedrohe. Schon im vergangenen Jahr 2025 war Fico als einziger Regierungschef eines EU-Landes zur Moskauer Feier des Sieges über den Nationalsozialismus gereist.

+++ 15:49 EU-Ratspräsident Costa: Europa wird mit Russland reden müssen +++

EU-Ratspräsident António Costa hat am Europatag die grundsätzliche Offenheit der EU für Gespräche mit Russland bekräftigt. Man sei bereit, sich an Friedensverhandlungen zu beteiligen, um einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine zu erreichen, sagte er in Brüssel. Im richtigen Moment werde man natürlich Gespräche mit Russland führen müssen, um gemeinsame Sicherheitsfragen zu besprechen. Zugleich machte Costa deutlich, dass es keine Alleingänge der EU geben soll. Man wolle die Friedensinitiative von US-Präsident Donald Trump nicht stören, betonte er. Kurz vor dem Auftritt in Brüssel hatte Costa am Vormittag mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. In sozialen Netzwerken schrieb Costa zu dem Austausch: "Die Zukunft der Ukraine liegt in der Europäischen Union. Wir freuen uns darauf, die nächsten Schritte in ihrem Beitrittsprozess so bald wie möglich zu gehen."

+++ 15:26 Merz kritisiert Ficos Moskau-Reise +++

Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Reise des slowakischen Regierungschefs Robert Fico zu den Feiern zum Tag des Sieges in Moskau kritisiert. "Robert Fico weiß, dass wir da nicht einer Meinung sind. Ich bedaure das zutiefst und wir werden mit ihm über diesen Tag in Moskau sprechen", sagt der CDU-Politiker bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem schwedischen Ministerpräsidenten Ulf Kristersson in Stockholm. Fico war als einziger Gast aus der Europäischen Union zum Tag des Sieges der Sowjetunion über Hitler-Deutschland angereist, den Moskau traditionell am 9. Mai mit einer Militärparade feiert (Siehe Einträge 10:59 und 12:21).

+++ 14:58 Putin: Werden slowakischen Energiebedarf weiter decken +++

Russlands Präsident Wladimir Putin hat der Slowakei zugesichert, den Energiebedarf des Landes weiterhin zu decken. Man werde alles tun, um die Nachfrage nach Energie zu befriedigen, sagte Putin bei einem Treffen mit dem slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico in Moskau im russischen Staatsfernsehen. Fico hält sich zu den Feierlichkeiten anlässlich des Sieges über Nazi-Deutschland in der russischen Hauptstadt auf, nimmt jedoch nicht an der Militärparade auf dem Roten Platz teil. Das EU-Land Slowakei ist eines der wenigen Länder in Europa, das weiterhin russisches Öl und Gas bezieht.

+++ 14:37 Bericht: Siegesparade in Moskau war eine der kürzesten in der Geschichte +++

Die Parade auf dem Roten Platz am 9. Mai 2026 dauerte etwa 45 Minuten. Diese Zeitangabe nennen verschiedene, internationale Medien. Damit war die diesjährige Parade eine der kürzesten in der modernen Geschichte solcher Veranstaltungen. Das berichtet "The Moscow Times". Sie sei nur ungefähr halb so lang gewesen wie die Jubiläumsparade von 2025, die etwa 1,5 Stunden dauerte. 2024 habe die Parade dem Bericht zufolge etwas über 50 Minuten. Nur die Parade von 2023 sei in ihrer Kürze mit der aktuellen vergleichbar: Sie dauerte laut "The Moscow Times" etwa 47 Minuten.

+++ 14:17 Ukraine meldet trotz Waffenruhe 34 russische Drohnenangriffe binnen einer Nacht +++

Über Nacht wurden 34 russische Drohnen über ukrainischen Gebieten abgeschossen. Das schreibt die ukrainische Luftwaffe auf Telegram. Insgesamt zählt das ukrainische Militär trotz der eigentlich geltenden Waffenruhe 43 Drohnen- sowie einen Raketenangriff allein in den vergangenen 20 Stunden. Die Iskander-Rakete und neun Drohnen seien an sechs verschiedenen Orten in der Ukraine eingeschlagen.

