Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:39 Ukraine: Russische Öltanker im Schwarzen Meer attackiert +++

19.07.2026, 00:01 Uhr

Die ukrainischen Streitkräfte haben in der Nacht zum Sonntag nach eigenen Angaben zwei russische Öltanker im Schwarzen Meer angegriffen. Zudem sei ein Schwimmkran im Asowschen Meer getroffen worden, teilt der ukrainische Generalstab mit. Alle drei Ziele seien zur Unterstützung der russischen Kriegsanstrengungen in der Ukraine genutzt worden, heißt es in der Erklärung weiter. Die Ukraine hat bei ihren Angriffen auf die russische Öl-Infrastruktur neben Raffinerien zuletzt auch verstärkt Tanker im Schwarzen Meer ins Visier genommen.

+++ 08:55 Ukraine: Größter russischer Angriff mit ballistischen Raketen seit Kriegsbeginn +++

Russland hat die Ukraine bei dem jüngsten Angriff nach Angaben aus Kiew mit der größten Zahl an ballistischen Raketen seit Kriegsbeginn attackiert. Russland habe rund vier Dutzend dieser Raketen abgefeuert, schreibt der geschäftsführende Außenminister Andrij Sybiha auf der Online-Plattform X. Er bezeichnet das russische Vorgehen als brutalen Terrorangriff. Gleichzeitig fordert Sybiha angemessene und starke Reaktionen sowie mehr Druck auf die Führung in Moskau, um diesen Terror zu beenden. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge hatte Russland bei dem Angriff in der Nacht 41 Raketen eingesetzt. Davon habe die Luftabwehr 18 Raketen abgefangen. Hauptziel des russischen Angriffs sei die ukrainische Hauptstadt Kiew gewesen. Dort wurde nach Angaben der Behörden mindestens ein Mensch getötet. 13 weitere Menschen seien verletzt worden.

+++ 08:36 ISW: Russischer Militärchef übertreibt Geländegewinne, um "Putins erfundene Realität" zu stützen +++

Der Generalstabschef der russischen Streitkräfte und Oberbefehlshaber des russischen Militärs im Ukraine-Krieg, Waleri Wassiljewitsch Gerassimow, hat wiederholt Angaben zu russischen Vorstößen in der ukrainischen Frontregion Donezk übertrieben dargestellt. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Für mehrere seiner Behauptungen über russische Geländegewinne in der Ukraine gäbe es keine verfügbaren Beweise. Gerassimow und andere hochrangige russische Befehlshaber hielten seit Januar 2026 mindestens einmal im Monat inszenierte Pressekonferenzen ab, um übertriebene Behauptungen aufzustellen, schreiben die Analysten des ISW. Wahrscheinlich als Teil einer kognitiven Kriegsführung, die darauf abziele, fälschlicherweise den Eindruck zu erwecken, dass russische Streitkräfte im gesamten Kriegsgebiet vorrücken und die ukrainischen Linien kurz vor dem Zusammenbruch stünde und ein russischer Sieg in der Ukraine unvermeidlich wäre. Weiter schreiben die ISW-Analysten: "Diese Behauptungen über Vorstöße vermitteln jedoch weiterhin Putins erfundene Realität, die sich erheblich von der durch alle verfügbaren Beweise dargestellten Realität unterscheidet." Sie beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 07:44 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++

Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.428.930 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1520. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem fünf Panzer, 92 Artilleriesysteme und 1858 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 12.156 Panzer, 46.261 Artilleriesysteme, 1505 Flugabwehrsysteme und 438 Flugzeuge, 354 Hubschrauber, 416.656 Drohnen, 34 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen - wobei das auch nur Mindestwerte sind.

+++ 07:00 Ukraine: Mehrere Großbrände und 13 Verletzte nach massivem russischem Angriff auf Kiew +++

Nach den heftigen russischen Luftangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew steigt die Zahl der Verletzten auf 13. Das teilt der ukrainische Katastrophenschutz in den sozialen Medien mit. Ein Mensch wurde getötet (siehe Einträge 04:39, 03:30 und 01:22). In fünf Bezirken der Stadt seien Großbrände ausgebrochen – teilweise auch bewohnten Gebäuden. Der  ukrainische Katastrophenschutz und andere Notfalldienste versuchen derzeit, die Brände zu löschen. Zudem suchen sie unter den Trümmern der teilweise eingestürzten Gebäude nach Überlebenden.

+++ 06:27 Staatsmedien: Nordkoreas Außenministerin reist zu Treffen mit Lawrow in Moskau +++

Die nordkoreanische Außenministerin Choe Son Hui ist laut Staatsmedien zu einem Treffen mit ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Moskau aufgebrochen. Die zentrale staatliche Nachrichtenagentur Nordkoreas KCNA meldet am Sonntag, das Flugzeug mit der Ministerin und ihrer Delegation sei bereits am Samstag in Pjöngjang gestartet. Das russische Außenministerium hatte den bevorstehenden Besuch zuvor bekannt gegeben. Pjöngjang ist ein enger Verbündeter Moskaus und ein wichtiger Unterstützer von Russlands Offensive gegen die Ukraine. So hat Nordkorea in der Vergangenheit tausende Soldaten entsandt sowie Raketen und Munition zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug versorgt Russland Nordkorea nach Angaben von Analysten mit Finanzhilfen, Militärtechnologie sowie Lebensmittel- und Energielieferungen.

