Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 08:54 ISW: Keine Vorstöße an der Front in der Ukraine +++

26.07.2026, 00:01 Uhr

Weder die ukrainischen noch die russischen Streitkräfte erzielten bestätigte Vorstöße. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Russische Truppen setzten ihre Offensivoperationen an verschiedenen Stellen an der Front in der Ukraine fort, konnten dabei jedoch keine Gebietsgewinne erzielen, so die Analysten des ISW. Sie beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage. Zunehmend gibt es Tage, an denen sich die Front in der Ukraine zum Stellungskrieg entwickelt.

+++ 08:10 Russland: 133 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten abgeschossen +++

Die russische Luftwaffe hat in der Nacht 133 ukrainische Drohnen über Russland abgeschossen. Das schreibt die staatliche Nachrichtenagentur Russlands, Tass, unter Berufung auf Angaben des russischen Verteidigungsministeriums. Die russischen Luftabwehrkräfte haben demnach ukrainische Drohnen über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Krasnodar, Orel, Rostow und Smolensk sowie der Region Moskau, der von Russland annektierten Krim und über den Gewässern des Schwarzen Meeres abgefangen und zerstört.

+++ 07:27 Bericht: Explosionen und Brände in Kiew nach russischen Angriffen +++

In der Nacht ist es nach russischen Angriffen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko in mindestens drei Bezirken zu Bränden gekommen (siehe Einträge 07:09 und 00:07). Demnach hätten herabstürzende Trümmerteile die Feuer ausgelöst. Die russischen Streitkräfte griffen die Stadt der ukrainischen Luftwaffe zufolge mit ballistischen Raketen an. Augenzeugen der Nachrichtenagentur Reuters hörten mehrfache Explosionen. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zuvor vor neuen russischen Angriffen innerhalb von 48 Stunden gewarnt.

+++ 07:09 Ukraine: Russen greifen Kiew mit ballistischen Raketen an +++

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht auf Sonntag mehrfach mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen (siehe Eintrag 00:07). Das teilen die örtlichen Behörden mit. Die Trümmer einer abgeschossenen Rakete sind auf ein 18-stöckiges Hochhaus im Bezirk Schewtschenkivskyi gefallen. Das schreibt der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko auf seinem Telegram-Kanal. Ein Feuer sei ausgebrochen. Auch in anderen Stadtteilen hätten herabfallende Trümmer Brände in Gebäuden ausgelöst. Die Rettungsdienste sind im Einsatz, so Klitschko.

+++ 06:20 Ukrainischer Geheimdienst nimmt russischen Agenten in Dnipro fest +++

Der ukrainische Inlandsgeheimdienst, Sluschba bespeky Ukrajiny (SBU), hat nach eigenen Angaben einen russischen Agenten in der Stadt Dnipro, im Südosten der Ukraine, festgenommen. Bei dem Festgenommen soll es sich um einen ukrainischen Mann handeln, der aus der von Russland kontrollierten ukrainischen Region Luhansk kommt und vom russischen Geheimdienst über Telegram rekrutiert worden ist. Der SBU wirft dem Mann vor, mehr als tausend Starlink-Systeme illegal für die Russen registriert zu haben. SpaceX nahm kurz nach Beginn des Krieges in der Ukraine seinen Starlink-Satelliten-Internetdienst in der Ukraine in Betrieb, um die während des Krieges beschädigten oder zerstörten Internet- und Kommunikationsnetze zu ersetzen. Starlink bietet wichtige Dienste für die ukrainische Zivilbevölkerung, die Regierung und das Militär.

+++ 05:28 Ukrainische Armee zerstört russischen Überwachungskomplex +++

Kiew ist ein Schlag gegen einen Überwachungsstandort der russischen Streitkräfte gelungen. "Piloten der Einheit 'STRAZH' der Offensiven Gardebrigade 'Pomsta' griffen den feindlichen Komplex 'Murom-M' nahe Lymansky an", teilt das 3. Grenzschutzdetachement mit. Ein Murom ist ein Überwachungssystem mit einer Kamera mit starkem Zoom sowie einer Wärmebildkamera. Damit lassen sich Personen in einer Entfernung von bis zu zehn Kilometern mit der optischen Kamera und bis zu vier Kilometern mit der Wärmebildkamera beobachten. Ein solches Gerät kostet der Einheit zufolge umgerechnet rund 50.000 US-Dollar. Die Ukrainer griffen mit einer Drohne an, wie ein Video zeigt.

