Nordkorea eröffnet DenkmalKim will Russlands "heiligen Krieg" gegen Ukraine weiter unterstützen

In Nordkorea wird die russische Erzählung über die "Verteidigung" gegen die Ukraine propagandistisch ausgeschmückt. Machthaber Kim weiht eine Gedenkstätte für im Ukraine-Krieg gefallene Soldaten ein. Die militärische Zusammenarbeit mit Moskau soll weiter verstärkt werden.
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat Pjöngjangs Unterstützung für den "heiligen" Krieg Russlands gegen die Ukraine unterstrichen. Nordkorea "wird wie immer die Politik der Russischen Föderation zur Verteidigung der nationalen Souveränität, der territorialen Integrität und der Sicherheitsinteressen voll und ganz unterstützen", sagte Kim dem russischen Verteidigungsminister Andrej Belousow, der Nordkorea besuchte, wie die nordkoreanische staatliche Nachrichtenagentur (KCNA) berichtete.
Kim äußerte KCNA zufolge außerdem "die Überzeugung, dass die russische Armee und das russische Volk gewiss einen Sieg in dem gerechten, heiligen Krieg erringen werden". Nordkoreas Machthaber pries zudem die "glänzenden Kriegsergebnisse bei der Befreiung von Kursk".
Nordkoreas Machthaber weihte auch eine für die im Ukraine-Krieg gefallenen nordkoreanischen Soldaten eröffnete Gedenkstätte ein. Kim sprach dabei von der Notwendigkeit, die Beziehungen zwischen Pjöngjang und Moskau zu einem "mächtigen Bollwerk" zu stärken.
Pjöngjang ist einer der wichtigsten Unterstützer Moskaus in Russlands Krieg gegen die Ukraine. So hat Nordkorea in der Vergangenheit tausende Soldaten in die an die Ukraine grenzende russische Region Kursk geschickt. Im Gegenzug versorgt Russland Nordkorea nach Angaben von Analysten mit Finanzhilfen, Militärtechnologie sowie Lebensmittel- und Energielieferungen.
Tausende Nordkoreaner in der Ukraine
Laut Schätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes NIS wurden bis zu 15.000 Soldaten aus Nordkorea zur Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg entsandt. Rund 600 sollen demnach während ihres Auslandseinsatzes gestorben sein, mehr als 4000 weitere Soldaten verwundet.
In den vergangenen Tagen hatten mehrere hochrangige russische Vertreter Nordkorea besucht. Nach dem Treffen zwischen Kim und Belousow am Sonntag erklärten beide Seiten, ihre Delegationen hätten über eine Vertiefung der militärischen Beziehungen gesprochen. Belousow sagte, Moskau sei bereit, einen Kooperationsplan für den Zeitraum von 2027 bis 2031 zu unterzeichnen. Kim, Belousow und der russische Parlamentspräsident Wjatscheslaw Wolodin nahmen außerdem an der Eröffnungszeremonie eines Gedenkkomplexes zu Ehren nordkoreanischer Soldaten teil, die in der Ukraine getötet wurden.
Der russische Präsident Wladimir Putin würdigte in einem Brief an Kim, der von KCNA veröffentlicht wurde, den "außerordentlichen Mut und die echte Hingabe" der nordkoreanischen Truppen. Anfang Januar hatte sich Kim in einem von der offiziellen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichten Brief verpflichtet, alle politischen Maßnahmen und Entscheidungen Putins "bedingungslos" zu unterstützen.