+++ 13:58 Bericht: Ukrainischer Geheimdienst ergreift russische Geheimdienstagenten in Odessa +++

Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben einen russischen Agenten in der ukrainischen Hafenstadt Odessa festgenommen, der einen Terroranschlag gegen einen hochrangigen Offizier der ukrainischen Marine geplant haben soll. Der SBU teilt in den sozialen Medien Bilder und Videos zu der Festnahme. Der Plan des russischen Geheimdienstoffiziers wollte den ukrainischen Marine-Offizier am 9. Mai ermorden, um einen für den Kreml günstigen Informationshintergrund für die Feier des „Tags des Sieges“ zu schaffen, so die Ermittler des SBU. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht.

+++ 13:26 Munz: "Putins Rede war keine, die Richtung Verhandlungen geht" +++

Eine Waffenruhe sichert Putin die Parade in Moskau ab. Anlässlich des Sieges über Nazi-Deutschland inszeniert das Land jedes Jahr seine eigene militärische Stärke. Doch Russland steht zusehends schlechter dar. ntv-Korrespondent Rainer Munz sieht dennoch weiterhin keine Spur von Verhandlungsbereitschaft im Kreml.

+++ 12:57 Selenskyj: Ukraine feiert den Europatag +++

Der Europatag erinnert an die Schuman-Erklärung vom 9. Mai 1950. Frankreichs Außenminister Robert Schuman schlug damals vor, die Kohle- und Stahlproduktion zusammenzulegen, um neue Kriege zu verhindern. Die Erklärung gilt als Startpunkt der europäischen Einigung und wichtiger Wegbereiter der heutigen EU. "Heute ist der Europatag", teilt der ukrainische Präsident in den sozialen Medien mit. Dazu veröffentlicht er auch einen Videoclip. Die Ukraine begehe diesen nicht nur formal oder mit Parolen, sondern in dem vollen Bewusstsein, dass sie bereits ein untrennbarer Teil der europäischen Familie ist, schreibt Selenskyj. Kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 stellte die Ukraine den offiziellen EU-Mitgliedschaftsantrag; der Kandidatenstatus folgte im Juni 2022 und die Beitrittsverhandlungen begannen im Juni 2024.

+++ 12:21 Nordkoreaner marschieren in Moskau mit +++

Neben russischen Soldaten marschierten bei der Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau (siehe Eintrag 10:59) auch nordkoreanische Truppen auf. Der russische Verteidigungsminister Andrej Beloussow dankte während seines Redebeitrags den Angehörigen der Streitkräfte für ihren Einsatz, darunter auch nordkoreanische Soldaten. Nach Angaben des Staatsfernsehens hatten sie die russische Armee bei der Rückeroberung der russischen Region Kursk von der Ukraine im Frühjahr 2025 unterstützt.

North-Korean-service-members-take-part-in-a-military-parade-on-Victory-Day-marking-the-81st-anniversary-of-the-victory-over-Nazi-Germany-in-World-War-Two-in-central-Moscow-Russia-May-9-2026
Soldaten aus Nordkorea marschieren als Teil der Moskauer Militärparade. (Foto: REUTERS)

Zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un gibt es seit 2024 ein umfassendes strategisches Abkommen mit gegenseitiger militärischer Hilfe. Im Herbst 2024 schickte Nordkorea erstmals Soldaten zur Unterstützung russischer Truppen in die Ukraine.