+++ 04:14 Russische Fallschirmjäger "unterbrechen Versorgung ukrainischer Streitkräfte" +++

Russische Luftlandetruppen der Dnipro-Streitkräftegruppe in der Region Saporischschja störten die Rotation und Versorgung ukrainischer Streitkräfte und zerstörten feindliches Material, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. "Die Fallschirmjäger haben die geplante Rotation und Versorgung der Stellungen der ukrainischen Streitkräfte mit Material erfolgreich unterbrochen und damit die hohe Effektivität der unbemannten Luftfahrzeugeinheiten deutlich unter Beweis gestellt", heißt es in der Erklärung.

+++ 02:49 CSU fordert Rüstungsabkommen für Drohnen mit Kiew +++

Vor der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe fordert ihr Vorsitzender Alexander Hoffmann ein offizielles Rüstungsabkommen mit Kiew, um die Bundeswehr mithilfe ukrainischer Drohnentechnologie aufzurüsten. "Wir sind der Auffassung, es braucht eine Unterstützungsdividende von der Ukraine", sagt Hoffmann der "Bild am Sonntag". Deutschland werde die Hilfe "unter allen Umständen fortsetzen". Gleichzeitig habe Kiew damit "wirklich herausragende Fähigkeiten entwickelt - im Bereich Drohnen, Drohnenabwehr und Marschflugkörper". Hoffmann fordert daher eine verbindliche Gegenleistung für die Bundeswehr: "Wir sagen: Deutschland muss an diesen Rüstungsinnovationen teilhaben."

+++ 01:05 Iran verurteilt ukrainischen Angriff auf Frachter +++

Die iranische Regierung protestiert scharf gegen einen mutmaßlich ukrainischen Angriff auf ein Frachtschiff im Kaspischen Meer und den dadurch verursachten Tod eines Matrosen. Nach Darstellung des Außenministeriums in Teheran soll ein weiterer Matrose bei dem Angriff am Samstag verletzt worden sein. Die iranische Mitteilung verweist darauf, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Angriff ausdrücklich eingeräumt habe. Es handele sich um einen Akt der Aggression, der die Flammen des Krieges weiter anfachen und verbreiten könnte, und um einen Verstoß gegen das Völkerrecht, heißt es in der Mitteilung.

+++ 00:07 Kiew unter russischem Raketenbeschuss +++

Russland greift die ukrainische Hauptstadt Kiew mit ballistischen Raketen an. Das teilt die ukrainische Luftwaffe mit. Herabfallende Trümmerteile lösen nach Angaben des Bürgermeisters in mindestens drei Bezirken Brände aus.

+++ 22:15 Ukrainische Spezialeinheit fängt fast 700 russische Drohnen ab – ohne einen einzigen Schuss +++

Die Ukraine bekämpft russische Drohnen nicht nur, indem sie diese abschießt. Spezialisten für elektronische Kriegsführung des 413. "Raid"-Regiments berichten, dass sie innerhalb von 19 Tagen 696 russische Drohnen außer Gefecht gesetzt haben – ohne einen einzigen Schuss abzufeuern. Das russische Militär habe seine "Molniya"-Drohnen modernisiert und sie zu kostengünstigen Aufklärungs- und Überwachungsplattformen umfunktioniert, die zunehmend die traditionellen Angriffsrollen ersetzen. Das solle die Kosten senken, sagt Drohnenkriegsexperte Serhii "Flash" Beskrestnov. Laut Beskrestnov besteht die größte Herausforderung bei diesen Drohnen in ihrer geringen Radarsichtbarkeit. Da sie in sehr geringer Höhe fliegen und aus Materialien bestehen, die ihre Erkennbarkeit verringern, sind "Molniya"-Drohnen für Abwehrsysteme deutlich schwerer abzufangen. Das gelinge dem erst 2024 gegründeten "Raid"-Regiment aber mithilfe elektronischer Kriegsführung sehr gut, wie die genannten Zahlen zeigen. 

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