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Schon mehrfach war die nordkoreanische Außenministerin Choe Son Hui auf Staatsbesuch in Moskau. 2024 traf sie neben ihrem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow (im Bild) auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin. (Foto: REUTERS)

+++ 05:41 So viele Raketen sollen sich in Russlands Lagern befinden +++

Der ukrainische Militärgeheimdienst äußert sich gegenüber dem Medium NV zu den Lagerbeständen an russischen Raketen und Marschflugkörpern. Demnach sollen die Streitkräfte des Kreml Mitte Juli über mindestens 100 ballistische Raketen vom Typ Iskander-M und rund 100 Kinschal-Hyperschallraketen verfügen. Der Bestand der Zirkon-Hyperschallraketen wird auf über 120 geschätzt. Darüber hinaus sollen sich in den Lagern viele Marschflugkörper befinden: Mindestens 60 Iskander-K, mindestens 450 Kalibr, über 600 Oniks und bis zu 100 Kh-101 sowie über 250 Kh-32. Weiterhin listet der ukrainische Militärgeheimdienst circa 50 nordkoreanische KN-23 auf sowie über 400 RM-48U-Angriffsraketen.

+++ 04:39 Ein Toter in Kiew - Zahl der Verletzten steigt +++

Bei einem russischen Raketenangriff auf Kiew und die umliegende Region ist Behördenangaben zufolge mindestens ein Mensch getötet und elf weitere verletzt worden. In der Hauptstadt brachen Brände unter anderem in einem Wohnheim, einem Wohnhaus und einem Supermarkt aus, teilt Bürgermeister Vitali Klitschko mit.

+++ 03:30 Mehrere Verletzte in Kiew +++

Laut den Behörden in Kiew sind mindestens sieben Menschen in Kiew bei Luftangriffen verletzt worden. Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge wurden mehr als zwei Dutzend ballistische Raketen auf Ziele in und nahe der Hauptstadt abgefeuert.

+++ 01:22 Explosionen erschüttern ukrainische Hauptstadt +++

Mehrere Explosionen erschüttern Kiew. Eine Detonation ist so stark, dass sie die Alarmanlagen geparkter Autos im Stadtzentrum aktiviert, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtet. Die ukrainische Luftwaffe erklärt im Onlinedienst Telegram, dass sich ballistische Raketen Kiew näherten. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko berichtet auf Telegram von brennenden Fahrzeugen und Rauch, der in der Nähe eines Einkaufszentrums aufsteige. Ein Gebäude sei getroffen worden.

+++ 23:11 Russland lockt Menschen aus Botswana unter falschem Vorwand und zwingt sie zu Einsatz +++

Russland locke Männer aus Botswana unter falschen Vorwänden ins Land und zwinge sie zum aktiven Kampfeinsatz, erklärt das botswanische Ministerium für Internationale Beziehungen in einer Stellungnahme. Die Rekrutierungsaktion eskaliere "in alarmierendem Tempo", so die Regierung. Moskau rekrutiert seit Beginn der Invasion ausländische Kämpfer aus Entwicklungsländern und lockt sie mit Versprechungen hoher Gehälter, Sozialleistungen und der russischen Staatsbürgerschaft. Berichte über erzwungene Täuschung, Nötigung und regelrechten Menschenhandel liegen ebenfalls vor. Botswana warnte seine Bürger vor "irreführenden Anwerbungsmaschen", die sie unter "falschen Vorwänden" ins Ausland locken.

+++ 21:33 Ukraine wird SBU- und Geheimdienstakten zur Wolhynien-Massaker öffnen +++

Die Ukraine wird alle Archive des Sicherheitsdienstes und des Auslandsnachrichtendienstes im Zusammenhang mit den Massakern in Wolhynien in den Jahren 1943 bis 1944 öffnen, sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj. "Polen hat der Ukraine nach Beginn des russischen Angriffs bedeutende Unterstützung geleistet, und dafür sind wir Polen dankbar", sagt Selenskyj. "Die Verteidigung der Unabhängigkeit der Ukraine stärkt unmittelbar die Unabhängigkeit Polens." Bei den Massakern der ukrainischen Militäreinheit UPA im Zweiten Weltkrieg wurden mehr als 100.000 polnische Zivilisten getötet. Vor Kurzem ehrte Präsident Selenskyj die UPA mehrfach und brachtre das Nachbarland gegen die Ukraine auf. Selenskyj kündigt Pläne an, die Zahl der Genehmigungen für Suchaktionen und Exhumierungen im Zusammenhang mit dem Wolhynien-Massaker zu erhöhen. Die Verantwortlichen erörterten zudem mögliche Wege zur Vertiefung des Dialogs zwischen der ukrainischen und der polnischen Gesellschaft. Oleksandr Alfiorov, Leiter des Ukrainischen Instituts für Nationales Gedenken, werde "systemische Vorschläge" ausarbeiten und präsentieren, sagt Selenskyj.

+++ 20:25 Moskaus Bürgermeister: Knapp 1900 Drohnen in einer Woche über russischer Hauptstadt +++

Zwischen dem Abend des 11. Juli und dem Morgen des 18. Juli flogen knapp 1900 unbemannte Luftfahrzeuge in Richtung Moskau. Das berichtet die russische staatliche Nachrichtenagentur Tass nach Angaben des Moskauer Bürgermeister Sergei Sobjanin. Die meisten Drohnen wurden laut Sobjanin von russischen Truppen abgeschossen. „Zwischen 20:30 Uhr [Moskauer Zeit] am 11. Juli und 8:30 Uhr [Moskauer Zeit] am 18. Juli flogen 1.892 Drohnen in Richtung der Region Moskau. Die meisten wurden von den Luftverteidigungskräften im Vorfeld neutralisiert. 207 feindliche Drohnen wurden beim Anflug auf Moskau zerstört“, schreibt der Bürgermeister auf dem russischen Messanger Max.

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