+++ 11:42 ISW: Ukraine unterbricht russische Versorgungswege um Mariupol +++

Ukrainische Streitkräfte unterbrechen erfolgreich russische Landversorgungswege in und um die von Russland besetzte Stadt Mariupol in der Region Donezk (etwa 105 Kilometer von der Frontlinie entfernt). Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Dies sei Teil der intensivierten ukrainischen Angriffskampagne. Damit stelle das ukrainische Militär auf mittlerer Distanz ihre gewachsenen Fähigkeiten unter Beweis, so die Analysten des ISW. Sie beziehen sich in ihrem Bericht auf Angaben des 1. Asow-Korps der ukrainischen Streitkräfte sowie geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 10:59 Militärparade ohne Panzer: Putin zeigt sich siegessicher +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hat bei der Militärparade zum 9. Mai sicher gezeigt, dass die Moskauer Armee den Angriffskrieg gegen die Ukraine gewinnt. "Ich bin fest davon überzeugt: Unsere Sache ist gerecht, wir stehen zusammen, der Sieg war immer und wird immer auf unserer Seite sein", sagt Putin in scharfem Ton auf dem Roten Platz in Moskau. Die russische Armee werde bei ihrem Einsatz in der Ukraine heute inspiriert von der "Generation der Sieger" im Zweiten Weltkrieg, meinte der Kremlchef. "Sie stellen sich einer aggressiven Macht entgegen, die vom gesamten Nato-Block bewaffnet und unterstützt wird", sagte Putin, der seinen Krieg gegen die Ukraine 2022 begonnen hatte. Trotz der westlichen Unterstützung "marschieren unsere Helden vorwärts", behauptet der Präsident.

Der-russische-Praesident-Wladimir-Putin-haelt-am-9-Mai-2026-auf-dem-Roten-Platz-im-Zentrum-von-Moskau
Der russische Präsident Wladimir Putin hält am 9. Mai 2026 auf dem Roten Platz im Zentrum von Moskau. (Foto: via REUTERS)

+++ 10:16 Kreml wettert gegen Selenskyjs "dummen Witz" über "Erlaubnis" zu Moskauer Militärparade +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist mit seinem Dekret zu seiner "Genehmigung" der russischen Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau auf Kritik gestoßen. "Wir brauchen von niemandem eine Erlaubnis", sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow dem russischen Staatsfernsehen vor Beginn der jährlich am 9. Mai angesetzten Parade zum Tage des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. "Wehe dem, der versucht, sich über den Tag des Sieges lustig zu machen und solche dummen Witze zu reißen", sagt er. Selenskyj hatte am Freitag einen Erlass "Über die Durchführung einer Parade in Moskau" mit den Koordinaten des Roten Platzes veröffentlicht, die von ukrainischen Angriffen ausgenommen werden sollen. Das Dekret ging einher mit einer von US-Präsident Donald Trump vermittelten Waffenruhe, die bis 11. Mai gelten soll. Bis zum Morgen gab es keine offiziellen Berichte über Verstöße gegen diese Vereinbarung - Russland führt seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine seit mehr als vier Jahren.

+++ 09:15 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++

Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.340.270 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1080. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem einen Panzer, 82 Artilleriesysteme und 1479 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 11.920 Panzer, 41.712 Artilleriesysteme, 1371 Flugabwehrsysteme und 435 Flugzeuge, 352 Hubschrauber, 2.381.208 Drohnen, 33 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen - wobei das auch nur Mindestwerte sind.

+++ 08:03 ISW: Ukrainer erobern Gebiete in Donezk und Saporischschja zurück +++

Die ukrainischen Streitkräfte sind kürzlich in Richtung Slowjansk in der ukrainischen Region Donezk und in Richtung Huljajpole in der ukrainischen Region Saporischschja vorgerückt. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 07:21 Ukraine zählt mehr als 600 russische Drohnenangriffe binnen eines Tages nur auf Saporischschja +++

Russische Streitkräfte greifen die Region Saporischschja trotz geltender Waffenruhe in der Nacht mit Drohnen an. Das schreibt der Militärgouverneur von Saporischschja, Iwan Fedorow, auf Telegram. Dabei sollen laut Fedorow zwei Menschen verletzt worden sein. Zudem schreibt der ukrainische Gouverneur der umkämpften Frontregion in der Ukraine, dass russische Streitkräfte innerhalb eines Tages mit 615 Drohnen angegriffen haben. Er zählt 123 Artillerieattacken auf Siedlungen in der Region.

+++ 06:26 Umfrage: USA sinken in der weltweiten Wahrnehmung hinter Russland +++

Die weltweite Wahrnehmung der Vereinigten Staaten ist das dritte Jahr in Folge gesunken. Das zeigt eine Umfrage der "Alliance of Democracies Foundations". Das Umfrageergebnis basiert auf den Antworten von mehr als 46.000 Menschen aus 85 Ländern. Die USA liegen demnach auf Platz 128 von 132, mehrere Plätze hinter Russland, das Platz 126 belegt. Deutschland steht auf dem Ranking auf Platz 20, die Ukraine auf Platz 62.

+++ 05:38 EU-Abgeordnete fordern Unabhängigkeit von Nato +++

Ein neues parteiübergreifendes Bündnis von EU-Abgeordneten hat am Europatag am heutigen Samstag den schnellen Aufbau einer europäischen Verteidigungsunion angemahnt. "Sich beim Schutz Europas allein auf die Vereinigten Staaten zu verlassen, ist ein gefährliches Glücksspiel", heißt es in einer Erklärung, die unter anderem die deutschen Parlamentarier Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP, Michael Gahler von der CDU und Tobias Cremer von der SPD unterzeichneten. Es brauche Strukturen, die im Ernstfall auch ein Handeln ohne die US-dominierte Nato ermöglichen. Dazu gehörten entsprechende Kommandostrukturen und eine schnelle Eingreiftruppe.

+++ 04:35 Wehrbeauftragter zurückhaltend bei Sanktionen für Antwortverweigerer +++

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte, sieht Sanktionen für 18-jährige Männer, die Antworten auf den Fragebogen zum neuen Wehrdienst trotz gesetzlicher Pflicht verweigern, nur als letztes Mittel. "Der Fragebogen ist keine Einberufung, sondern zunächst eine Auskunft", sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Die Abläufe für den neuen Wehrdienst sind durch unser Parlament und unsere Bundesregierung gesetzlich klar geregelt. Wer in Deutschland Rechte und Pflichten wahrnimmt, sollte daher auch bereit sein, auf staatliche Schreiben zu reagieren." Otte fügt allerdings hinzu: "Nach ausführlicher Information und angemessenen Fristen dürfen Bußgelder nur das letzte Mittel sein. Entscheidend bleibt, junge Menschen durch Transparenz und Attraktivität vom Dienst für unser Land zu überzeugen, nicht durch Sanktionen."

+++ 03:41 Röttgen: Iran-Krieg schadet Russland mehr als der Ukraine +++

Der CDU-Außenexperte Norbert Röttgen erwartet, dass sich der Krieg im Iran eher negativ auf Russland als auf die Ukraine auswirkt. Der höhere Ölpreis werde durch die reduzierte russische Ölproduktion ausgeglichen. "Darüber hinaus lernt die Welt, dass Russland kein verlässlicher Partner ist, der seinen Verbündeten im Ernstfall relevant zu Hilfe kommt", sagt der CDU-Politiker den Funke-Zeitungen. Dass US-Präsident Donald Trump jetzt voll auf Iran konzentriert sei, bedeute für den russischen Staatschef Wladimir Putin einen Verlust von Aufmerksamkeit. "Putin ist strategisch in einer Zwickmühle", so Röttgen. "Er will es sich mit keinem verderben, weder mit den USA noch mit Iran, noch mit den Golfstaaten und Israel."

+++ 02:39 Trump erwägt Verlegung von US-Truppen aus Deutschland nach Polen +++

US-Präsident Donald Trump stellt in Aussicht, US-Truppen, die aus Deutschland abgezogen werden, nach Polen zu verlegen. Zudem spricht er sich für eine Verlängerung der dreitägigen Feuerpause im Krieg zwischen Russland und der Ukraine aus. "Ich würde mir eine deutliche Verlängerung der Waffenruhe wünschen", sagte Trump. Zuvor hatte er eine Feuerpause vom 9. bis zum 11. Mai anlässlich der russischen Feierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkriegs angekündigt.

+++ 01:32 Militärparade in Moskau: Röttgen sieht Putin "zunehmend unter Druck" +++

Der CDU-Außenexperte Norbert Röttgen sieht Russlands Präsident Wladimir Putin in wachsender Bedrängnis. Die reduzierte Form der Militärparade am 9. Mai sei "ein untrügliches Zeichen dafür, dass Putin zunehmend unter Druck ist", sagt der Vizevorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion den Funke-Zeitungen. Der Krieg gegen die Ukraine sei in Russland immer unpopulärer, und der Wirtschaft gehe es schlecht. "Der Ukraine gelingt es immer mehr, das Kriegsgeschehen auf russisches Territorium zu verlagern", hebt er hervor. "Ukrainische Drohnen fliegen bis nach Moskau und können dort erhebliche Schäden verursachen." Öffentliche Auftritte seien somit gefährlich. Moskau feiert traditionell am 9. Mai den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland mit einer Militärparade auf dem Roten Platz.

+++ 23:43 Foltergefängnis in Donezk: Verdächtiger in Frankreich festgenommen +++

Nach Fällen von Folter im illegalen Donezker Gefängnis "Isolation" ist in Frankreich ein tatverdächtiger Ukrainer festgenommen worden. Das meldet die Nachrichtenagentur Suspilne mit Verweis auf den ukrainischen Generalstaatsanwalt Ruslan Kravchenko. "In den Jahren 2017 bis 2019 kooperierte ein ukrainischer Staatsbürger freiwillig mit dem sogenannten 'Ministerium für Staatssicherheit der DVR'. Ehemalige Gefangene berichten, er sei Assistent des Gefängnisleiters gewesen. Er habe an der Folter von Gefangenen mitgewirkt, sie grausam behandelt, psychischen Druck ausgeübt, Geständnisse erzwungen und Menschen gedemütigt. Mindestens neun Opfer konnten bisher identifiziert werden", schreibt Kravchenko unter Berufung auf Ermittlungsdaten auf Facebook. Laut Kravchenko floh der Angeklagte im Jahr 2021, als die Ermittlungen in der Ukraine abgeschlossen und der Fall an das Gericht übergeben wurde, aus der Ukraine nach Frankreich und versuchte dort, Asyl zu erhalten. "Nach einem Appell der ukrainischen Staatsanwaltschaft leiteten französische Strafverfolgungsbehörden ein eigenes Strafverfahren ein."

+++ 22:11 Keine ukrainischen Angriffe: Selenskyj "erlaubt" per Dekret Militärparade in Moskau +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj "erlaubt" per Dekret die russische Militärparade zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland in Moskau. Zudem sichert er zu, dass keine Waffen auf den Roten Platz gerichtet werden. "Ich ordne hiermit an: die Abhaltung einer Parade in der Stadt Moskau am 9. Mai 2026 zu gestatten", heißt es in dem Erlass. Der Rote Platz werde vom geplanten Einsatz ukrainischer Waffen ausgenommen, verspricht Selenskyj.

+++ 21:12 Russland-Experte Mangott: Plötzlich will Putin auch mit den Europäern sprechen +++

Russland sendet Signale der Bereitschaft für Friedensgespräche mit den Europäern. "Die große Frage ist, ob wir dann rivalisierende Verhandlungsprozesse haben", sagt Russland-Experte Gerhard Mangott. Einen gemeinsamen Verhandlungstisch mit den USA bewertet er als besser, aber "sehr wahrscheinlich ist das nicht".

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.